<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711</id><updated>2012-01-15T14:27:37.110-08:00</updated><category term='malta'/><category term='Bratislava'/><category term='Leserbrief'/><category term='Balkan'/><category term='Island'/><category term='Russland'/><category term='MDC09'/><category term='Zeit'/><category term='Moskau'/><category term='Radfahren'/><category term='Internet'/><category term='Russendisko'/><category term='reise'/><category term='Konzert'/><category term='Rügen'/><category term='IT'/><category term='Polen'/><category term='Budapest'/><category term='Soziale Netzwerke'/><category term='La Réunion'/><category term='Programmierung'/><category term='Geld'/><category term='Silvester'/><category term='Google'/><category term='Christiania'/><category term='Kopenhagen'/><category term='Handy'/><category term='israel'/><category term='Wien'/><category term='Musik'/><category term='amsterdam'/><category term='Frankreich'/><title type='text'>Klotys Welt</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>21</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-7119339886659796223</id><published>2012-01-15T14:22:00.000-08:00</published><updated>2012-01-15T14:27:37.124-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Budapest'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Silvester'/><title type='text'>Wo Europa gemeinsam baden geht</title><content type='html'>Bevor ich anfange über unser Budapest-Ausflug zu schreiben, eine kleine Anmerkung zum Touristen als unpolitischen Wesen. Es ist wohl oder über so, dass kaum ein Tourist sich irgendwelche Gedanken über die politische Lage in seinem Reiseland sich macht, die meisten wissen wahrscheinlich nicht mal, was in dem Land los ist und seien wir ehrlich, wollen es gar nicht wissen. Es gibt auch kaum eine Möglichkeit den Touristen zu überzeugen, dass er in ein Land nicht reisen soll, das letzte Mal dass so was auf freiwilligen Basis funktionierte, war die Apartheid-Zeit in Südafrika. Seitdem fahren Touris nach Iran, Birma ist richtig trendy, auf Flickr gibt es Reisefotos aus Turkmenistan, selbst Nordkorea-Rundreise kann gebucht werden. Es gibt nur zwei Möglichkeiten einen Touristen davon abzuhalten in ein Land zu fahren, gesetzliches Verbot wie es USA für Kuba-Reisende verhängt hat, oder ein Terroranschlag, wobei spätestens nach vier Wochen die günstigen Preise erst recht viele Urlauber anziehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso ging es uns in Ungarn. Von der Wirtschaftskrise, von den Protesten gegen die neue Verfassung, von angeblichen Hungerstreiks, von Verhaftungen von Ex-Ministerpräsidenten haben wir erst in Deutschland erfahren, als die Absperrungen für die Demo mit zehntausenden Teilnehmern aufgebaut wurden, dachten wir an ein Silvesterkonzert und Ice-T im Radio haben wir auch nicht sonderlich vermisst (wer sich noch erinnern kann, vor einem Jahr wurde eine Radiostation geschlossen, weil sie ein Song von dem guten alten Gangsta-Rapper gespielt hat). Mit uns waren tausende andere unbedarfte Touristen aus allen möglichen Ländern und Budapest kam uns wie eine sehr europäische Hauptstadt vor, die Einwohner sind freundlich, sprechen deutsch oder englisch, alle Schilder sind drei- oder sogar viersprachig, es gibt viele Cafés, Restaurants, Souvenir-Shops und andere Sehenswürdigkeiten, über die ich noch schreiben werden, was will ein Touristenherz mehr? Politik sicherlich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber genug des Philosophierens, rein in Budapester Vergnügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anreise: Eigentlich recht bequem mit dem österreichischen Railjet von München über Wien direkt nach Budapest. Es lohnt sich Essen und Thermoskanne mit Tee oder Kaffee mitzunehmen, das Bordbistro ist notorisch schlecht. Neun Stunden später ist man am sehr schönen Bahnhof angekommen, tauscht etwas Geld zu schönen Forint-Banknoten und sucht erstmal den Zugang in die U-Bahn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spätestens jetzt versteht man, dass man nichts versteht, wie jemand mal sagte gibt es in Europa zwei schwierige Sprachen, portugiesisch und ungarisch, wobei ungarisch so schwierig ist, dass nicht mal die Portugiesen es verstehen. Auch die finno-ugrische Sprachzugehörigkeit mag evtl. Sprachforscher entzücken, hat aber keinen praktischen Nutzen, für den der eine finnische Sprache versteht, herleiten kann man da auch nichts. Es gibt ein paar türkische Ausdrücke, die es auch ins Russische geschafft haben und ein paar Germanismen, aber nichts, was man sinnvoll verwenden kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/fVh6VAmfjB6M8LCwG6kFi9MTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-5-_BFJANyB0/TxNIpUW0YHI/AAAAAAAABpg/XolBJIp7R6k/s400/DSC00041.JPG" height="325" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Weiss jemand was da steht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach erfolgreichen Suche des U-Bahn-Eingangs, die in der ganzen Stadt recht sparsam beschildert sind, erinnert sich man, dass Ungarn mal Teil des sozialistischen Wirtschaftssystems war, in dem alle Länder nur spezielle Waren hergestellt haben, die dann an andere Länder verkauft wurden. Aus Ungarn kamen die Ikarus-Busse, die in Sowjetunion nach wie vor fahren und aus Russland kamen die U-Bahn-Wägen, wie sie in der Budapester Metro anzutreffen sind. Leider sind die russischen kontaktlosen U-Bahn Fahrtickets wohl erst nach dem Zerfall dieses Warenaustauschsystems erfunden worden, es ist sehr umständlich sich ein Ticket zu kaufen, nach dem Abstempeln wird man von drei gelangweilten Kontrolleuren kontrolliert, bevor man sich auf die Rolltreppe begeben darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/OdrC5Lrut8reCL1HLGpPOdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-KivtVcwGBoc/TxNIgoviggI/AAAAAAAABoc/Jm9UB601_cU/s400/DSC00003.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Budapest bei Nacht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem auch diese Schwierigkeiten überwunden wurden, kamen wir in ein ganz gutes Hotel an und gingen sofort raus in die Stadt. Jetzt muss ich mich für die Fotos entschuldigen, die meisten sind in der Nacht entstanden. Die Nacht fängt in Budapest im Winter sehr früh an, denn die Stadt ist so weit östlich, dass es sich durchaus lohnen würde über die Zeitverschiebung um eine Stunde nachzudenken. Wir sind trotzdem auf den Gellert-Hügel hochgestiegen, wo die Hungaria nach dem Vorbild der Bavaria mit etwas was man sowohl als Schwert oder als Federkiel interpretieren kann, Ungarn wahlweise beschützt, bildet oder kitzelt. Man hat auch eine gute Sicht auf das nächtliche Budapest mit den beleuchteten Brücken über die Donau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/-w_Fh11x4meSvwaABEvTA9MTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-EBi4fYQcYtg/TxNIgFPRPLI/AAAAAAAABoU/2RJBOb4V1MQ/s400/DSC00001.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hungaria&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends gehen wir gleich in das erste Rudas-Bad, das noch von den Türken im 16. Jh angelegt wurde. Das ist das einzige Bad, dass von 22-4 Uhr offen hat, so dass die nachtaktiven auch zu Nachtzeit wellnessen können. Man kann sich eine Kabine mieten, also einen Kasten für zwei Leute in dem man sich umziehen und auch seine Kleider für die Dauer des Besuchs lassen kann. Das Bad selbst besteht aus einem grossen und vier kleinen Becken, die  von eine Kuppel, die auf vier Säulen fusst, bedeckt werden. Es ist recht voll, man schwimmt nicht, sondern versucht ans Rand des Beckens sich auf die Treppen zu setzen, möglichst in akustischen Reichweite seiner Mitbegleiter und labert über dies und das. Da jeder dasselbe tut, ist es recht laut. Zwischendurch kann man in die Sauna oder ins Dampfbad reingehen, da darf man die Körpernähe von schwitzenden fremden Menschen nicht scheuen, manchmal ist es so voll, dass die Leute stehen müssen. Die Sache mit den Handtüchern-Unterlegen wird auch überbewertet. Wer immer noch Spass daran hat, wird einen lustigen Abend verbringen und sehr entspannt wieder nach Hause gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 2: Budapest ist echt weitläufig angelegt, das heisst man latscht sich zu Tode, also nimmt man lieber die Strassenbahn, man muss schwarz fahren, denn es ist absolut unklar, wo man die Tickets herkriegen soll. Wir fahren mit einer Zahnradbahn auf der Buda-Seite den Hügel hoch und schauen uns die Matthiaskirche an. Von innen ist die Kirche mit ungarischen Mustern bemalt, was ungewöhnlich, aber auch schön aussieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ry8jhNh_WKf91Y-fwITzDdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-mCGwA1wkZIY/TxNIhtkcqkI/AAAAAAAABok/CtwvEj0p4aE/s400/DSC00017.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Matthias-Kirche&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/L4GaEwbxH9JeHr6b7WkOH9MTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-eu5_L-L6jGY/TxNIijW4FYI/AAAAAAAABos/T42bSYosCr0/s400/DSC00016.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Budapest bei Tag. Ständig sucht man unbewusst den Eifelturm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach latschen wir zu Fuss runter und beschliessen das vom Hotelrezeptionisten uns aufgeschwatzte Touristenticket zu nutzen und eine Schiffsrundfahrt zu machen. Es ist zwar recht kalt, aber man sieht das gewaltige Parlament, den umgefallenen Eifelturm, der jetzt als Brücke dient (kleiner Scherz) und die Margareteninsel. Ordentlich durchgefroren gehen wir zum Hotel und bereiten uns seelisch auf die Silvesterfeier in Ungarn vor. Das ungarische Fernsehen zeigt eine Silvesterfeier, wo jeder Gast was singen muss und zwar im Rhythmus einer ungarischen traditionellen Musik, die selbst für mein osteuropäisches Ohr recht gewöhnungsbedürftig klingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/0XVfBSaoASSoDU4SHn8VUNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-rEW_dF2s57g/TxNIj5-NX-I/AAAAAAAABo0/GdCCfLAVXrI/s400/DSC00024.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Parlament&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiss nicht, wie die Feiern in der 2-Mio Stadt Budapest sonst ausfallen, es gab eine Bühne, wo tapferen Entertainer mit Musik vom Band ungarischen Hits (diesmal modern und deswegen eingängiger) gesungen haben. Punkt um 12 waren wir an einer Donau-Brücke, ein offizielles Feuerwerk alá Donau in Flammen gab es zwar nicht, aber die Leute haben fröhlich geballert, erstaunlich guten Sekt getrunken und farbige Perücken getragen. Ist vielleicht nicht so ganz durchgeplant wie in Bratislava letztes Jahr, aber immer noch ganz lustig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/NVRuWJjXIiN_P5toOIZD-9MTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-NPQDppUuaaw/TxNIkjD6f9I/AAAAAAAABo8/JC_I84IAELA/s400/DSC00030.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Bühne&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Zp20dbbJjY1ck58iY7e0ONMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-tBm7mukQknA/TxNIlqXulOI/AAAAAAAABpA/8XapBqGnybY/s400/DSC00033.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 3: Müde vom Gelatsche beschliessen wir einen faulen Tag einzulegen und uns vom HopOn-HopOff Bus kutschieren zu lassen. Also HopOn und eine lange Fahrt durch Budapester Zentrum, mit Heldenplatz, das angeblich bei einem Video von Michael Jackson benutzt worden ist, um seine Größe zu unterstreichen (ich tippe auf irgendwas von HIStory). Am besten gefällt uns das Széchenyi-Bad, also beschliessen wir hinzufahren. Der Tipp, der auf Oktoberfest funktioniert ist auch hier beim Eintritt gültig, immer die Seiteneingänge suchen, deswegen sind wir recht bald im sehr eindrucksvollen Bad, am schönsten ist definitiv das riesige Aussenbecken das im Winter auch offensteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/20/Budapest-Sz%C3%A9chenyi.jpg height="300" width="400"&gt;&lt;br /&gt;Széchenyi-Bad © bei Wikipedia&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/xM8ju-Y1hh_3Z38GpWib9tMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-wIQ4n9G2WBg/TxNImRIqByI/AAAAAAAABpM/ZrggLmpgx38/s400/DSC00034.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Bad-Gebäude&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich neben dem Bad steht das ungewöhnlichste Bauwerk das ich jemals gesehen habe. 1896 zur Milleniumsausstellung baute man ein provisorisches Schloss Vajdahunyad, das alle in Ungarn verwendete Baustile vereinigen soll. Wie es mit provisorischen Gebäuden so ist, halten sie am längsten, deswegen steht dieses Schloss immer noch da und besteht aus Gotik, Barock, Klassizismus und Romanismus. Erinnert ein bisschen an die Architektur-Ausstellung in Victoria&amp;Albert Museum in London, wo die berühmtesten Bauwerke 1:1 kopiert wurden, damit die klammen englischen Studenten nicht durch die Welt reisen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/1koKEcVRStfszT4FMh8wgdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-rD44cZd6gsM/TxNInYOWs3I/AAAAAAAABpU/f9sNnFbJEuI/s400/DSC00035.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gotik...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/a0LDedZDDJPCXqtYJF_S6dMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-OkP_BwwI6h4/TxNIoUr8EHI/AAAAAAAABpc/UbMdPhE-ng4/s400/DSC00038.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;… geht fliessend in Barock über&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Bad gibt es das berühmte Paprika-Huhn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 4: Ich gehe in Terror Haza, Haus der Terrors. Das ist ein Museum für die Opfer der beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts, die Ungarn durchlebte. Nach dem Museum der Okkupation in Estland habe ich meine Standards was die Überlieferung der Geschichte in solchen Museen angeht, sehr niedrig gehalten, aber ich war von diesem Museum positiv überrascht. Es ist zwar nicht unbedingt nötig Rammstein-ähnliche Musik ("Rammmmstein, ein Kind stirbt") im einem Raum abzuspielen, in dem künstlerisch wertvoll gezeigt werden sollten, dass Faschismus und Kommunismus zwei Seiten derselben Medaille sind, und der extra langsam in den Keller fahrende Fahrstuhl mit dem riesigen Bildschirm auf dem haarklein der Vorgang einer Exekution erzählt wird, ist auch nicht jedermanns Geschmack. Aber zumindest stehen die Ungarn dazu, dass es eigene Leute waren, die viel Leid dem ungarischen und jüdischen Völkern zufügten und nicht externe Kräfte, die die kleinen unschuldigen Ungarn das Leben schwermachten. Da sind die Ungarn erheblich weiter, als viele andere osteuropäische Länder. Interessant fand ich auch den Büchershop im Museum, in dem Bücher über die Unruhen 2006 verkauft wurden, ein Signal, dass auch das heutige Ungarn keine perfekte und alternativlose Gesellschaft darstellt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/D8BieaIGtZ0y5ZUvtMzhFtMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-f0KzSmJhGcQ/TxNIqQkhbOI/AAAAAAAABps/FVlPidbl3pk/s400/DSC00045.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/8W94Sl1GYCGqW_xLftTq8dMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-3707f80bsek/TxNIrc7PusI/AAAAAAAABp0/dr2c9pqeCSA/s400/DSC00046.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ji16XUt_mTMV-oIIjpg-2NMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-W8CvNAR5dXc/TxNItFLN6KI/AAAAAAAABp8/Hw2U24ayrjg/s400/DSC00050.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Péter Gábor, der Schneiderlehrling war der Chef des kommunistischen Geheimdienstes und sehr gefürchtet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/oNCjscNjaWc062aLo4o9TtMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-V-T_rL9Qqj0/TxNIuKiBDgI/AAAAAAAABqE/o1YynkaPO-w/s400/DSC00053.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Dg-2BFnqqwn_gZ5kDYObHdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-oU40o5GTlAY/TxNIvs9yXmI/AAAAAAAABqM/pCyB7We8Rg0/s400/DSC00060.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das ist der eiserne Vorhang&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Café-Besuch fahren wir in das zumindest in Deutschland berühmt-berüchtigte Gellert-Bad (Stichwort ERGO-Versicherungen). Das Bad ist wiedermal sehr schön, die meisten Bereiche sind nach Geschlechtern getrennt und zumindest bei den Männern hängt schon eine gewisse Testesteron-Wolke in der Luft. Einen grossen Bereich nehmen die Massagekabinen ein, die sicherlich auch für andere Tätigkeit zweckentfremdet werden könnten. Aber genug des Lästerns, die Bäder in Budapest sind DAS besondere Flair von Budapest, was man so in keiner anderen Stadt findet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/q20laOhtghcNUz1b0iQkn9MTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-EBEj9bMyJHM/TxNIxRDE69I/AAAAAAAABqc/zES1B_Wh_jc/s400/DSC00063.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eingang zum Gellert-Bad&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/MWoOD6c8emWRJDcylyA5stMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-_jzQ6X_3QwU/TxNIwRxFsyI/AAAAAAAABqQ/-z2q_J9Tm5Y/s400/DSC00062.JPG" height="400" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ausgang aus Gellert-Bad&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag 5: Tag der Abreise. Aber zuvor gehen wir in die Budapester Markthallen und decken uns mit Reiseproviant zu, also scharfe ungarische Salami, Chips aus Entenfett, die man in der Ukraine Grenki nennt, in Deutschland wahrscheinlich Cholesterinpumpe. Ausserdem eingelegtes Gemüse, Baumkuchen, Paprikapulver. Das ungarische Kochbuch ist auch gekauft, so dass einige der Speisen nachgekocht werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/S06u_bApprzy1Vk_z07w3dMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-pohstOaxLYE/TxNIyFVdtnI/AAAAAAAABqg/BNDWhJcoioM/s400/DSC00069.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Markthalle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/z-vqKfai4zR8sxErBlTvgdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-g9TkivCpHms/TxNIyybcDBI/AAAAAAAABqo/Pfr8YqRbdL0/s400/DSC00071.JPG" height="300" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bevor die Karpfen dem Käufer überreicht werden, bekommen sie mit einem Holzstock eins übergebraten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/7EdpLmOVcVMZlwDJ8EVj49MTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-lnJuYsaJmSY/TxNIzrHlyRI/AAAAAAAABqw/u1rZ1Kf2ilc/s400/DSC00073.JPG" height="356" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Halb Hund, halb Schaf, der ungarische Hirtenhund&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenfassend gesagt, Budapest ist eine wunderschöne Stadt, wir haben vielleicht die Hälfte davon gesehen, uns dafür sehr in den Bädern entspannt und freuen uns schon darauf wiederzukommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-7119339886659796223?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/7119339886659796223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=7119339886659796223' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/7119339886659796223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/7119339886659796223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2012/01/wo-europa-gemeinsam-baden-geht.html' title='Wo Europa gemeinsam baden geht'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-5-_BFJANyB0/TxNIpUW0YHI/AAAAAAAABpg/XolBJIp7R6k/s72-c/DSC00041.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-8117929766948578643</id><published>2011-09-18T05:45:00.000-07:00</published><updated>2011-09-18T12:29:21.458-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='La Réunion'/><title type='text'>Tropen für die Anfänger oder Frankreich für Fortgeschrittene</title><content type='html'>Zur Fahrt auf die Insel La Réunion kam ich wiedermal wie die Jungfrau zum Kinde, nachdem von der Kamtschatka-Reise vom Bundesministerium für Strahlenschutz persönlich abgeraten wurde (nicht wegen der Fukushima-Strahlung, sondern wegen der Panik, die dort ausbrechen könnte, so dass wir alleine mit Braunbären dort zurückgelassen werden könnten), kam meine Freundin auf die Idee ihren lang gehegten Traum zu erfüllen und ihre ehemalige Französischlehrerin auf La Réunion zu besuchen. Eigentlich war das immer als Hochzeitsreise geplant, aber mangels Hochzeitspläne in der nächsten Zukunft wurde das als Plan B in Angriff genommen. Gewusst von La Réunion habe ich nur, dass es französische Kolonie gewesen war, irgendwo in der Nähe von Seychellen und Madagaskar liegt und dass man dort mit Euros bezahlen kann. Ach ja, und man spricht dort Französisch-Kreol und kreolische Küche beinhaltet viel Gewürze, Bananen und Kokosraspeln, so dass ich ein Kokoshühnchen endlich im Original essen kann und nicht in einer polnischen Kantine. Ein bisschen abschreckend war die Tatsache, dass der Flug 11 Stunden dauert, also bis jetzt der längste Flug meines Lebens. Dafür las sich das Programm nach locker-flockigem Entspannungsurlaub an. Ich greife schon mal voraus, um zu sagen, dass wir uns da sehr getäuscht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Tag: Kurz nach dem Verlassen des Hauses klingelt das Handy und die freundliche Mitarbeiterin des Reiseunternehmens teilt mir mit, dass der Flug nach La Réunion von Paris aus, erst am nächsten Tag am morgen startet, so dass wir einen ganzen Tag verlieren. Fängt ja gut an. Selbst der Anblick des Haribo-Fliegers konnte da kaum trösten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/3CpuvknF6-Dxm07UmiEvIg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-MQtJbOODfeY/TnXDtwKz19I/AAAAAAAABbA/HjfhHlH-x78/s288/DSC00001.JPG" height="275" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Paris angekommen, fuhren wir mit dem Bus von Charles de Gaulle Flughafen nach Orly, als wir wegen Kompensation wegen dem verlorenen Urlaubstag fragen wollten, verwies man uns an einen Ständer mit Hochglanz-Broschüren von Air France mit der www.airfrance.fr Webadresse auf der Rückseite, wohl die französische Art höflich Baise toi zu sagen. Angeblich streikt das Bodenpersonal, so dass die Maschine nicht abgefertigt werden kann, allerdings fliegt eine andere Maschine nach La Réunion, die allerdings schon ausgebucht ist. Nach dem Einchecken im Hotel machten wir bei strömenden Regen einen Kurzausflug nach Paris und kehrten nass und durchgefroren wieder ins Hotel zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Tag: Es gibt viel mehr Flüge nach La Réunion, als wir dachten. Und die Flugzeuge mit denen man hinfliegt sind richtig gross. Also besteigen wir unsere Boeing und machen uns für den langen Flug bequem. Drei Sprachkurse(französisch zu einfach, niederländisch zu lustig, türkisch zu viele ü's) und 125.000 EUR bei englischen "Wer wird Millionär" später, wird es doch unbequem und langweilig, zum Glück kann man sich die Füße vertreten und es gibt schon erste kleine Punsch-Fläschchen zum Mittagessen, die ich anstatt Aquavit wegen der ersten Äquator-Überquerung trinke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Flugzeug landet, wir gehen in die Abfertigungshalle, das erste was mir auffällt ist ein George Clooney-Poster, wie er sein Espresso geniesst. "Ein Land in dem man George Clooney toll findet, kann gar nicht so fremd sein" - denke ich, allerdings ist die Air France Werbung mit einer dunkelhäutigen Schönheit als Stewardess, das ist schon der erste Hinweis, dass man sich nicht mehr in der Region der weißhäutigen Menschen befindet. Das zweite, was beim Verlassen des Gebäudes auffällt, ist der Sternenhimmel. Er sieht einfach fremd aus, der Mond ist falsch herum abgeschnitten und obwohl ich die Sternbilder nicht alle kenne, sehe ich gleich, dass die Sterne komplett anders verteilt sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/zPPtVOF5tVc90ffY8A016A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-o1MuZqhxOcc/TnXEs7tuhRI/AAAAAAAABeE/l9gk8d3d0mY/s288/DSC00163.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Koordinaten von La Réunion&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es bleibt nicht viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wir werden in ein Bus eingeladen und treffen dort auf unseren Reiseführer Jean-Paul über den ich noch sehr viel schreiben werde. Jean-Paul ist ein Franzose, wie es im Buch steht, seine Rede besteht zur Hälfte aus Alors, Voila, Op, Puff und er hat einen riesigen Schalk im Nacken. Andererseits ist er seit 18 Jahren Fremdenführer auf La Réunion und kennt alle Aspekte der Insel in- und auswendig, viele der deutschen Fachbegriffe, die er benutzt, kennen selbst die Muttersprachler nicht. Fürs erste teilt es uns mit, dass die Insel eine Fläche von 2512 km^2 hat, das entspricht ungefähr der Fläche von Saarland, zusammen mit Mauritius und Rodrigues zu der Inselgruppe der Maskarenen gehört, doch im Gegensatz zu diesen Inseln, ein untrennbarer Teil Frankreichs ist. La Réunion ist vulkanischen Ursprungs, 2/3 der Insel bestehen aus dem Vulkan Piton des Neiges, 1/3 aus dem Vulkan Piton de la Fournaise und 1/3 aus dem Plateau des Bébour, das die beiden Vulkane verbindet, somit ist La Réunion die einzige Insel der Welt, die aus 4/3 besteht. Ausserdem ist Piton des Neiges 3069m hoch, das ist die höchste Erhebung im ganzen Indischen Ozean. Originalzitat Jean-Paul: "Die höchste Erhebung von Mauritius ist 828 m hoch, das ist schon recht hoch, und die höchste Erhöhung von Madagaskar ist 2876 m hoch, das ist höher als in Mauritius, doch der französische Gipfel von Piton des Neiges ist der höchste von allen, höhö." Unterwegs durch die schwüle tropische Nacht fahren wir nach Hellbourg einem Dorf im Talkessel von Salazie. Unzählige scharfe Kurven später sind wir da, das Essen wartet schon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Nationalgericht auf La Réunion heisst Carri und genau den bekamen wir vorgesetzt. In den nächsten Tagen (abgesehen von 1-2 Ausnahmen) bekamen wir nichts anderes, deswegen beschreibe ich gleich, was es aus sich darstellt. Als Grundlage von Carri nimmt man Reis, darauf kommt eine Sosse aus Hülsenfrüchten (Bohnen oder Linsen) und darauf Fleisch- oder Fischbeilage. Hier gibt es viele Unterschiede, es kann Schwertfisch sein, oder Schweinefüße, oder Ente mit Vanille, oder Hühnchen mit Kokos. Dazu gibt es noch eine scharfe Sosse, die aus Zitronen, Chili, Tomaten, Knoblauch usw. bestehen kann. Als Vorspeise ist der örtliche Kürbis, genannt Schu-schu beliebt. Den gibt es in Käse eingebacken. Und jedes Essen fängt mit einem Punsch an und hört mit einem Gläschen Rum auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Essen stellt sich die Gruppe kurz gegenseitig vor und wir stellen fest, dass die Zusammensetzung komplett anders ist, als auf Island. Zum einen sind es viel mehr Männer, sogar mehr als Frauen, zum anderen sind wir das einzige Pärchen (erst viel später stellte sich heraus, dass es noch ein anderes Pärchen gab, aber wir wollen das Thema nicht zu sehr vertiefen). Ausserdem im Unterschied zu den schweigsamen und überpünktlichen schwäbischen Lehrerinnen auf Island, bestand die Gruppe zum grossen Teil aus Unter-, Ober-, Ex-, und Halbfranken, die sich mit Schweizerinnen (für die Multi-Kulti-Komponente) und Rheinländern kommunikationstechnisch sehr intensiv austauschte. Ausserdem dabei: ein Hängscht, ein Frischling, eine hippe Berlinerin, die mit schlichtem Brillenwechsel in eine schicke Münchenerin sich verwandeln konnte, ein Bankfilialleiter mit Vorliebe für Death Metal T-Shirts, ein sehr entscheidungsunfreudiger Vorstandsassistent, ein Arzt, der mit unverändertem Gesichtsausdruck über Menschenoperieren und Schafeausweiden sprechen konnte. Wir als Pärchen waren natürlich sofort als Spalter und Spielverderber tätig, gingen als erste zu Bett und brachen sogar die erste Fisch-sucht-Fahrrad-Veranstaltung ab, als um 12 Uhr nachts immer noch vor unserer Tür getratscht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Tag: Nach einem typisch französischen Frühstück mit Baguette, Pain du Chocolat und typisch kreolischen Konfitüren, z.B. aus Baumtomaten, Bananen oder Guaven wird unsere Wanderlust sofort auf die Probe gestellt. Wir laufen durchs Örtchen Hellbourg zu einem Herrenhaus und von dort aus zum Friedhof. Die Beerdigungskultur ist eine ganz andere als z.B. in Provence, die Gräber sind voll mit echten oder künstlichen Pflanzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/d9H1M7bYu6PeexyNDaGzdg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-HV289ZDEMfs/TnXDxDu8sFI/AAAAAAAABbI/D1hc3f-Sha4/s288/DSC00010.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/2b8UjWGilggYHLJUxeTIwA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-YFrCIYM1JfM/TnXDwKuiGuI/AAAAAAAABbE/i2Tq-hGlOYs/s288/DSC00012.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alles Kunstblumen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach wandern wir durch den Talkessel von Salazie. Dank der japanischen Fichte, die zur Errosionsvermeidung hier gepflanzt wurde, könnte diese Wanderung auch durch den Schwarzwald führen, man würde kaum den Unterschied merken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/vzUqQiuGyaJGiXHqb70geg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-xTGikuVrwcI/TnXDygpqa3I/AAAAAAAABbM/HihryfEGxxE/s288/DSC00016.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/MbpzUo2dCk1vkH-wq_ZJqw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-aUKn-2bT9iw/TnXD0Ju6UrI/AAAAAAAABbQ/coigclNED0w/s288/DSC00019.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte nach einem Chamäleon Ausschau, der anstatt eines Eichhörnchens den Baum runterklettern könnte, doch natürlich findet sich keiner (es findet sich aus später keiner, es ist Trockenzeit und da schlafen sie). Die Wanderung endet an vertrockneten Heilwasserquellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/W3i5WQLBtpLLv9s6WShk0Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-YBoDVXYwecU/TnXD1htwfRI/AAAAAAAABbY/g0Wvt3WnfYU/s288/DSC00021.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Tag: Unterwegs zu der Ostküste halten wir beim Ton-Ton an, was Onkelchen bedeutet. Ein 70-jähriger einäugiger Kreole erzählt auf breitestem Kreol über die verschiedenen Pflanzen auf der Insel, zeigt seine Hütte ohne Strom und Wasser, die Übersetzerin erzählt, dass er jeden Tag hier schuftet. Auf direkte Nachfrage gibt er auch zu, dass er ganz gerne bei sich in einer richtigen Wohnung Fernsehen schaut. Ansonsten erzählt er auch über die harte Arbeit auf der Insel zu der Zeit, als die Sklaverei zwar abgeschafft wurde, aber trotzdem er als Hafenarbeiter 120 kg Säcke schleppen musste, oder wie er beim Zuckerrohrschneiden sein Auge verloren hat. Allerdings macht er für einen 70-jährigen sehr fitten Eindruck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/yDsmnSCzuCIDZFW9D_FfPA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-OHegAbjqN40/TnXD1ScxwgI/AAAAAAAABbU/Iq84HPppniw/s288/DSC00024.JPG" height="288" width="173" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einigen Wasserfällen vorbei fahren wir nach Saint-André. Hier muss ich einiges über die Religionen auf der Insel erzählen. Im Laufe der Jahrhunderte kamen ganz unterschiedliche Menschen auf die Insel, die vor ihrer Entdeckung komplett menschenleer war. Zuerst herrschte eine Art Anarchie, die Franzosen und die Madagassen, die auf die Insel gebracht wurden, weigerten sich, einen Pfarrer auf der Insel zu haben, doch als der Wohlstand auf die Insel kam (dazu später mehr), kamen auch die katholischen Pfarrer. Irgendwann war Bedarf an Arbeitern aus Indien da, von denen verlangt wurde, dass sie Katholizismus annehmen, was sie bereitwillig getan haben, denn Katholizismus integriert sich wunderbar in Hinduismus, Jesus und Maria haben einfach unter den Abermillionen von hinduistischen Göttern ihren Platz gefunden und die Hindus haben sie als die Götter ausgewählt, die sie verehren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/0oxaYVUmhg56h6aV3zIMuQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-Y1DsITIOgAo/TnXD2U0jOLI/AAAAAAAABbc/vh0Y36EdGjI/s288/DSC00035.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hinduistischer Tempel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/1FlYE9MXuj70apO-Y0fDlA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-wEQQg5owaZA/TnXD5ErrtpI/AAAAAAAABbg/bCxj9NO3rOk/s288/DSC00036.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blumenschmuck für die Hindu-Priester&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/APR3fD0sSXQwNm7WIAkriA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-Z8ITUlUEGxE/TnXD5zxiNgI/AAAAAAAABbk/mAaQukNO1x8/s288/DSC00046.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Buddhistischer Tempel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/KN2Os_lmzl8bGrbxGsk2qg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-xDVCT-QdYj8/TnXD9R_G1BI/AAAAAAAABbw/RL2sGssUUaM/s288/DSC00054.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Moschee in St.Denis&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch später erwarben sie einige Grundstücke, auf denen sie hinduistische Tempel erbaut haben. Dann kamen Chinesen mit buddhistischen Tempeln, danach die Moslems mit Minaretten. Ein Kinderbuch über La Réunion listet noch Juden, Orthodoxen und Protestanten als praktizierte Religionen auf. Laut Jean-Paul bemühen sich die Vertreter der Religionen sehr um friedliche Koexistenz, angeblich entschuldigt sich moslemischer Gemeindevertreter sich beim jüdischen Rabbi, wenn die Palästinenser im fernen Israel einen Anschlag verübt haben und umgekehrt. Ich bin mir nicht sicher, ob sich der Papst im meinem Namen sich z.B. bei Protestanten wegen Nord-Irland Konflikt entschuldigen sollte, die Mehrheit der Katholiken kann ja nichts dafür, wenn sich die beiden Gruppen die Köpfe einschlagen, aber es ist eine Geste auf La Réunion, um das Zusammenleben konfliktfrei zu gestalten. Die Religionen fangen an sich zu vermischen, so hat die katholische Religion Merkmale aus dem Hinduismus übernommen, so dass es heisst, dass nur ein Kreole Bischof auf La Réunion werden kann, nur er kann die Feinheiten der dortigen Religionsausübung verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir marschieren durch die Zuckerrohrfeldern zu einem weiteren Wasserfall. Zuckerrohr und Erzeugnisse daraus ist der Hauptexportartikel von La Réunion und das obwohl in der EU den Zucker kaum jemand braucht, denn Frankreich (oder wie man auf La Réunion sagt, die Metropole) ist bereits der größte Zuckerrüberproduzent der Welt. Doch zur Wirtschaft komme ich etwas später. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/atFcXG4lwwaO-27rrQgr8Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-wLbRCI8YHFk/TnXVAIwr28I/AAAAAAAABf0/O5t9ukW8sRg/s288/DSC00037.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zuckerrohr beim Wachsen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/F7b_dI8IJnDGChxj29aORA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-L1LDR5Vt1xE/TnXVG3MDMKI/AAAAAAAABf0/CtT1oEwrPvY/s288/DSC00067.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zuckerrohr beim Abtransportieren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/GboKZVf5EI_njEovbLhFew?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-x1aqHm77b8w/TnXEVki0cQI/AAAAAAAABdA/wa0j3QvQFww/s144/DSC00116.JPG" height="108" width="144" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zuckerrohr in einer Wiegeanlage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir spazieren durch den Markt von St.Denis, der Hauptstadt von La Réunion. Auf dem Markt gibt es billige Vanilleschoten zu kaufen, allerdings sind sie laut Jean-Paul von niedrigen Qualität, aus Madagaskar importiert, wo die hungrigen Leute sie aufsammeln bevor sie richtig reif sind und billig verkaufen. Echte La Réunionesische Schote kostet ca. 1 EUR, alles andere ist gut als Mitbringsel, aber nicht für den Eigenverbrauch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/plVKD6LcRZW1Z1670Ng7aA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-bmPWgjQzJaQ/TnXD6J9StRI/AAAAAAAABbo/u3TI_elI8rM/s288/DSC00048.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ananas auf dem Markt von St.Denis&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/e0c69fiYnm6oBjQ-EQIqeA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-1vXWnT-Qhls/TnXD9N1XbBI/AAAAAAAABbs/SbW2LaZfAs8/s288/DSC00052.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und die Fleischbeilage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie man aus dem Spiel Monkey Island kennt, hat jede ordentliche Provinzhauptstadt drei Gebäude: das Rathaus, die Kathedrale und das Haus des Gouverneurs, wo die schöne Elaine auf den tapferen Guybrush wartet. Und wer Pirates! gespielt hat, weiss auch, dass solche Städte normalerweise recht viele Kanonen haben, um sie gegen Angriffe vom Meer aus zu verteidigen. Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/hODBW1vaEHELdtbUhwnw-g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-w__ylMOnC0s/TnXD-nKPTSI/AAAAAAAABb0/YO9YVlhtnoI/s288/DSC00055.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Rathaus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Y6YVexdDyD_XfybV4xw0ZQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-XhKyIZ-748o/TnXEAChISVI/AAAAAAAABb4/Pff20_ltEj8/s288/DSC00057.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Kathedrale&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/SsrUITd6nIqaTVmXJ9lwYw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-sfkYtf5uIQk/TnXEBjCOFfI/AAAAAAAABb8/OmxlJfoZdD0/s288/DSC00058.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Haus des Gouverneurs&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/TKrv_AuJQLQ0WoXFXVrPbg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-I94yG-EvQMw/TnXEDAQYWJI/AAAAAAAABcE/1MsgGkwtehQ/s288/DSC00061.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Kanonen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren weiter und kommen in Ste.Rose, einem verschlafenen Fischerdorf an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Tag: Ab in den Bus und losgeht´s die Küste entlang nach Süden. Hier fahren wir durch das Hufeisen-Gebiet von Piton de la Fournaise, der eigentlich bis zu fünf Mal im Jahr ausbricht und schon längst fällig wäre, doch er schweigt fürs erste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/RCAx3z4GENm-dlAins1ZHA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-oUrrH6K832E/TnXEMMy2_4I/AAAAAAAABcc/_jIsEFsa-Tc/s288/DSC00094.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Hufeisen von Piton de la Fournaise, wohin sich das Lava ergiesst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn er während unseres Aufenthaltes ausbrechen würde, wäre das keine Katastrophe wie bei Eyjafjallajökull 2010, denn Piton de la Fournaise ist ein roter Vulkan, der explodiert nicht (höchstens wenn das Wasser in die Magmakammer gelangt, wie bei Jules Verne gelernt), sondern spuckt nur Lava aus, das entweder sehr langsam (einige Meter / Stunde) oder sehr schnell (bis zu 60km/h) über ein bestimmtes Gebiet sich ins Meer ergiesst. Beim Auftreffen auf das Wasser gibt es Dampf und Staub, der das Atmen schwer macht, sonst ist das alles ungefährlich. Trotzdem gibt es ganz bekannte Kirche in Ste.Rose, wo das Lava kurz vor der Kirche stoppte und es gibt eine Madonna mit Sonnenschirm, die die Gläubiger vor dem Vulkan beschützen soll. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/GXa754jjlBH3ViOvVZIlhQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-UQzXW_qTgsc/TnXEDSuU6SI/AAAAAAAABcA/Q_d7xvhtdf4/s288/DSC00065.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/2QLKxhFFq397BWdxiMx1qA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-lMv8GhGz_xw/TnXETNnGSGI/AAAAAAAABc8/LiEoFeWgM-o/s288/DSC00115.JPG" height="288" width="172" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machen eine Wanderung an der Küste entlang. Es ist wild-romantisch, Mangrovenbäume überall (später wird Jean-Paul erklären, dass es keine Mangroven sind, aber in dem Moment wissen wir das noch nicht). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/j7losMj2UJ_6Hfc7cIx2CQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-30fNHV_z9F4/TnXEHXwi2JI/AAAAAAAABcM/hzSCFnEWlCM/s288/DSC00079.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sind keine Mangroven&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/67PEb94_q3hOkUoA9CpqSQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-0SXxaPbswp8/TnXEIcpTZlI/AAAAAAAABcQ/LSFVZ9Zxh7k/s288/DSC00080.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/PH6SzfYLUXRyrunlXZV1vg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-A4tjwXnTTdQ/TnXEEgoTnkI/AAAAAAAABcI/c_03eQsi5e8/s288/DSC00072.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter einem schlägt der Ozean starke Wellen an die Küste, man fühlt sich wir in einem Abenteuer. Der Eindruck wird von vier grinsenden ABM-Réunionesen etwas gestört, die von dem Abenteuer-Wanderpfad die verfaulten Blätter wegräumen, damit die Touris durchgehen können. Nichtsdestotrotz endet die Wanderung wieder an einem tropischen Wasserfall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/GI-jtqvAuyXZ5pzCUlQv4Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-2gahLG288oQ/TnXEIusQq6I/AAAAAAAABcU/QvfeVxhc9ng/s288/DSC00091.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Hälfte des Tages verbringen wir in einem botanischen Garten, wo Jean-Paul uns Unmengen an Pflanzen zeigt, wie und wo sie Verwendung finden. Bei dem Baum mit Muskatnüssen, als seine Giftigkeit erwähnt wird, verschwinden einige Nüsse in den Hosentaschen. Vorsicht, Anton, Du bist mit gefährlichen Leuten unterwegs. Die Blätter der Coca-Pflanze bleiben hingegen unangetastet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/WykkHZ7pbjyKzubJWe_Q2A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-oPCQzl4pIE0/TnXEMIl4WBI/AAAAAAAABcg/ic3mBEqXFeM/s288/DSC00095.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/cNcqimgONW8pxxi_iIMlUw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-3YhP8styHOI/TnXELn726UI/AAAAAAAABcY/99zbTDy_iUQ/s288/DSC00096.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Oo6TlKZMFCX4XvVGxir7Sw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-uwjlOhvZTCw/TnXEOAJWZgI/AAAAAAAABck/eTuiIHtcq0E/s288/DSC00098.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach kommen wir zu Cap Méchant, dem Bösen Kap. Warum der so genannt wird, sieht man sofort auf den Photos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/l_Lgc4lUSKn4Gekpt2dQ3Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-5UPSqE4RXBU/TnXERbkLUZI/AAAAAAAABc0/tBvvKBibP-g/s288/DSC00111.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/0J9Pqt1EnBptjPDZwKEByQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-3UGTSzXlPHk/TnXEO0aER4I/AAAAAAAABco/l3OuUdgk0IE/s288/DSC00105.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/OhDjf-efBeBfvnSab54p4w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-ejRMo3ObGC0/TnXEPfBDg6I/AAAAAAAABcs/mGdWTpTGpq8/s288/DSC00110.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was man auf den Photos nicht sieht, oder hört ist der Bass, die Erde brummt, wenn die nächste Welle auf den Felsen stürzt. Soviel Naturgewalt kann nicht jeder vertragen, ein fester Bestandteil des Schauspiels ist eine Frau, die jeden anspricht und behauptet dass Papst Ratzinger Sohn des Teufels wäre. Wenn ich mir die Anzahl der Kirchenaustritte anschaue, neige ich dazu ihr recht zu geben. Das Städtchen St.Joseph ist übrigens die südlichste Stadt der EU. Es gibt zwar einige englische und französische Inseln, die noch südlicher liegen, aber keine davon ist dauerhaft besiedelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Tag: Jean-Paul erzähl uns von einem verehrten Heiligen auf der Insel, dem St. Expeditus. St. Expeditus war ein römischer Legionär, der zu Christentum konvertierte. Warum er auf La Réunion verehrt wird, ist kaum bekannt, böse Zungen erzählen die Geschichte, dass eines Tages eine Sendung für eine Expedition auf die Insel kam, die eine Heiligenstatue enthielt. Da auf der Sendung Expidit stand, nahmen die einfältigen Einwohner der Insel an, das wäre der Name des Heiligen. Eine recht verbreitete (Un)sitte ist es, dem Heiligen, nachdem er einen Wunsch erfüllt hat, einfach den Kopf abzureissen, damit er es sich nicht anders überlegt. Deswegen sind viele Figuren ohne Köpfe. Die rote Farbe des Altars stammt aus dem Hinduismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/_h8Vc328MvUgzrcf-dLWAg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-IoD6_wY9xjY/TnXER4WBiVI/AAAAAAAABc4/uFl1FYM_tic/s288/DSC00113.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ZGC-Yo04HNb_xrZ5Qlq8DA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-0zh6T9yNINw/TnXERLKHYgI/AAAAAAAABcw/gHsHjoQUX74/s288/DSC00114.JPG" height="211" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren an St. Joseph vorbei und steigen hoch auf die Hochebene Plaine des Cafres. Die letzten paar Kilometer gehen wir zu Fuss, obwohl die Strasse in ein paar hundert Metern parallel verläuft, aber wir sind ja nicht da, um mit dem Bus herumkutschiert zu werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/WoNcszGnpNo86d76QJT7IA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-V2_a2OBipaM/TnXEW7aWipI/AAAAAAAABdE/GoFBhhHc7iE/s288/DSC00119.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/bHHb2fgUpaLgUSz_kyQt7Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-T40SpgtzgX0/TnXEZETHseI/AAAAAAAABdQ/bB_pg2BtjTU/s288/DSC00126.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/lPcbrr1fjmpCAdT2k_yfEQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-61ixBzhRYZY/TnXEZvxh1fI/AAAAAAAABdM/XVVpbyylN1k/s288/DSC00128.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übernachtet wird auf einer Berghütte in einem Gemeinschaftszimmer, wir liegen zu zweit in einem 1,10 breitem Bett und wärmen uns gegenseitig, denn auf der Höhe ist es sch… kalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Tag: Aufstieg zum Piton de la Fournaise. Zuerst geht es aber gewaltig bergab, 525 Stufen, bevor wir zu dem Krater Formica Leo kommen, ein Ameisenbär-Krater, den Namen hat irgendein besonders lustiger Vulkanologe sich ausgedacht, weil die Kraterform ihn so an die Löcher, die von einem Ameisenbären ausgegraben werden, erinnern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/-sAvRhYw2FLyOVFNtgOReA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-PcY8qs4Y_XE/TnXEa3rKuEI/AAAAAAAABdU/b2kQsmbYUH8/s288/DSC00129.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach geht es über recht unwegsames, aber gut ausgewiesenes Gelände das aus erstarrten Lava besteht hoch zu dem Krater von Piton de la Fournaise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/OkR2KTV6xKwNQGCVxZgHsA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-eMQTbAX5FiE/TnXEddcosuI/AAAAAAAABdc/vaTyqW4PHWM/s288/DSC00134.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs werden wir von zwei Läufern überholt. Berglauf ist ein beliebtes Sport hier, der härteste Wettlauf der Welt findet auf La Réunion statt. Dabei müssen die Teilnehmer 160km laufen und dabei 9000 Höhenmeter bewältigen. Dafür hat man drei Tage Zeit, man kann aber auch nachts laufen, nur sollte man immer rechtzeitig abbiegen. Der Sieger hat letztes Jahr für die gesamte Strecke 20 Stunden gebraucht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ZzIa_ycJkh0V9HtgGNyteA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-nGUKDwOBWgY/TnXEc7SNxkI/AAAAAAAABdY/yJtYedq08wY/s288/DSC00139.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ipbdkYGUzw_OBEnQKGebeg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-emkOKbviIbQ/TnXEffh4wvI/AAAAAAAABdg/bRBB4017Nwg/s288/DSC00141.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir endlich den Krater erklettern, schauen wir in eine gewaltige Caldera runter, von wo manchmal noch Dampfwolken aufsteigen. Sieht aber nicht nach baldigem Ausbruch aus. Beim Rückweg müssen die 525 Stufen wieder erklommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/HIxW2X2AH_ZUfesbMImurw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-EDmjMhFJl84/TnXEhynbXmI/AAAAAAAABdk/w9vjtnJo5F0/s288/DSC00142.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Caldera von Piton de la Fournage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. Tag: Wir sind auf einer Berghütte in Foret de Belouve und ich bin versucht das Fenster zu schliessen, damit kein Tiger ins Zimmer reinspringen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/No8NsKAEXWBZHkNg4-mZuQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-SzcGrCnj_y4/TnXEibJOQeI/AAAAAAAABdo/xevJ8Cm-qjk/s288/DSC00146.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind mitten im tropischen Urwald. Armeen von Skorpionen lauern auf uns, um uns zu stechen, giftige Schlangen hängen von den Bäumen herunter, hinter jedem Baum sieht man grüne hungrige Augen…. STOP… Wir sind im falschen Film…. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Jqu9wYEvahxv3GYI3VMAQQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-bnTow_gM2mE/TnXEi02VSWI/AAAAAAAABds/6MdQsQRHNCU/s288/DSC00149.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/oNkBQJI_H9QNBznQfRZr6w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-xbl7n2lSV_c/TnXEnXXth9I/AAAAAAAABdw/mvAMn6p8a_A/s288/DSC00152.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/R_NSzD-cZ4wqVKmHFgpZiQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-305-XmUS1Ms/TnXEn5tSGTI/AAAAAAAABd4/oQ0e309DyNI/s288/DSC00154.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/QVOqivSppRbi54N2978iaA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-OQTEezNSlQ0/TnXEn19CZ4I/AAAAAAAABd0/TnEoEJI_XYo/s288/DSC00156.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf La Réunion ist das größte Tier ein Igel, sonst gibt es kaum Fauna mehr auf der Insel. Wobei das berühmteste Tier ist schon längst ausgestorben. Das ist der Dodo, was auf spanisch verrückt heisst, denn dieser fette Vogel liess sich einfach fangen, indem man ein Geräusch machte und neugierig, wie ein Dodo ist, rennt er hin, um nachzuschauen, was da los ist. Das ist ihm zum Verhängnis geworden, als auch seine Art nur ein Ei pro Jahr zu legen. Warum ist der Dodo denn berühmt geworden? Nun, es war das erste Mal, dass die Menschen begriffen haben, dass sie eine Spezies komplett ausgerottet haben, denn Dodos gab es nur auf La Réunion und auf Mauritius. Zum ersten Mal verstand der Mensch, dass er direkten Einfluss auf die Natur haben kann, deswegen widmet er so viel Aufmerksamkeit dem Dodo, trinkt das Bier mit seinem Bild und schreibt viele Bücher über ihn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/7ezkNRxsZpnCAdehHH_K-A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-vZBeHiO60RQ/TnXEtBQSFvI/AAAAAAAABeA/BlDncIF0nZI/s288/DSC00167.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten gab es noch Landschildkröten, die ebenfalls ausgerottet wurden, denn um ein leckeres Süppchen zu kochen, musste ein Mensch bis zu fünf Schildkröten töten (Crack - macht der durchstochene Panzer, Ahh - macht die verwundete Schildkröte, Schlürf - steigt auf das Fett der toten Schildkröte), bis er ein besonders fettes Exemplar gefunden hat. Dabei haben die Schildkröten die Meerenge zwischen Madagaskar und La Réunion auf Baumstämmen überwunden, etwas, was der Mensch seinerzeit nicht schaffte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/jsSxPoizVU-Sggm4gP1Zow?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-DO3_UaJeivU/TnXE3wi9VxI/AAAAAAAABew/3GgwjKwVZaM/s288/DSC00208.JPG" height="288" width="261" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lokalfauna 1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/5rHT_SRktfHeo-E1L3-W7A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-ipWCgkIQXso/TnXE9o41NwI/AAAAAAAABfE/2fLSus-QCgE/s288/DSC00229.JPG" height="288" width="255" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lokalfauna 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anyway, wilde Tiere gibt es auf La Réunion nicht, dafür recht verwilderte Wege, mit viel Schlamm, so dass die meisten sehr dreckig wieder in die Herberge ankamen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/zn5RrGLoh3vjOwWKbG7I2g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-p6xpPYQZ9C0/TnXErcpHsZI/AAAAAAAABd8/9S0PiysGsts/s288/DSC00160.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht's nach Cilaos, ein weiteres Talkessel von Piton des Neiges. Die Strasse der 400 Kurven ist noch extremer, als alles andere bisher, alleine bei den Tunnels ist es millimetergenaues Fahren vom Busfahrer verlangt, dass wir da heil durchkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. Tag: Wieder eine Wanderung, wieder eine komplett andere Landschaft, wieder zu einem Wasserfall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ve2xIWHwAOeEA6r6j5NZJw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-NkwGGY3a6lY/TnXEv55I6CI/AAAAAAAABeI/oAJh7cxK9W0/s288/DSC00168.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/teiP_SBdYN2rCCponqvUjg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-Lwh0PXdtESE/TnXExsi350I/AAAAAAAABeQ/oiSYQZ4EkCU/s288/DSC00175.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir legen uns recht früh schlafen denn….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. Tag: Wir stehen um 1:30 morgens auf, um Piton des Neiges zu besteigen. Wir, das sind vier Leute mit Jean-Paul, der uns vorher unterschreiben lässt, dass das Reiseunternehmen jegliche Verantwortung von sich nimmt, wir wollen zum Gipfel, also müssen wir alle Konsequenzen tragen. Zum Gipfel das bedeutet 2000 Höhenmeter hoch und wieder runter und das mitten in der Nacht, denn wir wollen den Sonnenaufgang möglichst nah an der Spitze erleben. Also Taschenlampen in die Hand, bzw. an die Stirn angeschnallt und los. Begleitet werden wir vom stürmischen Applaus unserer lieben Mitreisenden, bis ein anderer Hotelbewohner entnervt  "Hört auf mit dieser Scheisse" von seinem Balkon brüllt. Wir lassen uns davon nicht beirren und stampfen weiter. Nach einer halben Stunde asphaltierten Strasse beginnt der Aufstieg und zwar auf unzähligen Stufen. Jean-Paul der alte Fremdenlegionär, der schon sechs Mal dieses Jahr auf dem Gipfel war und dessen persönliche Bestzeit bei 2:30 liegt, geht voran, Taschenlampe braucht er nicht, mit sich schleppt er immer Gaskocher und Wasser, um uns Städter mit Kaffee zu versorgen. Wir kriechen hinterher, schnaufen wie Dampflocks, doch niemand wird hinten gelassen, des Ausgemergeltste kommt direkt hinter Jean-Paul, was wohl hilft, dann kann er/sie das Tempo halten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ldDcxISmHCOSc4yQLZS1vw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-9v7AeaImVQg/TnXEw5JN7WI/AAAAAAAABeM/g42R_Dk-XAY/s288/DSC00181.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste größere Rast ist auf der Berghütte 600 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, normalerweise übernachtet man dort, bevor man früh morgens zu der letzten Etappe aufbricht, doch wir haben keine Zeit für solche Weicheiaktionen und laufen zum Gipfel. Mein Tiefpunkt ist ca. 50 Höhenmeter vor dem Gipfel erreicht. Ich schleppe mich nur noch, noch ein Schritt und noch einer. Endlich sind wir am Gipfel. Ich reisse die Arme hoch. Doch was finden wir dort? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/aeGYK2PvntdOkSNKyZVj-A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-nkInplkcBO8/TnXEzwDvcxI/AAAAAAAABeY/kUhl1I8MMkM/s288/DSC00182.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Art Wäscheleine mit buddhistischen Tüchern aus denen der Wind die Fäden rauszieht und sie in die Welt rausbläst. Eigentlich sind solche Gipfel viel zu überbewertet, es ist auch viel zu windig und zu kalt dort. Noch ein paar Photos gemacht und runter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ICo8Ze1W3iNvhuO2UEkYzA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-ISH5iunriN8/TnXEzhj7R9I/AAAAAAAABeU/3G8h6f3Ki1Y/s288/DSC00184.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn man möchte kann man auf dem Gipfel im Steinhaufen übernachten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ThtxfQfsrT_aB3_fyVHHfg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-IaSdLmcd3hk/TnXE1WuKJcI/AAAAAAAABec/t6SysZUM084/s288/DSC00187.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fünf Stunden später erreichen wir das Hotel, die Knie tun höllisch weh, ich falle ins Bett. Mein persönliches Rezept, um wieder fit zu werden, soll hier nicht verraten werden, auf jeden Fall bin ich bis zum Abend fähig wieder zum Pool zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11. Tag: Wir fahren die kurvenreiche Strasse wieder runter. Jean-Paul erzählt uns von der Wirtschaft der Insel. Es ist ein erklärtes Ziel von der EU und Frankreich La Réunion auf den europäischen Lebensstandard zu bringen. Momentan ist La Réunion das ärmste Departement Frankreichs, doch es ist bereits jetzt die reichste Gegend im Indischen Ozean. Dazu waren gigantische Investitionen notwendig, sowohl in die Bildung, als auch in den Wohnungsbau, als auch in die Infrastruktur. In den 70-er Jahren wohnten viele Réunionesen in den Strohhütten, Frankreich baut jedes Jahr 10000 Sozialwohnungen, kommt aber nicht hinterher, weil die Bevölkerung mit einer Fertilität von 2,4 Kindern/Frau schneller wächst. Momentan leben ca. 800000 Menschen auf der Insel, die Bevölkerung verdoppelt sich momentan alle 30 Jahre. Die offizielle Arbeitslosigkeit liegt bei 30%, doch viele arbeiten schwarz auf den Zuckerrohrplantagen, auch gibt es viele Seasonarbeiter, die nur von Zeit zu Zeit arbeiten und die restliche Zeit in ihren unzugänglichen Dörfern leben. Der größte Arbeitgeber auf der Insel ist das Forstamt, überall sieht man Arbeiter, die die nächste Picknick-Hütte aufbauen oder mitten im Wald Gras mähen. Noch in den 50er Jahren wurden die Kinder mit freiem Essen in die Schule gelockt, Axel Gauvin beschreibt das in seinem Buch Kindheitshunger. In der Schule lernen die Kinder Französisch, so dass Kreol als Sprache immer weiter zurückgedrängt wird, obwohl es eine sehr schöne Sprache ist, vereinfachtes altes Französisch mit vielen Wörtern aus der Sprachen der Leute, die hierher eingewandert sind. Die Infrastruktur-Investitionen müssen riesig gewesen sein, alleine wegen der Vielzahl an Bergstrassen, Brücken, komplette Elektrizitätsversorgung selbst in entlegenen Gegenden. Und Frankreich und EU zahlen weiterhin.  La Réunion exportiert jedes Jahr Waren im Wert von 500 Mio. EUR, importiert aber Waren im Wert von 7 Mlrd EUR. Das bedeutet der Aussenhandelsdefizit beträgt jedes Jahr 1400%! Die Wirtschaft der Insel ist wegen ihrer Größe nicht wirklich konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt, wer kauft schon 500 gr Linsen für 7 EUR, die von Hand geerntet wurden, weil das Feld zu klein oder zu unzugänglich ist? Der örtliche Kaffee ist derart teuer, dass selbst die Souveniergeschäfte ihn aus dem Sortiment rausgenommen haben. Rum ist billig, doch selbst die Pariser Flughafenshops bieten lieber Rum aus Martinique an, statt aus La Réunion. Auf der anderen Seite kurven viele neue Renauts, Peugeots durch die Berge, es gibt auch einen Porsche-Laden. In einem Supermarkt findet man alle französischen Marken, es werden also Yoghurts und Klopapier 10000 km weit transportiert, um zu zeigen, hier ist Frankreich. Was jedem umweltbewussten Deutschen komplett verrückt anmutet, ist für die Réunionesen komplett selbstverständlich. Immerhin gibt es ein Lebensmittellabel "Nou la fe" für Produkte, die lokal produziert wurden. Lokale Produkte sind aber grundsätzlich teurer als Importe. Klar, dass kein Réunionese jemals nach Unabhängigkeit verlangen wird, denn am nächsten Tag wäre die Insel pleite. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/dDuQ11IQ1ZzPeq4nXN3y-Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-cZDhWgUd8xk/TnXEXSgltOI/AAAAAAAABdI/tGz8hEP65VE/s288/DSC00118.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eines der Hauptexporte der Insel und unser Mittagessen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir halten in Saint-Pierre an, bummeln durch die Stadt, entdecken einen Laden mit religiösem Krempel für alle Glaubensrichtungen. Ich kaufe mir Räucherstäbchen um das Böse auszutreiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/3W23lLwDiKtd-1LeABTaRQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-UlQaxIndBzg/TnXE26M5uHI/AAAAAAAABeo/68N9wi9Zsk4/s288/DSC00193.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht's zu einem schwarzen Strand, endlich sind wir am Ozean in dem man auch baden kann! Sonne, Palmen, Badenwannen-warmes Wasser! Schwarz ist der Sand übrigens wegen Vulkanlava, die weisse Farbe kommt von den zermalmten Korallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/xo3fcDWmRGni52L9nGaevg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-6fBNjHdy41E/TnXE2usS5GI/AAAAAAAABek/atM2EzUOz-U/s288/DSC00195.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/d1MfNTeGTt5Nt4H5F6cggA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-CpIHXAbfwD8/TnXFAfrecpI/AAAAAAAABfQ/Ta89mKFbfFs/s288/DSC00230.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die restliche Zeit bleiben wir in St.Gilles, einem sehr touristischen Ort mit weissen Stränden und Korallenriffen sobald man ins Wasser steigt. Einerseits kann man die Korallenfische und etwas wie Korallenschlangen aussieht (jetzt kann ich's ja sagen) beobachten ohne Tauchen zu müssen, andererseits muss man sehr aufpassen nicht auf Korallen zu treten oder durch die Strömung darüber geschliffen zu werden, Hautabschürfungen sind garantiert. Plötzlich sehen wir in der Ferne zwei Wale hochspringen und mit dem Schwanz schlagen. Danach romantischer Sonnenuntergang. Irgendwie sieht es zu sehr nach Bilderbuch aus, wenn es real sein soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12. Tag: Entspannung am Strand. Abends unternehmen wir einen Bootsausflug, um die Wale zu sehen, die pünktlich um 17.00 Uhr ankommen. Gerüchten zufolge sind es Pottwale, eine Mutter mit Kind, aber heute ziehen sie vor im Wasser zu bleiben, deswegen sieht man sie nicht so genau. Aber Riesenviecher sind es definitiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/a3-LjfNhJo3JkOxTiyeaLg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-D-Kxa5hqBtM/TnXE2iUY7TI/AAAAAAAABeg/a-gLoTPa9Y8/s400/DSC00201.JPG" height="400" width="369" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Riy4Sr6AWilMinnSCKsggw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-C4Vmtf12ARs/TnXE3B5qJgI/AAAAAAAABes/VSS5AX83NxE/s288/DSC00203.JPG" height="191" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13. Tag: Jean-Paul nimmt uns in den letzten Talkessel mit, der Talkessel von Mofate. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/zebdDO7whj6fowAyls6gFw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-kvH_UbVx2E4/TnXE6uoO8gI/AAAAAAAABe4/Gv-4i4aoibc/s288/DSC00215.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Keine Strasse, also zu Fuss oder per Hubschrauber in den Kessel von Mofate&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/eHR2aTgs3iLlLDiny-OoFw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-URZhHQ7Eg9M/TnXE60Q1x4I/AAAAAAAABe8/Sz8ogJ5Qad4/s288/DSC00216.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs erzählt er uns von der Geschichte der Insel. Nach der Entdeckung durch Portugiesen 1512, blieb die Insel noch rund 100 Jahre unbesiedelt, sie lag zu weit abseits der Handelsrouten. 1642 wurde die Insel wurde von Frankreich beansprucht, Ile Bourbon getauft und die ersten Siedler fingen an, sich anzusiedeln. Die ersten Siedler waren hauptsächlich Madagassen. 1667 wurde das erste offizielle Kind geboren. Die Insel wurde der Ost-Indischen Kompanie verwaltet, die Interesse daran hatte, dort Schiffe anlaufen zu lassen, die Siedler sollten die Mannschaften mit Lebensmitteln versorgen und damit die Rechnung für die Überfahrt begleichen. Doch dies war kaum der Fall, die französischen Armen, ähnlich wie Amerikaner hatten die Nase voll von europäischen Zivilisation und Gebräuchen, sie hatten alles, um sich selbst zu versorgen und duldeten weder einen Gouverneur, noch einen Pfarrer auf der Insel. Also arm, aber glücklich, wobei arm ein relatives Begriff in einem Land ist, in dem man eh nichts kaufen kann. Sich selbst nannten die Übersiedler petit blancs. Doch es gab auch fleissigere unter ihnen, die doch einen Überschuss erwirtschafteten und es den Schiffsmannschaften verkauften. Dies wurde spätestens dann nützlich, als die sogenannte Kaffeezeit anbrach und es beschlossen wurde Plantagen anzulegen. Petit blancs mit Geld konnten sich die Kaffeepflanzen kaufen, auch kamen die ersten Sklaven auf die Insel. Wobei die Vorstellung von weissen Besitzern und schwarzen Sklaven eher falsch ist. Unter den ersten Frauen auf der Insel befanden sich 12 Inderinnen, die jeweils 10-12 Kinder auf die Welt brachten. Somit war die Bevölkerung von Anfang an gemischt. Es war auch nichts ungewöhnliches, dass entweder petit blancs eine Sklavin kauften, um Familie zu gründen, oder der Grundbesitzer ein Kind mit einer Sklavin zeugte und es dann als sein rechtmäßiges Kind anerkannte. Doch auch die nicht-so-weissen Sklavenbesitzer behandelten ihre Sklaven grausam, so dass viele von ihnen in die Berge flohen, wo sie Morronen genannt wurden (nicht wegen kastanienbraunen Haut, sondern von spanischen Wort für Strauch, wo sie sich versteckten). Viele der Gipfel sind nach berühmten Morronen genannt. Es gab auch die Morronenjäger, deren Motto war keine Gefangenen zu machen, als Beweis mussten sie die rechte Hand des von ihnen getöteten Morronen abhacken. Nach einem zerstörerischen Zyklonen waren die Kaffeeplantagen zerstört und Frankreich hat beschlossen aus der Insel eine Zuckerrohrplantage zu machen. Zuckerrohr ist widerstandsfähiger, ausserdem haben Franzosen Haiti verloren, so dass ihr Bedarf an Zucker von irgendwoher anders gedeckt werden musste. Mit der Französischen Revolution wurde zwar die Sklaverei abgeschafft, doch Napoleon führt die Sklaverei wieder ein. Die ehemaligen petit blanc mit Geld werden zu sogenannten grand-blancs. Sie heiraten verarmte Adlige aus Frankreich und bekommen selbst die Titel. Nach Napoleon wird in Frankreich konstitutionelle Monarchie eingeführt und viele der grand blancs aus den Kolonien werden zu Ministern im Mutterland ernannt, denn sie haben viel Geld und sind adlig. Erst 1848 wird die Sklaverei endgültig abgeschafft, die Plantagenbesitzer bekommen großzügige Kompensationen und heuern Vertragsarbeiter aus Indien an, die Hinduismus in La Réunion einführen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist La Réunion keine französische Kolonie mehr, sondern französisches Departement 974. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein paar Worte zu den Leuten, die auf La Réunion leben. Wie man schon sieht, es gab eine totale Durchmischung an Rassen, doch ich kann nicht behaupten, dass die Leute besonders schön aussehen, in Singapur soll es ja anders sein. Die meisten haben sich den französischen Lebensgewohnheiten angepasst, doch für viele war der Umstieg von der Strohhütte in Internetzeitalter zu schnell, Rum ist billig, Sozialhilfe hoch, deswegen saufen sich einige zu Tode oder ziehen beim Kartenspiel ihrem besten Kumpel eins mit der Machete über den Schädel und wundern sich, dass er nicht weiterspielen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir halten beim Doudou an, einem Koch dessen Leidenschaft man an seiner Leibesfülle ansehen kann. Er füllt uns mit 49%-em Kokospunsch ab, erst danach kommt das deftige Carri. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/guqj1s0iQY0KhTi4O1rPNg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-h9DMKgrC39s/TnXE6PE2XzI/AAAAAAAABe0/G4EGrIgYqF0/s288/DSC00220.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind total hacke und schlafen im Bus ein. Jean-Paul schleift uns noch zu einem Herrenhaus, um zu zeigen, wie die Sklaven gelebt haben und zum Friedhof, wo Hindus und Christen nebeneinander beerdigt sind, was recht interessante Konstellationen an Kreuzen und Hinduzeichen auf den Gräben ergibt. Wieder an Strand und wieder hüpfen die Wale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/1DwTFFYD4mBnZDGjPfBTVw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-6--1c6eLdkY/TnXE8g7vklI/AAAAAAAABfA/i3559WmO4hs/s288/DSC00223.JPG" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/8N9pRU-ScH0GSb8liB3KXA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-PgAuco_lIos/TnXE-tZPDwI/AAAAAAAABfI/wXqIHVW75WA/s288/DSC00224.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/wpcG5xrT2EnO8KM7oKKRFQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh3.googleusercontent.com/-MwhKPpFuLc8/TnXE_kBLvSI/AAAAAAAABfM/Sj88WBwlXD0/s288/DSC00227.JPG" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14.Tag: Tag der Abreise. Noch zum letzten Mal die Sonne tanken und rein ins Flugzeug. Diesmal kommt der Flug einem viel kürzer vor, es ist nacht, also versucht man zu schlafen, oder &lt;a href=http://youtu.be/K3P2o5gryfs&gt;Lykke Li&lt;/a&gt; zu hören. In München pünktlich angekommen, bleibe ich eine Station vor Feldkirchen hängen, weil die S-Bahn nicht weiterfährt. Sigh!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und zu guter letzt noch zwei Hymnen dieser zauberhaften Insel, die wir ständig gesungen haben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/vL41Sv_eJao" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/JQeoAFkUUGQ" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-8117929766948578643?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/8117929766948578643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=8117929766948578643' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/8117929766948578643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/8117929766948578643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2011/09/tropen-fur-die-anfanger-oder-frankreich.html' title='Tropen für die Anfänger oder Frankreich für Fortgeschrittene'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh4.googleusercontent.com/-MQtJbOODfeY/TnXDtwKz19I/AAAAAAAABbA/HjfhHlH-x78/s72-c/DSC00001.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-8109311829681110203</id><published>2011-08-13T15:01:00.000-07:00</published><updated>2011-08-14T11:28:32.114-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polen'/><title type='text'>Eine Reise nach Polen</title><content type='html'>Am Wochenende war ich in Warschau auf eine Hochzeit eingeladen. Mein Freund Arek hat geheiratet und freute sich sehr mich zu sehen. Ich habe mich auch gefreut, sowohl über die Einladung, aber auch über das was ich in Polen gesehen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Polen hat einen langen Weg hinter sich, nachdem der Eiserne Vorhang zerbröselte und Westeuropa das Land und die Leute kennenlernen durfte. Zuerst war Polen berühmt-berüchtigt für Autoklaus, es war richtig gefährlich durch Polen zu fahren, Polenwitze wie über die beliebtesten Vornamen (wer es schon vergessen hat "Klaus und Dietrich") machten die Runde, ausserdem gab es viele Missverständnisse bezüglich Geschichtsinterpretation und der Ausrichtung der polnischen Politik zur US, denen die Polen eher trauten, als der Europäischen Union. In Westeuropa längst vergessene geschichtliche Ereignisse wie die polnischen Teilungen waren fest im polnischen Gedächtnis verankert und bei deutsch-polnischen Diskussionen, wie bei mir auf der Uni, ernteten die polnischen Studenten komplettes Unverständnis, als sie diese Fehden zur Sprache brachten. Auch politisch brachte Polen viel Unruhe in die europäische Politik, als sie als eine der wenigen Ländern der US-Koalition der Willigen betraten und laut Jacques Chirac die exzellente Gelegenheit verpassten "Mal den Mund zu halten". Auch bereiteten die EU-skeptischen Kaczynski-Brüder viel Kopfschmerzen, als die Verhandlungen zu der Europäischen Verfassung geführt wurden. Jetzt führt Polen den EU-Vorsitz und im Gegesatz zu Ungarn ist der Wechsel reibungslos gelungen und die gesetzten Ziele wie "offenen und neutralen Charakter des Internets zu bewahren und die Netzneutralität als politische Zielsetzung zu berücksichtigen". Das kann man nur begrüßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Jahre sind vergangen und das Bild hat sich komplett gewandelt. Polen ist ein Vorbild geworden, was die Wirtschaftsentwicklung angeht. Es war das einzige Land der EU, das im Krisenjahr 2008 Wirtschaftswachsum vorweisen konnte. Der Verzicht auf Euro hat sich als goldrichtig erwiesen, nur ausgewiesene Masochisten würden jetzt der Eurozonen beitreten wollen. In Supermärkten sind Regale voll mit heimischen Produkten, die allgemeinen Preise sind recht niedrig. Der Immobilienboom fand zwar statt, aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie in Baltikum. Eine normale Familie mit zwei Verdienern kann sich eine schicke Neubauwohnung in Warschau leisten. Die Gehälter sind zwar immer noch niedrig, aber hoch genug, dass viele der jungen Polen, die nach England emigrierten, jetzt zurückkommen, denn wie es mir erklärt wurde, in England sind sie nur Arbeitssklaven, während in Polen sie durchaus ihr eigener Chef sein können. Die Gehälter unterscheiden sich nur unwesentlich, was auch das Ausbleiben der polnischen Arbeitswelle nach der Aufhebung der Arbeitsbeschränkungen in Deutschland erklären würde. Und was die Witze angeht, so wird eher über den faulen deutschen Meister mit unfähigem Lehrling gelacht, während die polnischen Bauarbeiter sehr gut wegkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch neben den wirtschaftlichen Erfolgen, waren mir die Leute, die ich traf, sehr sympatisch. Zwei Fremdsprachen sind in polnischen Schulen Pflicht, deswegen sprechen die meisten neben sehr gutem Englisch auch noch Deutsch oder Französisch, selbst Russisch ist wieder beliebt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/JZQcBgnfHqv3F3LVf5Dr2a-oORwzfXxptYxWEVpD6Ec?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-M-pIxIh2C38/Tj8NgnEfx4I/AAAAAAAABZU/YnkSY2scRAo/s288/IMG_20110807_135023.jpg" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Leute identifizieren sich nach wie vor mir der Kirche, die Gottesdienste sind voll und eine junge Polin erklärte mir, dass sie an dem jetzigen Papst den Klarheit seiner Gedanken schätzt, nachdem sie seine Bücher gelesen hat. Mir ist in Deutschland noch niemand begegnet, der Bücher des deutschen Papstes gelesen hat.  Doch natürlich ist Johannes Paul der II, der beliebsteste Pole, der noch lange in Herzen der Menschen bleiben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/UCX20UXBaUMMKqKY8M2TFq-oORwzfXxptYxWEVpD6Ec?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh6.googleusercontent.com/-UHCaliysiHY/Tj8Nxdzl2YI/AAAAAAAABZg/XY_llYr_QP0/s288/IMG_20110807_131217.jpg" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/AHcfGxLJd5S1EbTR4iDvUK-oORwzfXxptYxWEVpD6Ec?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh5.googleusercontent.com/-eRpr8FFg72I/Tj8Nr6nGErI/AAAAAAAABZc/04O8n7MAVk0/s288/IMG_20110807_131227.jpg" height="216" width="288" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Polen erinnern sich nach wie vor an die dunklen Kapitel ihrer Geschichte. In der Kirche, in der die Trauung stattgefunden hat, sah man einen Birkenkreuz mit einem Stahlhelm mit einer weiß-roten Binde, die Erinnerung an den Warschauer Aufstand 1944 (nicht zu verwechseln mit dem Aufstand in Warschauer Ghetto 1943). Auch in der Warschauer Innenstadt sind Stände aufgebaut, wo Leute in Militäruniformen dieser Zeit die Waffen vorführen, mit denen die Aufständischen gekämpft haben. Ansonsten ist die Warschauer Altstadt voll mit Leuten, wobei die zentralen Plätze schon sehr zugestellt sind. Doch einen längeren Ausflug ist Warschau definitv wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/uo09lLuxrvcb5pg_1rbIOq-oORwzfXxptYxWEVpD6Ec?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="https://lh4.googleusercontent.com/-EZZQnaVEaq0/Tj8N2-9tv7I/AAAAAAAABZk/mBJW7FAH0Yw/s288/IMG_20110807_123033.jpg" height="288" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-8109311829681110203?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/8109311829681110203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=8109311829681110203' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/8109311829681110203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/8109311829681110203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2011/08/eine-reise-nach-polen.html' title='Eine Reise nach Polen'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-M-pIxIh2C38/Tj8NgnEfx4I/AAAAAAAABZU/YnkSY2scRAo/s72-c/IMG_20110807_135023.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-4174707029699828501</id><published>2011-06-26T08:18:00.000-07:00</published><updated>2011-06-26T15:07:33.815-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frankreich'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radfahren'/><title type='text'>650 km Südfrankreich mit dem Fahrrad</title><content type='html'>Anfang des Jahres klingelt bei mir das Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist Gunter und will von mir wissen, ob ich nicht mit ihm wiedermal Urlaub verbringen möchte. Gunter kenne ich schon seit gut 15 Jahren noch aus Pforzheim und wir haben zusammen schon InterRail durch Schweden und Norwegen gemacht, mit dem Fahrrad Irlands Nordwestküste umrundet und das Baltikum erkundet. Damals gab es noch keine Blogs und Fotohandies, deswegen sind Berichte über diese Reisen nie geschrieben worden und die Papierabzüge von den Bildern verstauben beim Gunter in seinen zahlreichen Photoalben, denn er ist hobbymäßig Photograph, schleppt immer einen Weitwinkel- und einen Teleobjektiv mit sich rum und kann sich von seiner geliebten Analog-Praktika nicht trennen. Nach kurzem Überlegen stimme ich zu, dass man evtl. zusammen was machen könnte. In unseren Überlegungen tauchen solche Ziele wie Armenien oder Kirgisien auf. Ein paar Telefonate später sind wir in Realität zurück angekommen und einigen uns auf eine Fahrradtour durch Provence.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leser diesen Blogs werden mich ja kennen, deswegen noch eine kurze Beschreibung was Gunter aus sich darstellt. Er ist fast einen Kopf größer als ich, hat aber keinen Gramm Fett am Körper, ist ca. 20 kg leichter, dabei isst er mindestens das doppelte von meiner Ration. Im Urlaub ernährt hat er sich hauptsächlich von Fritten, Pizza Margarita und süßem Trockengebäck, Hauptsache es ist das billigste auf der Speisekarte. Während mein T-Shirt spätestens nach einer halben Stunde Fahrt immer zum Auswringen war, habe ich ihn kein einziges Mal schwitzen sehen, seine zwei T-Shirts (eins davon war das Deutschland-WM-T-Shirt von 1990 (O-Ton: Das ist eine westdeutsche Qualität) mussten seltener gewaschen werden als meine vier. Die Ausdauer hatten wir ungefähr die gleiche, auf die Idee die Fahrräder zu schieben, kamen wir immer gleichzeitig. Also biologisch gesehen komplett unterschiedliche Spezies, wären wir keine Homo Sapiens, hätte man uns ganz andere lateinische komplizierte Namen gegeben. Charakterlich gesehen, wer Ren &amp; Stimpy kennt, wird sofort wissen was ich meine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/Ren-and-Stimpy-ren-and-stimpy-121953_1024_768/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/Ren-and-Stimpy-ren-and-stimpy-121953_1024_768/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Gunter kontaktfreudiger Choleriker ist, bin ich eher der kontaktscheue Phlegmatiker, der lieber zweimal auf die Karte schaut, als drei Leute auf gebrochenem französisch nach dem Weg zu fragen. Als geborener Schwabe ist es für Gunter undenkbar in einer Kirche in die Spendenbox Geld reinzuwerfen, oder einen Strassenmusiker mit paar Münzen zu belohnen oder angemessenes Trinkgeld zu geben, dabei betont er seine Spiritualität und Beschäftigung mit Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Wochen vor der Fahrt fällt mir auf, dass ich immer noch kein Fahrrad habe, das solche Tour bewältigen könnte. Also gehe ich in Pforzheim in das erstbeste Geschäft und kaufe mir das erstbeste Fahrrad, das der Aufgabe gewachsen scheint. Ausserdem werden noch Helm, Sonnenbrille und Müsliriegel besorgt. Die Fahrt kann losgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag nach der Arbeit fahre ich nach Pforzheim und packe zum ersten Mal mein Zeug in die Fahrradtaschen, es passt erstaunlicherweise alles rein.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;1. Tag Pforzheim - Karlsruhe - Offenburg - Basel Bad Bf - Basel SBB - Brig - Domodossola - Milan - Turin - Tende St. Dalmas&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufstehen um 3.15, Werner bringt uns freundlicherweise mit dem Auto, die Fahrräder auf dem Dach nach Karlsruhe. Erst jetzt fällt mir die lange Liste der Zugverbindungen in Gunters Hand auf. Ich muss erstmal schlucken, als ich erfahre, dass wir acht Mal umsteigen müssen. Anders bekommt man die Fahrräder nicht an die französische Küste. Die Tickets haben wir nur bis Brig, danach müssen wir die Tickets für die Weiterfahrt kaufen. Wir kommen in der Schweiz an und stellen fest, dass mitnichten der Euro stark ist und der US-Dollar schwach, nein, beide sind schwach, aber dafür ist der Schweizer Franken eine richtig teuere Währung geworden. Ausserdem erfahren wir, dass von Brig nach Domodossola keine Züge fahren, weil in dem Simplon-Tunnel einen Brand gab und uns keiner genau sagen kann, wie es dort weiter geht, es soll da Busse geben. Wir fahren nach Brigs und müssen uns an die Angestellten der Schweizer Bahn wenden, weil der Schienenersatzverkehrfahrer sich strikt weigert unsere Fahrräder mitzunehmen. Nach gutem Zureden stellt er die Fahrräder doch in seinen Bus und wir fahren eine beeindruckende Strecke über den Simplon-Pass. In Domodossola steigen wir in den Zug nach Milan, in dem sich ein Italiener über Gunters Deutschland-Trickot lustig macht und ihn nur mit Stutgardo anspricht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00078/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00078/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Totenschädel-Hose und T-Shirt halten ihn etwas auf Distanz. Bald nach Turin fangen dann die Alpen wieder an, der Zug kriecht die Pässe hoch und runter. In einem gottverlassenen Örtchen St.Dalmas steigen wir dann aus, denn dort ist die gebuchte JuHe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00085/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00085/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die finden wir recht schnell und werden erstmal vom Gebell von Husky-Hunden empfangen, mit denen man auch Touren machen kann. Wir machen unseren ersten Versuche mit dem Herbergsvater auf französisch zu parlieren und stellen beide fest, dass es mit den Kenntnissen nicht so weit her ist. Ich habe einen etwas größeren Sprachwortschatz, traue mich nicht den anzuwenden und verwechsle auch noch "heute" und "morgen". Gunter ist da unbelasteter und erzählt irgendwas. Müde fallen wir ins Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Tag Tende St. Dalmas - Nizza - Biot - Sophia Antipolis - Vallauris&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Tickets gelten nach Ventimiglia, die Stadt an der italienischen Seite, wir wollen aber nach Nizza. Also steigen wir in den Zug nach Nizza und der Schaffner drückt kräftig beide Augen zu, so dass wir nicht nachzahlen müssen. In Nizza angekommen und gleich an den Strand gefahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00088/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00088/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sofort wird klar, warum die Gegend hier Cote d'Azure heisst, das Wasser hat eine ganz hellblaue Farbe und lockt reinzuspringen. Doch wir müssen weiter und fahren auf einem sehr gut ausgebautem Fahrradweg die Küste entlang Richtung Westen. Unser Ziel ist Sophia Antipolis, eine Gegend von der ich schon lange gelesen habe und sehr gespannt war was es denn genau ist. In den 80-ern kamen wohl ein paar schlaue Arbeitsforscher auf die Idee, dass wenn man seine Mitarbeiter gut behandelt und ihnen optimale Arbeitsbedingungen zur Verfügung stellt, dann wird die Produktivität sich steigern. Also wurden zu den optimalen Arbeitsbedingungen nicht nur das Gehalt, sondern auch die Nähe zum Meer und Erholungsmöglichkeiten gezählt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00090/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00090/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also wurde ein riesiger Industriepark (wobei man sich eigentlich gar nicht traut, das Ganze ein Industriepark zu nennen, es sieht einfach so anders aus) an der Cote d'Azure angelegt und den Firmen angeboten ihren Sitz dorthin zu verlegen. Als die US-Firma Dow Chemicals von Paris hierher zog, steigerte sich die Produktivität der Mitarbeiter angeblich um 30%. Meine Firma ist zwar auch dort, habe sie aber nicht gefunden. Dafür trafen wir Remi, einen Kunden von mir, der mir noch ein Bier für viele, viele Überstunden schuldet, wir sitzen in Biot, einem kleinen Dorf, das für seine Töpferkunst bekannt ist und er erzählt, wie er mit seinen fünf gefeuerten Kollegen eine eigene Firma aufgemacht hat. Lobt dabei das amerikanische System die Fleissigen zu belohnen, und nicht wie in Frankreich, diejenigen, die an der besseren Hochschule gelernt haben. Wir reden über dies und das und fahren dann in Formula 1 Hotel in Vallauris. Das ist eine Hotelkette in Frankreich, sehr günstig, dafür mit Klo und Dusche auf dem Gang, ausserdem befinden sich die Hotels an Autobahnausfahrten, wohin man mit dem Fahrrad schlecht hinkommt und wo nichts los ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Tag Vallauris - Cannes - Port du Poussai - St-Raphael - St. Aygulf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren eine steile Abfahrt runter Richtung Cannes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00095/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00095/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Cannes ist ziemlich viel Autoverkehr, also schauen wir, dass wir da rauskommen. Wir fahren die Küstenstrasse entlang zusammen mit den Autos hoch und runter. Zum Glück sind gerade Pfingsten, der Berufsverkehr fehlt, sonst wäre es ungemütlich (siehe Tag 12). Mittagessen tun wir auf einem Felsen, der steil ins Meer abfällt, nichts für die Leute mit Höhenangst, aber das ist das einzige schattige Plätzchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00101/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00101/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach stellen wir die Räder ab und wandern zum Ile d'Or, also der Goldinsel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00098/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00098/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs sehen wir auch die riesige (wahrscheinlich) Abramovitsch-Yacht in einer Bucht, die russische Yellow-Press hat Recht, das Ding zieht alle Aufmerksamkeit auf sich, von der Schönheit der Bucht weg. In St-Raphael sehen wir zwei polnische Landstreicher, die sich tierisch freuen, als zwei französische Landstreicher ihnen Sekt bringen und denken wohl, sie wären im Paradies gelandet. In St.Aygulf werden wir von meiner fast-Verwandschaft erwartet, wie in Franken üblich wird viel gegessen und getrunken, der Ausdruck "Leben wie Gott in Frankreich" fängt an Farbe, Form und vor allem Geschmack anzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Tag St. Aygulf - St-Raphael - St. Tropez - La Croix-Valmere - Cap Landier&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit etwas schweren Kopf vom gestrigen Weinbesäufnis wache ich auf und wir beschliessen nach St.Tropez mit dem Boot zu fahren, damit man die Küste vom Wasser aus sehen kann und auch möchte ich den berühmten Yachthafen von St.Tropez sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00105/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00105/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch vom Wasser aus sieht man den Hafen gar nicht, man muss schon in St.Tropez sich hinbemühen, um dann die geilen Yachten sich anzuschauen (ja, ich gebe zu ich stehe auf teure Dinge, auch wenn ich weiss, dass ich sie mir nicht leisten werden können). Laut dem Reiseführer kann man zuschauen wie Claudia Schiffer mit den alten Männern Boule spielt, also erstens, wenn schon Supermodel dann bitte die Latetia Casta, sie passt hier besser rein und zweitens, wie geht nochmal der Smiley mit dem runtergezogen Augenglied nach dem Motto wer's glaubt wird selig? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00120/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00120/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es stimmt schon, selbst die Anziehpuppen in den Modeläden haben gefühlt längere Beine als sonst, doch die einzige Frau, mit der sich die ansässigen Künstler beschäftigen, ist und bleibt Birgid Bardot, ihr Porträt gibt es in allen Formen und Farben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00114/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00114/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00118/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00118/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir radeln weiter nach La Croix-Valmere und machen dort eine Wanderung zum Cap Landier mit einer schönen vorgelagerten Insel, die zum Vogelschutzgebiet erklärt wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00129/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00129/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme endlich mal ins Wasser. Abends essen wir Pommes und Muscheln (Muscheln nur ich), daneben werden blutjunge Französinnen (die es schon faustdick hinter den Ohren haben) zum ersten Mal tätowiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Tag La Croix-Valmere - Hyères&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht weiter nach Süd-Westen, also nach Hyères. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00134/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00134/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00136/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00136/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt eine wunderbare Fahrradstrasse, die früher eine Eisenbahntrasse war, die Gleise sind weg, alles ist asphaltiert, aber die Tunnel sind noch da, also fährt man durch Fahrradtunnel, wenn das kein Luxus ist. Hyères liegt nicht an der Küste, unser Hotel schon, also stampfen wir zu Fuss in die Stadt zum Internet-Cafe und finden mit Hilfe von französischen, deutschen und italienischen Webseiten die Zugverbindung nach Hause, die Frau am Schalter im Bahnhof hat zuvor verzweifelt aufgegeben. Auf dem Weg zurück essen wir mit die besten Pizzen unseren Lebens mit Kartoffel und Speck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00160/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00160/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hyères hat auch einen Flughafen, größtenteils militärisch, also kreisen über uns öfters Hubschrauber und Jagdbomber. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00162/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00162/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Hyères ein Badeort ist, sieht man schon daran, dass in der örtlichen Kapelle Jesus scheinbar einen BH trägt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00165/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00165/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich hinter unserem Hotel ist die Pferderennbahn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Tag Hyères - Toulon - Hyères&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Tag ohne Fahrrad. Wir fahren nach Toulon, dem zweitgrößten Militärhafen Frankreichs. Unterwegs fahren wir an dem Ort Paradis vorbei mit der Ausfahrt Paradis-Nord. In Toulon buchen wir eine Hafenrundfahrt in dem größten Naturhafen Europas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00143/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00143/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00148/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00148/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00153/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00153/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der französische Flugzeugträger General de Gaule ist auf der Jagd nach Gaddafi, deswegen ist die Rundfahrt nicht so spektakulär. Fahren nach Hause und baden noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Tag Hyères - Brignoles&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen die Cote d'Azure und fahren nach Norden. Hier wird es Zeit mit ein paar Missverständnissen aufzuräumen. Die Gegend in der wir uns die ganze Zeit befinden, ist gar nicht Provence, sondern Languedoc-Roussillon, davon dürften nur ganz wenige Deutsche gehört, geschweige denn korrekt ausgesprochen haben. Provence ist links der Rhone. Es gibt hier auch keine Lavendelfelder, nur ganz viele Weinanbaugebiete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00180/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00180/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr wollt Lavendelfield, &lt;br /&gt;ihr kriegt Lavendelfield,&lt;br /&gt;Lavendelfield,&lt;br /&gt;Das Field das ihr liebt.&lt;br /&gt;(Das erste und das letzte, das wir gesehen haben)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da es hier sehr viel Sonnenschein gibt und auch, was für Süden eher untypisch ist, ganz viel Wasser, gedeiht hier die Natur ganz besonders. Das ist ein Oleanderstrauss in Südfrankreich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00173/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00173/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist Oleander bei mir auf dem Balkon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00074/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00074/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bevölkerungsstruktur an der Cote ist auch anders, als in Paris, zum Beispiel gibt es ganz wenig Schwarzafrikaner. Dafür gibt es wie in Paris viele Deutsche, an der Cote eher der Exemplar mit Porsche Cayenne und alternder Blondine, die sofort Panik bekommt, sobald man sich dem Auto nähert, um nach dem Weg zu fragen, im Landesinneren überwiegen dann die deutschen Familienkutschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein paar Worte zu der Sprache. Ohne Französisch-Kenntnisse geht es nicht. Man muss zumindest imstande sein, ein Hotel telefonisch reservieren zu können. Selbst die Engel vom Office de Tourisme sprechen öfters mangelhaftes oder gar kein Englisch, obwohl sie sich Mühe geben. Also Französisch ist bei so einer Art Tour ein Muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Brignoles sind schon einige Viertel arabisch geprägt, überall kann man halal-Fleisch kaufen und es gibt auch viel mehr Prollschleudern, die auch entsprechend gefahren werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00189/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00189/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00188/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00188/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00187/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00187/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch gibt es in Brignoles einen sehr schönen typisch süd-französischen Friedhof mit Blumenkränzen aus Gips, die man kaum kaufen kann (siehe Tag 14) und Granittäfelchen, wer den Verstorbenen alles gedenkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. Tag Brignoles - Le Val - Barjols - Sillans-la-Cascade - Contignac  - Brignoles&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute haben wir beschlossen Gepäck im Hotel zu lassen und eine kleine Tour de Laguedoc-Roussillon zu machen, um sich ein paar südfranzösische Städtchen anzuschauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00177/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00177/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle sind sehr putzig, überall bildet ein Brunnen die Ortsmitte, wobei ein Brunnen auch in einen Baum eingebaut werden kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00175/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00175/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keine Bistros, es gibt Bars, die zu jeder Tageszeit gut besucht sind. Sehr schön sind auch die Kirchen, die ohne künstliches Licht auskommen, die einzige Beleuchtung ist das Tageslicht, das durch die bemalten Fenster durchscheint und dadurch die Schönheit dieser Fenster sehr betont. Übrigens scheinen die Franzosen es nicht so eilig zu haben, den Benedikt XVI als den neuen Papst zu akzeptieren, Portraits von Jean Paul II hängen noch überall herum. Wir radeln zu der Sillans-la-Cascade, einem Wasserfall im Gebirge, der mich an die ZDF-Serie Trauminsel und Gunter an Karl-May-Filme erinnert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00181/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00181/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00184/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00184/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein Schloss auf dem Weg fotografiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00194/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00194/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. Tag Brignoles - Abbey de Thoronet - Montferrat - Comps-sur-Artuby - Trigance - Saint-Maime&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fast-Verwandschaft hat uns das Kloster Thoronet schmackhaft gemacht. Angeblich ist da ein Schwesternorden, bei dem die Schwestern nur sonntags zusammenkommen und engelsgleich singen. Also haben wir versucht Sonntag morgen da anzukommen. Wir fanden internationale Busladungen von  Rentnern vor, ein verlassenes Kloster und keine Spur von den engelsstimmigen Schwestern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00197/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00197/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Gottesdienst gab es dennoch, drei Männer sangen, wobei die Akustik so gut war, dass man den Eindruck hatte, dass noch eine Orgel mitspielt, so haben die Stimmen gehallt. Wobei leider hat sich das Gottesdienst so nach der Akustik ausgerichtet, dass es eher ein Konzert mit ein bisschen Predigt drumherum war, die der katholischen Liturgie kundigen Besucher waren etwas enttäuscht, als sie nichtmal das Vaterunser beten durften, um den Eindruck nicht zu zerstören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir schnappen unsere Fahrräder und fahren weiter Richtung Norden. Die Gegend wird immer gebirgiger, wir ignorieren elegant die "Strasse gesperrt" Schilder, denn wo ein Auto nicht durchkommt, kann man mit einem Fahrrad doch spielend vorbeifahren. Dachten wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00199/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00199/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim umgefallenen Baum hatten wir Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00201/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00201/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der fehlenden Strassenhälfte war es schon kritischer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00203/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00203/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Strasse komplett verschwunden war, hatten wir ein Problem. Umkehren würde bedeuten mehrere Stunden Aufstiegs zu verlieren, also mussten wir durch. Gepäckstaschen abgeklemmt, ein Fahrrad zu zweit genommen und ganz vorsichtig auf die andere Seite getragen. Als alles glimpflich vorbei war, sprach Gunter ein Dankgebet und diesmal war ich in Gedanken voll bei ihm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brignoles liegt auf 200 Höhenmetern, Comps-sur-Artuby auf über 1000, dazwischen liegt Montferrat. Als wir dort ankamen, war das nötigste Getränk eine 1 1/2 Liter Flasche Coca-Cola, denn es ist Wasser, Wasser, Wasser, Zucker, Zucker Zucker, also genau das was wir brauchen. Von Comps radeln wir am Ende unserer Kräfte zum Dörfchen Trigance, nur um zu erfahren, dass die Herberge noch 7km weiter und 200m höher liegt. Erst nach Zusammenfressen von einer Tafel Schokolade erkläre ich mich bereit hinzuradeln, wobei wir mehrere Kilometer zum ersten Mal schieben. In der Dunkelheit und total am Ende unserer Kräfte nach insgesamt knapp 100km kommen wir in der Herberge an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00205/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00205/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür ist der Himmel nachts absolut phantastisch, mit einem Sternenreichtum, den man sonst selten sieht. Ein paar Kilometer weiter weg erhellt sich die Gegend, danach hört man einen Wumms, das ist die französische Armee, die auf einem riesigen Gelände Tag und Nacht trainiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. Tag Saint-Maime - Verdonschlucht - Saint Maime&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die Gelenkschmerzen weggesalbt wurden, machen wir eine Wanderung zur Verdonschlucht, eher einem Canyon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00210/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00210/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00208/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00208/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Adler kreisen im Canyon, es ist schwindelerregend tief, wobei keine Absperrung vor der Absturzgefahr warnt. Da sind die Franzosen eher locker. Überhaupt was die Strassenschildern angeht, sie sind eher als Ratschlag zu verstehen, Fahrradklingeln werden grundsätzlich ignoriert. In Italien (siehe Tag 15) ist es noch schlimmer, da sind die Verkehrsschildern nur ein schmuckes Beiwerk auf der Strasse ohne eine weitere Bedeutung. Noch ein Wort zum Verkehr, in Landesmitte gibt es keine Fahrradstrassen mehr, aber der Verkehr ist selbst an Werktagen so selten, dass es kein Problem ist auf der Strasse zu fahren. Mit einer guten Karte kann man noch dünner eingezeichnete Strassen fahren, sie sind alle asphaltiert, aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Höhenunterschied größer ist, als bei grossen, fett eingezeichneten Landesstrassen, ist auch entsprechend hoch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten herrscht da absolute Idylle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00215/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00215/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00217/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00217/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11. Tag  Saint Maime - 1238m Pass - Grasse - Mouans-Sartoux&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren noch ein Stück höher und an dieser Stelle möchte ich eine Bitte an die Fahrradkonstrukteure loswerden. Warum muss bei der vorderen Schaltung der Hebel nach vorne gedrückt werden, damit das Fahren leichter wird, und bei der hinteren Schaltung muss der Hebel zu sich gezogen werden? Wenn man an einem Berg erstmal hin- und herschaltet, passiert es sehr häufig, dass man beim Schalten hinten auch den Hebel nach vorne drückt, der geht auch viel leichter und dann ist man aber im höheren Gang. Wäre es möglich eine Schaltung zu erfinden, bei der das Schalten vorne und hinten konsistent wäre?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe meine erste Panne. Eine Art Heftklammer steckt bei mir im Reifen. Was sie wohl auf einer Landstrasse sucht? Aber kein Problem, schnell geflickt und weiter geht's mit 50km/h und heissen Reifen von 1238m auf 300m, wo Grasse liegt. In Grasse finden wir kein Hotelzimmer, also fahren wir nach Mouans-Sartoux, 10km weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00219/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00219/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grasse ist eine sehr ungewöhnliche Stadt, sie liegt komplett am Abhang, d.h. die Strassen sind sehr steil und eng, die Häuser sind sehr hoch und lassen kaum Licht auf die Strasse. Für Fahrradfahrer ist die Stadt tödlich, kaum Weiterkommen wegen Verkehr und beim Verfahren verliert man gleich mal 20-30 Höhenmeter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00222/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00222/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist 21. Juni, die Sonnenwendfeier, oder Fete de la Musique in Frankreich, in jedem Dorf und jeder Stadt treten Bands, Chöre, Orchester, alles was Musik macht, auf. Wir fahren mit dem Bus nach Grasse und hören einigen Gospelchören zu (schrecklich wie man etwas singen kann, ohne die Sprache zu sprechen). Unterwegs begegnet uns recht chaotische Blaskapelle, die solange vor jedem Geschäft rumtrötet, bis der Besitzer entnervt ihnen etwas zu essen und zu trinken gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollen mit dem Zug zurück, doch müssen nach einiger Zeit feststelen, dass überhaupt nichts mehr fährt (siehe Tag 12). Während ich versuche ein Taxi zu erreichen und in teueren Warteschleifen hänge, spricht Gunter wildfremde Menschen an, ob sie uns nach Mouans-Sartoux fahren würden. Einer erklärt sich tatsächlich dazu bereit. In Sartoux ist noch hali-gali, es hat die Stimmung von einem Dorffest und da unser Hotel inmitten der Festivitäten steht, ist es noch lange nicht ruhig zum Einschlafen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12. Tag Mouans-Sartoux - Grasse - Sophia Antipolis - IchkannNichtMehr - Antibes - Juan les Pins - Vallauris - IchKannNurNochSchieben - EndlichAngekommen - Nizza - Vallauris&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grasse ist die französische Zentrale für Parfum. Hier werden die Erträge der Lavendelfelder verarbeitet, hier sind die größten und bekanntesten Parfümerien Frankreichs. Eine solche Parfümerie heisst Fragonet und wir machen eine Werksführung. Eine sehr adrette Erscheinung namens Julietta, die in Hamburg aufgewachsen ist und deswegen perfekt deutsch spricht (die erste Französin auf unserer Reise), erklärt uns die Geheimnisse der kalten und warmen Essenzextraktion aus den verschiedenen Blumen. Die Essenzen werden dann nach einem Rezept zusammengemischt. Es gibt weltweit ca. 50 sogenannten Nasen, die bis zu 3500 verschiedene Gerüche unterscheiden können und als freie Mitarbeiter von Parfümerie zu Parfümerie ziehen, um ihre Dienste dort anzubieten, wenn wiedermal ein Sternchen wie Christina Aguilera entscheidet, dass sie ein eigenes Parfüm auf den Markt rausbringen muss. Das teuere bei den Parfüms ist neben der Herstellung die Vermarktung, die Verpackung, der Transport, das alles entfällt in dem Firmenladen von Fragonet, also decken wir uns mit allem möglichen Zeug ein, mir hat besonders Mimosenduft angetan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder in Sartoux angekommen, packen wir die Fahrräder und fahren nach Vallauris. Erstmal sind wir wieder in Sophia und verpeilen komplett den Weg. Als Folge davon fahren wir ein Riesenumweg über Antibes im totalen Berufsverkehr, bei 30 Grad Hitze, so dass als wir endlich verstehen, wo wir hinmüssen, wir nur noch fertig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber &lt;s&gt;das Weib&lt;/s&gt; die liebe Freundin will noch ein außergewöhnliches Mitbringsel, das es nur in Nizza gibt, deswegen versuche ich aus einem Autobahnausfahrthotel nach Nizza zu kommen. Dazu ein paar Worte zu dem französischen ÖPNV. Zuerst das Gute: die Busse sind modern und die Fahrten sehr billig (1 Euro/Fahrt). Dafür fahren manche Busse 1x die Stunde, um 20 Uhr geht der letzte und es ist überhaupt nicht klar, wo sie hinfahren, wo sie halten und wie der Streckenverlauf überhaupt ist. Für Aussenstehende ist das nicht nachzuvollziehen. Also habe ich natürlich den letzten Bus verpasst und was Taxis angeht, scheinen sie ihre Gebührenzähler freischwebend aufgehängt zu haben, denn 15 EUR für 5 min Fahrt ist mehr als nur frech.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13. Tag Vallauris - Nizza - Monaco - Menton&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst ein paar Ansichten von Nizza&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00223/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00223/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hotelanlage in der Nähe von Nizza&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00224/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00224/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welcome to Miami&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00227/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00227/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den Dächern von Nizza&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir radeln die letzte grosse Etappe über Nizza nach Monaco und Menton. Monaco ist absolut pervers zugebaut, es gibt viele Rolltreppen, Statuen und Gärten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00238/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00238/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00243/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00243/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grace Kelly, die Frau von Fürst Rainer III&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00235/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00235/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer ist hier der fette Bär?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überall wehen die Flaggen zur Vermählung von Fürst Albert I, mit wie-hiess-sie-nochmal? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00232/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00232/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das interessanteste ist natürlich Monte-Carlo und Casino, der Platz, um sich zu präsentieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00241/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00241/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00242/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00242/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Ferrari steht wohl nur zu Promo-Zwecken da, es kann nicht sein, dass der Motor derart sauber bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 2-Minuten Takt fahren Autos vorbei, die ich selbst in München einmal im halben Jahr sehe. Ferraris, Porsche, fette BMWs und Mercedessen Cabrios kommen aus jeder Ecke (ja, ich habe ein Ferrari mit meinem Fahrrad ausgebremst und ich schäme mich dafür). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00236/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00236/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überall hört man russisch, überall hängen an die reichen Russen gerichtete Plakate sich doch die teuersten Immobilien zu kaufen (wobei Plakat selbst auf französisch ist). Mit einem Wort, man fühlt sich dort recht schnell, recht fehl am Platze. Also radeln wir weiter nach Menton. Eine richtig steile Auffahrt später sind wir in der JuHe und richten uns im Chalet ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00257/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00257/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends treffen wir einen Engländer und seine Freundin, der sich in den Kopf gesetzt hat, die Welt mit dem Fahrrad zu &lt;a href=http://www.crazyguyonabike.com/doc/chrisgardner&gt;umrunden&lt;/a&gt;, solange ihm das Geld nicht ausgeht, also in ca. 2 Jahren. Von Schottland nach Menton ist er schon gekommen. Für mein Geschmack hat er viel zu wenig Plan von dem was er vorhat, andererseits ist er ein Engländer und sie sind für Abenteuer dieser Art sich immer nicht zu schade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14. Tag Menton&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag zum Ausspannen, die letzten Einkäufe erledigen (Chauteneuf du Pape, Gipsblumen fürs Grab, Proviant für die Rückreise), baden, in botanischen Garten gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00247/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00247/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menton ist die einzige französische Stadt an der Cote, wo Orangen und Zitronen frei wachsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00253/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00253/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick in die Innenstadt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00248/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00248/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt auch eine russisch-orthodoxe Kirche noch von den Revolutionsemigranten, allerdings kann sie gerade nicht betreten werden, da daneben ein Haus gebaut wird und man nicht sicher ist, ob die Kirche nicht zusammenstürzt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;15. Tag Menton - Ventimiglia - Genua - Milan - Bologna&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nochmal genau nachgeschaut und festgestellt, dass der Zug aus Ventimiglia doch viel früher geht, als wir gerechnet haben, also kein letztes Baden, sondern aufs Fahrrad und los geht's die letzten 16km. Sämtliche Franzosen warnen uns mit den Fahrrädern die italienische Grenze zu durchqueren, dort fahren sie Autos wie die Henker und sie haben teilweise recht. Aber da das Verkehrschaos noch größer ist als in Frankreich, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit noch langsamer, also kommen wir gut voran. Jetzt noch ein Wort zu den Papageiaffen, die sich im Rudel zusammentun, um mit ihren Rennrädern sinnfrei die Strassen zu verstopfen. Wenn ich will, fahre ich mit meinem Bike vollgepackt hinterher, fange euch ein und zwicke euch in die Hintern! Ihr braucht noch ein Extra-Auto zur Begleitung, damit das Essen, das Photo und das Handy mitkommen können. Wie arm ist das denn? Noch blöder als ihr, sind nur noch eure Berliner Kollegen, die denken, dass man als Stadtrad unbedingt ein altes Rennrad haben muss, weil das der letzte Modepiepser ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00259/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00259/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ventimiglia spaziere ich durch die Strassen und sehe ein interessantes Denkmal zur Selbstverständnis der italienischen Geschichte. Ab 1943 gab es nach der italienischen Geschichtsinterpretation einen Befreiungskrieg, der bis 1945  dauerte. Danach war der alte italienische Mann tot und es kommt ein neues Italien hervor, dass von europäischen Sternen umgeben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00260/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100403/DSC00260/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bologna haben wir ein paar Stunden. Das ist die einzige Stadt, die ich kenne, die man komplett beim Regen zu Fuss umrunden kann, ohne einen nassen Kopf zu bekommen, weil man immer unter Galerien spazieren geht. Allerdings sind die so hoch, dass man selbst sehr mickrig vorkommt, am schlimmsten ist es in den beiden größten Kirchen, die extrem hohe Decken haben und die eigene Nichtigkeit unterstreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16. Tag Bologna - München&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EC Rom-München ist auch eine Version vom europäischen Einigungsgedanken, wir leiden gemeinsam, deswegen kommen wir uns näher. Der Zug ist komplett voll, die Leute schlafen in den Gängen, in Fahrradwaggons, auf den unbequemen Sitzen ohne geringste Kippmöglichkeit. Dafür schliesst man schnell Bekanntschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Müde, aber glücklich und wahrscheinlich höchst impotent nach dem vielen Radfahren, erreiche ich München.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-4174707029699828501?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/4174707029699828501/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=4174707029699828501' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/4174707029699828501'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/4174707029699828501'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2011/06/650-km-sudfrankreich-mit-dem-fahrrad.html' title='650 km Südfrankreich mit dem Fahrrad'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-1436419272009157427</id><published>2011-05-22T22:58:00.000-07:00</published><updated>2011-05-31T02:58:05.521-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Russland'/><title type='text'>Moskau im Frühling 2011</title><content type='html'>Hatte wiedermal eine Geschäftsreise nach Moskau, diesmal endlich mal im Mai und nicht wie immer im Winter, deswegen ganz andere Eindrücke. Bin wieder übers Wochenende geblieben, um etwas von Moskau mitzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anreise: Im Flugzeug einen Marktforschungstypen kennengelernt, der mir einen Termin mit Vorstand von Metro-Future-Store versprochen hat. Mal sehen, was so ein Versprechen wert ist. Kam sehr spät an und wunderte mich, dass eine Frau als Taxifahrerin mich abholte. Habe nichts gegen Frauen als Taxifahrerinnen, nur muss man seine Koffer dann selbst schleppen. Die erste halbe Fahrtstunde wurde über Russland geschimpft, wie nichts funktioniert, wie die Strafzettel für Geschwindigkeitsüberschreitungen zwar ausgestellt werden, aber der Mechanismus fehlt, um das Geld auch einzusammeln, wie der Techosmotr (AutoTÜV) zwar 20 Jahre alte Zhiguli durchlässt, aber 5 Monate alte in England gebaute KIAs irgendwarum nicht. Nach dem Geschimpfe kam heraus, dass sie Programmiererin ist und vor einiger Zeit nach Florida hätte auswandern können. Doch ist sie sich sicher, dass sie nach einer Woche Heimweh bekommt und wieder nach Moskau will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Tag: Ich wohne in Park Inn SADU in Mitte von Moskau, ein Hotel für ausländische Businessreisende mit Preisen von 200 EUR die Nacht. Für Internet auf dem Zimmer muss man extra zahlen und Frühstück ist zwar OK, aber die Auswahl recht bescheiden. Im Fernsehen gibt es nicht mal meinen Lieblingskanal 2x2 mit Zeichentrickfilmen. Alles in allem langweilig und überteuert, aber zumindest die Lage ist sehr gut mit einer Sicht auf den Denkmal für Peter I, (der neuer Bürgermeister wurde sehr populär, als er versprochen hat, das Denkmal abzureissen, doch er steht immer noch). Das Viertel ist auch sehr schön mit vielen Kirchen, in der Nähe ist die Tretjakowaskaja Galerie (in der ich noch nie war) und auch Office meiner Firma. Abends Spaziergang in Ismaelowskij Park, der mit Recht von sich behauptet der schönste Park in Moskau zu sein. Man ist im Wald, es gibt ein paar Seen, die mit anbrechender Dunkelheit in Nebelschwaden eingehüllt werden, sieht sehr romantisch aus. Meine Begleitung erzählt mir, dass sie jetzt seit 2 Tagen im Ministerium für Sport und Tourismus arbeitet, nicht mehr gefeuert werden kann und auf viele Delegationsreisen ins Ausland hofft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Tag: Besuch bei meinem Freund Anton, einem Journalisten für russische Computerzeitschriften. Pelmeni und Salat eingekauft. Flucht und schimpft auf die Mächtigen, möchte auswandern, wie auch viele besserverdienende Leute, wie er erzählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Tag: Fahrt mit Auto nach Zelenograd. Stehen zwar ein bisschen im Stau, kommen ansonsten gut durch. Mein Fahrer Anatoli hat das Georg-Bändchen im Auto, also Symbol des Sieges über Nazi-Deutschland. Es gibt viele Leute, die das Bändchen tragen, man kann sie gar nicht einer Gruppe zuordnen. Es soll auch Extrembeispiele geben, die auf ihrem Mercedes G-Klasse einen roten Stern und die Aufschrift "Auf nach Berlin" pinseln. Abends geht es dann in die Oper, die Mainacht von Rimski-Korsakov in Stanislavski-Theater. Wie immer in russischen Opern sehr aufwändige Bühne, die Stimmen von Sängern sind eher mittelmäßig, die etwas dämliche Schwägerin scheint eine Timoschenko-Parodie zu sein. Die Tickets sind übrigens recht billig, 1000 Rubel, also ca. 22 EUR für 6. Reihe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Tag: Anatoli hat keine Zeit, also muss ich alleine nach Zelinograd. Ich nehme den Bus. Gefühlte 40 Grad, keine Klimaanlage, ich bin im Anzug und Krawatte und fühle mich dem Hitzschlag nahe. Nicht weit von mir sitzt/schläft ein Besoffener, den es bei jeder Kurve auf den Boden wirft, die Mitfahrenden helfen ihm wieder auf den Sitz, dabei läuft ihm irgendwas aus der Brusttasche. Der Busfahrer meint, dass er mit Motorrad unterwegs ist und überholt den Stau auf der Standspur. Ich steige am Platz der Jugend aus, ein Handy funktioniert nicht, das andere Handy wählt die Nummer des Kollegen, der mich abholen soll, doch es meldet sich eine Oma aus Deutschland (und das trotz 007-Vorwahl). Mit viel Glück ein Taxi gestoppt und gerade noch rechtzeitig zu meinem Termin gekommen. Die Kollegen erzählen mir, dass die Regierung beschlossen hat die Bildung in den Schulen kostenpflichtig zu machen, nur 4 Fächer, wie Sport bleiben frei. Also frei nach Hitler ein Sklave muss nur etwas rechnen und schreiben können, sonst wird er aufmüpfig. Dieses Jahr sind eigentlich Wahlen und in jedem demokratischen Land würde die Partei, die sowas vorschlägt sofort abgewählt werden, aber wie man mir erklärt ist Russland nicht umsonst Vorreiter bei der elektronischen Stimmenauszählung. Ausserdem erzählen sie mir von einem Kunden, der für mehrere Millionen Euro Ausrüstung für Chipproduktion in Deutschland gekauft hat, jetzt ist diese Ausrüstung schon seit zwei Jahren in Amsterdamer Hafen, aber es gibt vom Staat kein Geld, um sie nach Russland zu transportieren. Als Kritik laut wurde, dass die teuere Ausrüstung unsachgemäß gelagert wird, wurde eine Expertise eingeholt, dass die Lagerung sachgemäß ist. Wann und ob sie jemals Russland erreicht, steht in den Sternen. Für den Rückweg nehme ich die Elektritschka (Elektro-zug). Mir gegenüber sitzt Vladimir, ein Fallschirmjäger, der am Kaukasus-Krieg teilnahm und textet mich mit seinen Kriegserlebnissen zu, wobei es keine Heldensagen sind, sondern wie es wirklich war, anstatt Siedlungen durchzukämmen und in jeden Hof einzubrechen, den Hund zu erschiessen und eine Handgranate in den Keller zu werfen, zog man lieber in benachbartes Wäldchen zurück und grillte. Ich ziehe in das Ismaelovo Hotel um. Ist weiter weg, aber viel billiger und authentischer (und es gibt 2x2 im Fernsehen). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Tag: Endlich freier Tag, ich schlafe aus, habe super Frühstück und gehe in den Biblio-Globus Bücherladen. Die Auswahl ist grundsätzlich umwerfend, aber alle Neuerscheinungen, die ich haben möchte, haben sie nicht. Blättere in einem deutschen Buch in dem Russland ein latenter Hang zur Anarchie bescheinigt wird. Mein nächstes Ziel ist der MMOMA (Moscow Museum of Modern Art), doch auf dem Weg dorthin sehe ich ein Schild und finde mich vor dem Bulgakows Haus wieder, dort wo Hundeherz spielte, wo Master und Margarita geschrieben wurde, wo Woland wohnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140115/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140115/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Briefe für den Meister&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich steige die Treppen hoch, die Besucher haben auf Wänden Zitate aus Büchern hinterlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140354/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140354/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Bittet niemals um etwas! Niemals und niemanden, vor alem keinen, der stärker ist als Ihr. Man wird Euch alles von selbst offerieren und geben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140547/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140547/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Leser, mir nach! Wer hat Dir gesagt, dass es auf der Welt keine richtige, treue, ewige Liebe mehr gäbe? Man solle dem Lügner seine dreckige Zunge abschneiden! Leser, mir nach und ich zeige Dir diese Liebe!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140836/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_140836/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Handschriften brennen nicht!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_144449/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_144449/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Woland&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich betrete die Wohnung und bin hin und weg von der fetten Katze, die auch noch Begemot heisst (die Leser von Master und Margarita wissen wovon ich spreche). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_143129_1/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_143129_1/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Begemot&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_141830/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_141830/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder draussen finde ich doch das Museum der modernen Kunst, ich bin der alleinige Besucher in einem 4-stöckigen Haus, gerade läuft eine Ausstellung von Jurij Zlotnikov, einem Maler, der dafür sorgte, dass in Zeiten von Sowjetrealismus, der Anschluss an die abstrakte Kunst des Westens nicht verloren wurde. Zlotnikov beschäftigte sich viel mit Mathematik und Informationübertragung, einige seiner Bilder aus den 50-ern sehen aus, wie Chiplayouts. Danach spaziere ich mit Anatolij und seiner Familie in Kolomenskoje. Dort hat man einen Zarenpalais aus 1618 wiederaufgebaut. Es ist alles aus Holz, sehr schön bemalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_174426/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_174426/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_174552/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_174552/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenbei erklärte man mir schliesslich, warum die Zarenbetten so kurz waren, Peter der Erste, der ein wahrer Riese gewesen sein soll, schlief in einem Bett, das kaum länger als einen Meter war. Damals schlief man sitzend, denn man glaubte, dass die Seele jede Nacht den Körper verlässt und wenn man liegt, dann weiss die Seele nicht, ob man nicht schon tot ist, deswegen bleibt man lieber sitzen. Sonst ist dort auch ein sehr schöner Park, man schaut auf den Moskwa-Fluss, es gibt auch weisse Kirchen, wunderbarer Spaziergang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_191756/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110521_191756/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends dann Konzert von Ljapis Trubezkoj, eine Band aus Weissrussland, der Sänger denkt wohl, er wäre der Nachfolger von Majakowskij und proklamiert ständig Gedichte von Jedi-Rittern, dem Kampf für das Gute und Bruderschaft zwischen allen Gläubigern aller Religionen und Nationen. Ansonsten wird Ska mit Punk-Rock gespielt, die Menge pogt, ich bin mittendrin, wobei meine Alltags-Kleidung die Leute eher abschreckt. Fertig, durchgeschwitzt aber glücklich erwische ich einen der letzten Metrozüge und falle ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110522_001748/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100396/IMG_20110522_001748/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fertig aber glücklich in Moskauer Metro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Tag: Ausschlafen, frühstücken, auf dem Ismaelowskij Markt shoppen. Viel Antiquariat, wobei neben Schrott auch silberne Teekannen für 500 Euro verkauft werden. Einen Spaziergang immer wert. Anton begleitet mich zum Flughafenzug.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-1436419272009157427?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/1436419272009157427/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=1436419272009157427' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/1436419272009157427'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/1436419272009157427'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2011/05/moskau-im-fruhling-2011.html' title='Moskau im Frühling 2011'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-438766901348689601</id><published>2011-01-10T17:49:00.000-08:00</published><updated>2011-01-10T17:50:19.162-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bratislava'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Silvester'/><title type='text'>Silvester in Bratislava</title><content type='html'>Nach der guten alten Tradition des Silvesterfeierns möglichst weit von den heimischen vier Wänden haben wir uns dieses Jahr für Bratislava entschieden. Warum Bratislava? Nachdem Istanbul ausgebucht war und Alternativziele wie Beirut oder Baku sich als wenig realistisch herausgestellt haben, haben wir uns für Bratislava entschieden. Ist nicht weit weg, keiner war jemals dort und wissen tut man über die ehemalige Pressburg recht wenig. Ich war fester Überzeugung, dass Slowaken noch Kronen haben, doch wurden wir mit Euros empfangen. Meine russischen Freunde kannten Bratislava vor allem aus zwei Filmen Eurotrip, in dem doofe amerikanische Backpacker in Bratislava für $1,38 ein 5-Gänge Menü bekommen und Hostel, wo doofe amerikanische Backpacker von blutrünstigen Slowaken zu bratislavischen Fleischspezialitäten verarbeitet werden. Angeblich drehte auch Kusturica in Bratislava, aber keiner weiss welche Filme. Was die obengenannte Filme angeht, so sind die Klischees als billiges Backpackerparadies schon passé, für $1,38 bekommt man mit viel Glück einen Hamburger bei McDonalds und die meisten Übernachtungsmöglichkeiten sind 50 EUR / Nacht aufwärts. Die Ausnahme von der Regel ist das Hostel Kyjev, das 70er Jahre Sozialismus-charme versprühendes 15-stöckiges Gebäude mit einem Trabi im Eingangsbereich und extrem billigen Frühstücken. Im Reiseführer über Slowakei wird Bratislava 5 Seiten gewidmet, es gibt aber österreichische Reiseführer nur über Bratislava, die, wie wir herausgefunden haben, recht fehlerhaft sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ankunft&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bratislava kamen wir mit dem Zug aus Wien an. Wien ist eine Stunde entfernt, Der Bahnhof ist wie eigentlich alle osteuropäische Bahnhöfe, man könnte sich auch in Polen oder baltischen Staaten meinen, als man den Zug verlassen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild100/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild100/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bibbernd vor Kälte, nicht ohne uns vorher verlaufen zu haben, erreichten wir dann unser Film-Hotel, wir wohnten in Julia Roberts Zimmer, unser Begleiter in Tom Hanks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Erster Eindruck&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bratislava ist eine 500.000 Leute Hauptstadt, eigentlich sollte man dazu schon Metropole sagen, doch in diesem Fall ist es doch etwas zu hoch gegriffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild089/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild089/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind viele Wolkenkratzer gebaut worden, bei manchen hat man den Eindruck, dass die gesamte Bevölkerung Bratislavas bequem Platz darin gefunden hätte. Das interessanteste Gebäude ist der slowakische Rundfunk, das eine eiserne auf dem Kopf stehende Pyramide ist. Auf den Strassen war recht wenig Verkehr (vielleicht wegen den Feiertagen), aber pulsierendes Leben einer Hauptstadt ist hier nicht zu spüren. Eine imposante Erscheinung ist die Burg, die in den 60-er Jahren gebaut wurde, laut Reiseführer sieht sie aus wie ein umgedrehtes Ehebett, doch für uns sah es aus einfach wie ein riesiges Ehebett mit 4 Türmchen an den Ecken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild096/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild096/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Burg ist übrigens leer bis auf eine kleine Ausstellung. Die Altstadt ist recht gross, doch viele Häuser noch nicht restauriert, so dass die Erscheinung etwas uneinheitlich ist. Überall stehen Messing-Statuen von Menschen rum, einer schaut aus der Kanalisation heraus und freut sich sichtlich, wenn Passanten über ihn stolpern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Sprache&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Slowakisch wurde laut dem Fremdenführer dadurch gebildet, dass eines Tages ein Dialekt von einem Vorort einer unbekannten Stadt zu einer eigenen Sprache erklärt wurde. Die Sprache ist dem Russischen sehr ähnlich, auf jeden Fall einfacher zu verstehen und zu sprechen als Polnisch. Slowakei war teil der Österreich-Ungarischen Monarchie, Verhältnis von deutsch-sprechenden Touristen zu allen anderen ist ca. 50-50, also sollte man eigentlich denken, dass recht viele Leute Deutsch sprechen und verstehen würden. Doch offenbar sind alle deutsch-verstehenden Slowaken längst in Wien, denn ausser ein paar Kellnern, sprach keiner deutsch, englisch war auch nicht jedermanns Sache, selbst in der Touristeninformation verständigte man sich teilweise mit Händen und Füssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wir aus einem Kinderbuch erfuhren, gab es wohl ein grossmährisches Reich. Irgendwann fielen die Türken nach Ungarn ein und die ungarische Hauptstadt wurde nach Bratislava verlegt. Der zu krönende Prinz musste komplizierte Umwege in der Altstadt laufen, bis er endlich gekrönt war, setzte sich auf sein Pferd und sah Bratislava nie wieder. Es gab ein paar nationale Volkshelden, die allesamt tragisch geendigt haben. Ausserdem trieb die Gräfin Bathory ihr Unwesen, aus irgendeinem Grund mochte sie keine Jungfrauen und verarbeitete sie zu bratislavischen Fleischspezialitäten (evtl. Inspiration für Hostel). Napoleon zerstörte die Burg und unterzeichnete im Rathaus den Frieden mit Österreich-Ungarn, nachdem bei der Schlacht von Austerlitz die russischen, preussischen und österreichischen Armeen ordentlich vermöbelt wurden. Nach den Wirren der 1850er Jahre wuchs und gedeihte Pressburg als ordentliche k.u.k Stadt mit der slowakischen, jüdischen, deutschen Bevölkerung, die Wiener fuhren zum Heurigen dorthin, die Pressburger fuhren in die Oper nach Wien und umgekehrt. Im zweiten Weltkrieg hat Slowakei auf der Seite von den Achsenmächten ihr Territorium als judenfrei gemeldet, doch 1944 kam das Erwachen und ein Aufstand. Schliesslich wurde Anfang 1945 Bratislava von der Roten Armee eingenommen, die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, 1949 wurde Slowakei sozialistisch, 1990 kapitalistisch, 2003 EUropäisch und 2009 sogar EUROpäisch. Sonst ist nicht viel passiert. Selbst nach Studium von Wikipedia und Fremdenführer, habe ich mich an keinen berühmten Slowaken weder in der Kunst, noch in Literatur, noch in der Wissenschaft, noch in der Politik, noch im Sport erinnert. Einige Sympathien verdiente sich die slowakische Fussballmannschaft bei der WM 2010, als sie die Italiener rauskickten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das Essen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Slowakische Küche vereint in sich österreichische, ungarische und böhmische Elemente und zwar die gehaltvollen Teile. Sehr gut schmeckt die Knoblauchsuppe in Brotkruste, als zweiter Gang ist Gulasch oder Schnitzel zu empfehlen und als Nachtisch Palatschinken oder Mohnudeln. Sehr gut sind Kuchen oder heisse Schokolade in den drei Cafés am Hauptplatz, auch wegen der jugendstilhaften Interniere ist ein Besuch sehr zu empfehlen. Etwas nervig sind die Geiger, die in jedem touristischen Keller-Restaurant spielen. Slowaken haben ganz guten Wein und trockenen Hubert-Sekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der erste Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst gehen wir den Präsidentenpalast anschauen. Zuerst müssen wir lange überlegen, wer der Präsident von Slowakei ist. Das Palais wird von zwei Husaren bewacht, also gehen wir in den Garten, von dem man über die Glasscheibe das Fuhrpark des Präsidenten bewundert werden kann. Das Gerücht, dass der Präsident mit einem Ford Ka fährt bestätigt sich teilweise. Dass Slowakei keine hohen Steuern erhebt sieht man am Zustand des Gartens, ein paar Häuser, die dort angrenzen, gehören dringend gestrichen oder abgerissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Stadtführer empfiehlt mehrere Spaziergänge, also beschliessen wir die Bauhaus-Architektur auf den Hügeln rund um Bratislava uns anzuschauen. Also klettern wir auf die Hügel und schauen uns die Villen an, die teilweise Botschaften sind (Bratislava ist bestimmt C-Location für Botschafter, wobei C für Chill steht), andere gehören slowakischen Bonzen und Briefkastenfirmen. In keiner anderen Stadt habe ich so viele schmale Briefkästen mit phantasievollen Namen von Beratungs-, Consulting- und Joint Venture Firmen auf blankpoliertem Messing gesehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild086/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild086/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz oben ist das Denkmal für die gefallenen sowjetischen Soldaten und eine Kopie des Weissen Hauses, in dem G.W. Bush schon mal übernachtete und sich wohl wie zu Hause fühlte, wenn es nur den riesigen lauten Nachbarshund nicht gäbe.  Nach dem Besuch des etwas verwilderten protestantischen Friedhofes, wo ein Grabsteinwackler dringend notwendig wäre, damit die alten Omas nicht von runterfallenden Grabsteinen erschlagen werden, schauten wir uns die halbleere Burg an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der zweite Tag, Silvesterfeier&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Versuch den Krönungsweg nachzugehen, als Orientierung sollten die kleinen Kronen auf dem Weg als Richtungsweiser dienen, nur teilweise erfolgreich. Besuch im Haus des Buches, dem wohl größten Bücherladen in Bratislava. Leichtes Entsetzen beim Durchschauen des Regals mit den Geschichtsbüchern. Viktor Suvorov, der von der Süddeutschen Zeitung als Holokaustleugner bezeichnet wurde, steht mit mind. 10 Büchern in der obersten Reihe. Darunter mehrteilige Biographien von Goebbels, viele Bücher über Hitler, SS und andere NS-Organizationen. Bei den fremdsprachigen Büchern fällt das Buch eines russischen in Bratislava lebenden Schriftstellers auf, der schon auf der ersten Seite bedauert, dass Sowjetunion nicht ganzes Europa nach dem 2. WW besetzt hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab 17.00 Uhr geht das Silvesterkonzert auf der Bühne am Hauptplatz los. Leider verpassen wir viele Auftritte, in Erinnerung bleibt der Auftritt der Pressburger Klezmer Band. Ist auf jeden Fall ein Statement, so eine Band als Headliner auftreten zu lassen, die die verlorene jiddische Kultur an einem Silvesterabend aufleben lässt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild105/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild105/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild111/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild111/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über der Donau werden Tausende Lampions steigen gelassen und pünktlich um 24.00 geht das Feuerwerk los. Leider ist es so neblig, dass nach den ersten Schüssen nur eine Rauchwolke zu sehen ist, die sich manchmal grün, manchmal blau und selten rot verfärbt. Wir schlürfen den Sekt und tanzen bis 2 Uhr nachts auf der Strasse mit ausgeflippten Slowaken. War bisher die beste von von einer Stadt organisierte Feier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der dritte Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Slowaken feiern ihre Unabhängigkeit von den Tschechen im Jahr 1993. Uns wird angedroht, dass alles in der Stadt geschlossen ist, deswegen fahren wir nach Devin Castle, eine von Napoleon zerstörte Burg an dem Zusammenschluss von Donau und Morave. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild128/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild128/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild133/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild133/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr imposante Erscheinung auf einem hohen Hügel, die für Slowaken ein Ort der nationalen Identität darstellt. Entsprechend viele Schülergruppen waren dort ungeachtet des Feiertages.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der vierte Tag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag der Abreise, deswegen nur ein Kurzausflug in noch nicht erforschte Stadtgebiete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild142/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild142/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild156/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild156/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild158/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100328/Bild158/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine sehr schöne Elizabeth-Kirche, die im Jugendstil erbaut wurde und innen und aussen wie eine Wolke aussieht. Schneller Kaffee am Bahnhof und der Zug fährt uns zurück nach Wien und von dort nach München.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-438766901348689601?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/438766901348689601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=438766901348689601' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/438766901348689601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/438766901348689601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2011/01/silvester-in-bratislava.html' title='Silvester in Bratislava'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-6014997860346002365</id><published>2010-11-06T01:52:00.000-07:00</published><updated>2010-11-06T01:53:01.122-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wien'/><title type='text'>Drei Tage K. und K.</title><content type='html'>Grüß Gott in Wien, in der Stadt in der:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Breakdancer zur klassischen Musik vor dem Strassenpublikum tanzen&lt;br /&gt;- In dem Stefphansdom Rezepte für Apfelstrudel verkauft werden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00066/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00066/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Toten aus aller Welt und aller Konfessionen säuberlich getrennt, aber am selben Friedhof liegen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00055/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00055/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00057/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00057/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00059/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00059/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00060/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00060/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00066/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00066/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00063/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00063/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- man am Friedhof endlich mal die Orientierung hat, wer wo begraben liegt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00069/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00069/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- man "er nahm die 71er" sagt, wenn man meint, dass jemand gestorben ist (die Tram zum Friedhof hat die Nummer 71)&lt;br /&gt;- griechisch-katholische Kirche der Exilukrainer neben der Gallerie für urkainische sowjetische Realitätsmalerei steht&lt;br /&gt;- die U-Bahn ausgezeichnet ist, jede Station ist in Farbe der Linie gehalten, die Züge kommen alle 5 Minuten und sind sehr sauber &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00036/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00036/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00043/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00043/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- das berühmteste Riesenrad der Welt steht, in dem man Candelight-Dinner haben kann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00041/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00041/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- man einen riesigen Vergnügungspark hat, der am Samstag abend kaum besucht ist, so dass man alle Attraktionen fahren kann, für die man am Oktoberfest stundenlang anstehen muss und sie das doppelte kosten&lt;br /&gt;- in der Peterskirche kostenlose Orgelkonzerte gibt&lt;br /&gt;- der Wienerschnitzel wirklich gross ist und ohne Pommes gegessen wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00052/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00052/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- man in Militärmuseum gehen muss, um die Geschichte des Landes zu begreifen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00033/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00033/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- der Pfarrer der Kaiserjübiläumskirche haarklein erzählt wieviel die Gottesdienste kosten, um Leute zu Spenden zu bewegen und danach über Halloween-Gebräuche der Amerikaner lästert ("Ich liebe die Amerikaner, aber ihr Zeug können sie behalten")&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00071/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00071/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- man sich ernsthaft frägt, wie die 1,8 Mio Einwohner die ganzen prächtigen Gebäude in Schuss halten können&lt;br /&gt;- man die Bilder von Sissi sieht auf denen sie auch mal nicht so hübsch aussieht, aber natürlich noch mehr mit engelsgleich mit Diamantensternen im Haar&lt;br /&gt;- die Wiener Werkstätten wirklich hübsche Kunstwerke zu guten Preisen verkaufen&lt;br /&gt;- die linke Szene recht stark ist, zumindest der Anzahl der Aufkleber und Poster nach zu urteilen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00032/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00032/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00050/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00050/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- farbiges Kraut als Zierde auf Blumenbeeten gezüchtet wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00051/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00051/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00054/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100310/DSC00054/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Baustellen nach Kunst aussehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich gibt es viel mehr über Wien zu erzählen, aber in drei Tagen kann man gar nicht so viel erleben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-6014997860346002365?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/6014997860346002365/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=6014997860346002365' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6014997860346002365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6014997860346002365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2010/11/drei-tage-k-und-k.html' title='Drei Tage K. und K.'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-2639367358663586171</id><published>2010-09-05T10:47:00.000-07:00</published><updated>2010-09-05T10:50:06.176-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Island'/><title type='text'>Can you say AY-uh-fyat-luh-YOE-kuutl-uh?</title><content type='html'>&lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wer das noch ncht kann war wohl noch nicht in Island, dort word es einem recht schnell beigebracht. Ich war mit einer Reisegruppe (23 Leute, 4 Pärchen, 2 Single-Männer, der Rest Single-Frauen, neue Pärchenbildung war dennoch nicht zu beobachten und an Männern lag es nicht, Zitat von Fantastischen 4: "Wenn's um Frauen geht werden Männer schizophren"). Wir waren dort 14 Tage mit einem Hochland-tauglichen Bus unterwegs, am besten fange ich chronologisch an.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Lange vor der Reise:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachdem wir schon im März gebucht haben, wurde Island auf einen Schlag berühmt, der Eyjafjallajökull brach aus und legte den Flugverkehr lahm. So wussten wir auch nicht, ob wir überhaupt hinkommen werden und die Kollegen haben schon ihre Scherzchen gerissen, doch ich hatte ein Ziel mehr, denn einen aktiven Vulkan wollte ich schon immer mal sehen. Um eins vornewegzunehmen, das einzige was ich gesehen habe, war ein Krater mit hochsteigenden Wasserrauch, warum Wasserrauch, darüber später etwas mehr. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Kurz vor der Reise:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Endlich habe ich paar Minuten gefunden mich etwas mehr mit Island zu beschäftigen. Die Insel ist ein Opfer der Kugelform der Erde, auf der Karte sieht es kleiner aus, als es tatsächlich ist, genauso wie Grönland, in Wahrheit ist das Land so gross wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen, es wohnen dort 320000 Leute, 280000 Isländer, der Rest Ausländer darunter viele Polen und wohl auch einige Esten, die auf der Suche nach besserem Leben sich nach Island verirrt haben. 200000 leben in Reykjavik, der Rest verteilt sich auf das Land. Island liegt genau auf der Kontinentalspalte zwischen Europa und Amerika, längs durch das Land verläut ein Riss. Die Wetterverhältnisse sind wie in Irland, alle halbe Stunde kann sich das Wetter ändern, aber wenn es regnet dann ist man richtig nass, es hilft nur eine richtig gute Regenkleidung (die ich nicht hatte). Ansonsten las ich von vielen unaussprechlichen Namen, die man sofort vergass, wo es richtg schön sein sollte. Und natürlich sah ich das Video, dass einem sehr viel versprach:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;&lt;object width="640" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/npawmHVaf-E?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/npawmHVaf-E?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Kurz, die Vorfreude war sehr gross.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 1: Ankunft in Keflavik (Drachenei). Ein sehr langläufiger Flughafen, der schon vermittelt, dass es in Island viel Platz gibt. Ich sehe zum ersten Mal eine richtige Isländerin,  ich meine leicht spitze Ohren bei ihr gesehen zu haben. Eine Elfe! Oder zumindest verwandt. Während ich darüber grüble, fahren wir durch eine komplett fantastische Landschaft durch, die spitzen Lavafelder. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;span class="Apple-style-span"  style=" ;font-family:Verdana;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;a class="Apple-style-span" style="font-family: Verdana; " href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00168/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00168/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Die Strasse ist die einzige Möglichkeit vorwärtszukommen, kein Mensch oder Tier können eine längere Strecke in diesem Gelände zurücklegen. Ich denke an den Zauberer von Oz und die magischen Felsen, die das Zauberland umgeben und keinem Durchlass gewähren. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00106/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00106/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Es ist neblig und wir halten neben einem geothermalen Kraftwerk aus dem weisser Dampf aufsteigt, der nach Drachenatem aussieht, an. Das ganze Szenario gespenstisch zu nennen wäre untertrieben, im unserem Hotelzimmer in Erdgeschoss schliessen wir vorsichtshalber die Vorhänge, damit keine lüsternen Trolle an der Fensterscheibe hängenbleiben.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Gleich neben dem Hotel ist die berühmte Blaue Lagune. Eigentlich ist das Wasser, Abwasser aus dem Kraftwerk, es schiesst unter hohen Temperatur und Druck aus kilometertiefen Stollen auf die Erdoberfläche und treibt Turbinen an. Nebenbei wird noch heisses Wasser über einen Wärmetauscher aufbereitet. Danach wird das abgekühlte, mineral- und algenhaltige Wasser in die Blaue Lagune abgeleitet, wo Touris aus allen Herrenländern 28 Euro später plantschen können. Das Wasser scheint leicht aphrotisierende Wirkung zu haben, zumindest kuschelten viele Pärchen sehr eng aneinander, Gott sei Dank war das Wasser durch die Algen trüb.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00006/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00006/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wir treffen auf unseren Reiseleiter Hardy, einen unerschütterlichen Island- und Afrika Liebhaber (was für eine Kombination) und machen eine Vorstellungsrunde.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 2:  Mit einem Hochlandbus fahren wir auf der N1 Richtung Osten zu dem Vatnajökull. Ein Jökull ist ein Gletscher unter dem auch Vulkane sein können, wie zum Beispiel der  Eyjafjallajökull. Bricht so ein Vulkan aus, dann muss die Lava durch den kilometerdicken Eis des Gletschers hindurch, dadurch erst wird die Vulkanasche mit dem Wasserdampf hochgeschleudert. Vatnajökull ist der größte Gletscher Europas. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00092/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00092/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;N1 ist die Ringstrasse, die erst in den 70-ern Jahren ganz Island umschlossen hat, während Vulkanausbrüchen wird aber so viel Gletscherwasser geschmolzen, dass die reissende Flüsse alle Brücken und Dämme mit sich reissen und ins Ozean wegtragen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00115/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00115/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wir biegen ab und bekommen gleich eine Vorstellung was eine isländische Hochlandstrasse ist, eine Piste nämlich, die von kleinen Flüßen unterbrochen wird. Ohne Allradantrieb geht schon mal gar nichts und selbst kleine Jeaps können im Fluss stecken bleiben, was eher unerfreulich ist. Unser Bus mit Daimler-Chassis von einem ehemaligen Feuerwehrauto meistert alle Hindernisse, aber man wird ganz ordentlich durchgeschüttelt. Ich werde ganz nostalgisch, wenn ich an meine Bundeswehrzeit denke, wie ich mit der G-Klasse leider viel zu wenig auf ähnlichen Pisten rumkurven durfte, das oberste Gebot war dabei: "Nicht springen!".&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00008/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00008/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wenn ich über den Bus erzähle darf ich natürlich den Fahrer nicht vergessen, das Maskottchen jeder Reise. Unser Maskottchen hieß Jonas, ist von Beruf eigentlich Polizist in gottvergessenen Westfjörds, in seiner Freizeit macht er den Busfahrer und ernähert sich von Cola und Snickers, wenn seine beste Frau von allen nicht für ihn kochen kann. Als Sohn eines Pfarrers geht er brav in die Kirche, um wahrscheinlich für seinen Sohn zu beten, der mit einer Cesna regelmäßig nach Island und andere Inseln in Atlantik fliegen muss. Wenn er uns nicht auf der Piste schauckelt, putzt er den fucking Bus und schaut verdrisst den blöden Touris nach, die wieder mit dreckigen und nassen Wanderschuhen in seinen Bus stiefeln.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wir steigen aus und sollen in ein Tal reinwandern. Nach 200 Metern schon das erste Hindernis, ein Fluss, den man durchwatten muss. Ohne nasse Füße und gesundem Vertrauen, dass man nicht ausrutscht geht es nicht, so dass die ersten gleich aufgeben und zum Bus zurückkehren. Die harten kommen in den Garten und sehen ein wunderschönes Wasserfall in Stakkholtsgja-Schlucht. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Auf dem Rückweg begegnen wir noch 3 Radfahrern, die schon erstaunlich weit gekommen sind, doch Jonas mit der Authorität eines Polizeibeamten befiehlt ihnen umzukehren, weil die Weiterfahrt wegen der Regenfälle zu gefährlich wäre. Wir haben nichts über ertrunkene Radfahrer auf unserer Fahrt gehört insofern mussten sie gehorcht haben.   &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00011/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00011/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Und zum Abschluss des Tages noch der Skogafoss Wasserfall, um den man herum gehen kann, weil der früher direkt ins Meer sich ergoss und die Meeresbrandung hinten eine Höhle ausgewaschen hat.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00014/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00014/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00015/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00015/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00016/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00016/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 3: Im Naturkundemuseum treffen wir die unsichtbaren Bewohner Islands, die Elfen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00019/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00019/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Die Isländer bauen Häuser für sie neben ihren und geben ihnen wohl was zu füttern, anders sind die Knochen neben den Elfenhäusern nicht zu erklären (die Alternative male ich mir lieber nicht aus). &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00020/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00020/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Es gibt Elfen, die in die Kirche gehen, es gibt welche, die es auch lassen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00023/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00023/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Auf der Wanderung begegnen wir dem ersten Troll, einem der vielen auf unserer Reise. Es ist nicht ganz klar, ob sie sich bei Nacht bewegen können oder nicht, da sind sich die isländischen Sagen nicht ganz einig. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00026/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00026/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Bei dem nächsten Wasserfall stelle ich mir die Frage, warum Island eigentlich pleite ist. Wenn die Sage vom Goldschatz am Ende des Regenbogens auch nur ansatzweise stimmt, dann müßten die Isländer das reichste Volk der Welt sein. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00033/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00033/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachmittags dann an den Strand von Nordatlantik. Ganz schwarzer Strand, starke Brandung, kaltes Wasser, das jeglichen Gedanken ans Baden sofort vertreibt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 4: Wanderung zum Svatifoss-Wasserfall mit sechs-eckgen Basaltsäulen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00047/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00047/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Hilflose Erklärungsversuche von unseren Physikern, warum ein Sechseck die stabilste Form in der Natur ist. Wir wandern durch den Wald, ja es gibt wirklich Wälder in Island, essen Blau-, Krähen-, und Moltebeeren. Wir sind die bestausgerüsteteste Gruppe, sonst sind Leute mit Turnschuhen bis Highheels unterwegs. Die sind für die Gletscherwanderung eher ungeeignet. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00042/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00042/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Auf die Wanderstiefel werden Stegeisen geschnürt, jedem wird ein Eispickel in die Hand gedrückt und los geht's auf den Gletscher. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00054/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00054/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Dort lernten wir, dass ein Gletscher eigentlich ein langsamer Fluss aus kilometerdickem Eis ist, der im Jahr sich um ca. 50m fortbewegt. Für einen Isländer ist die Klimaerwärmung auch kein Thema, Gletscher sind momentan auf dem Rückzug, doch gab es in der 1000-jährigen Geschichte Islands schon mehrere Male, dass die Gletscher sich zurückzogen und stets kamen sie wieder zurück, also kein Grund zur Sorge.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 5: Wieder geht es zur Küste allerdings an einer Stelle, wo der Gletscher kalbt und dauernd kleine Eisberge über den kürzesten Fluss Islands ins Ozean gelangen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00057/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00057/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana; min-height: 15.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00061/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00061/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Eine einsame Robbe narrt die Photografen. Wir besteigen ein Amphibienfahrzeug, allen werden modische Helly Hansen Schwimmwesten übergestülpt und los gehts in den Gletschersee. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00049/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00049/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00065/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00065/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Alle Männer verlieben sich augenblicklich in die Isländerin Anna, die uns Gletschereis zum Lutschen austeilt und beim nächsten Mal eine Flasche Whiskey verlangt, die man mit Gletschereiswürflen kippen könnte. Eine teuere Frau. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Das Wetter übertrifft mühelos unsere schlimmsten Befürchtungen als der nächste Programmpunkt auf der Agenda steht, ein Ausflug auf die Papageientaucherinsel Ingolfshöfdi. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00080/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00080/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Mit einem Traktor fahren wir über Watt und ich fühle mich wie auf einem fremden Planeten. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00083/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00083/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Überall schwarze Wüste, ohne ein einziges Lebewesen, alle Spuren werden sofort vom Meer verwischt, es stürmt, ich warte auf den Raketenwurm aus Dune, der aus dem Sand sich auftürmt. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00087/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00087/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Dann sind wir auf der Vogelinsel, die keinen einzigen Papageientaucher mehr aufweist, nur angriffslustige Raubmöven versuchen im Stürzflug uns anzugreifen, mehrere Skelette von Papageientauchern zeigen, dass sie es ernst meinen. Die Vögel mit den roten Schnabeln sind längst in Atlantik, wo sie überwintern, da sie Salzwasser trinken können und sich vom Fisch ernähern.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 6: Lange Fahrt an schönen Wasserfällen vorbei über das Hochland zu Landmannalaugar, dem Bad des starken Mannes. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00100/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00100/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Das Hochland sieht wie Marslandschaft aus, erst hier versteht man, wie komplziert eine Marslandung für die beiden Roboterfahrzeuge gewesen sein muss, in der Steinwüste sicher zu landen und vorwärts zu kommen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00111/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00111/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;In Landmannalaugar angekommen, beziehen wir Matrazenlager und gehen sofort auf die Wanderung durch die gelben, orangenen, grünen Hügel. Überall raucht es, es riecht nach faulen Eiern, auch das Wasser zum Waschen ist mit Schwefelwasserstoff versetzt, also bekommt man beim Duschen erstmal heissen Schwall faule Eier ins Gesicht und Zähneputzen erscheint recht sinnlos. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00112/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00112/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Doch die Landschaft und der heisse Fluss in den man steigen kann entschädigen für vieles. Die aus der Erde aufsteigende Schwefeldämpfe verbinden sich mit Wasser zu Schwefelsäure, die dann den Untergrund zersetzt, so dass der Boden recht matschig ist.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 7:  Eine weitere Wanderung mit einigen Gipfelbesteigungen. Einige Gruppenteilnehmer entdecken ihre Höhenangst, also versuchen wir sie zu stützen und singen, um sie abzulenken. Es stellt sich wiedermal heraus, dass die Leute kaum noch Lieder auswendigkennen, Refrains, aber keine Strophen, selbst populäre Schlager können die wenigsten. Deswegen habe ich einige russische Lieder vorgetragen, als besonders erfolgreich haben sich folgende erwiesen:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jbYy11EZRPk?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/jbYy11EZRPk?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BlN6gXqZKbM?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/BlN6gXqZKbM?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachmittags noch eine Wanderung zum See, an Obsidianfeldern vorbei. Wir finden ein blank abgenagtes Skelett eines Schwans, da hat sich wohl ein Polarfuchs eine Mahlzeit geleistet. Überall rennen Schafe herum, immer in dreier Gruppen (entweder Mutter mit zwei Kindern, oder falls sich ein Schaf verletzt bleibt das andere Schaf da und das dritte holt Hilfe). Sind aber so doof wie überall sonst auch, erstmal mit Herzinfarktanzeichen vor dem Bus rennen und erst im letzten Moment abbiegen.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Abends liest uns Hardy seltsame isländische Märchen vor, zum Beispiel von einem entlaufenden Pferd, das sich im Himmel aufgehalten hat. Der Bauer steigt auf einer Leiter in den Himmel und frägt Paulus, Petrus und Maria nach dem Pferd. Schliesslich findet er das Pferd, zerstückelt es und wirft die Fleischstücke vom Himmel in den Kochtopf der Frau runter. Moral der Geschichte? Keine Ahnung.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 8: Wieder in den Bus und losgehts durch die Hochlandwüste. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00119/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00119/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana; min-height: 15.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00122/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00122/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Unterwegs stoppen wir, um Godafoss = Götterwasserfall uns anzuschauen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00128/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00128/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;In diesen Wasserfall wurden die Götzenbilder reingeworfen, um den Christentum in Island einzuführen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00133/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00133/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Doch gleich daneben finden wir eine Elfenbrücke, Heidentum und Christentum liegen in Island halt sehr nah beieinander. Die heidnische Gemeinde ist wohl auch die am schnellsten wachsende Glaubensgemeinschaft Islands.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wir kommen zum Myvatn = Mückensee an. Die Mückennetze sind zum Glück nicht nötig, denn es regnet und bis auf die Spinnen in der Dusche sind keine Insekten zu finden. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 9: Fahrt zum Dettifoss, dem größten Wasserfall Europas und zu den Schwefelfeldern mit einzigartigen Farben. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00142/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00142/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00150/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00150/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana; min-height: 15.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00152/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00152/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana; min-height: 15.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00155/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00155/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachmittags geht es im strömenden Regen in einen Vulkankrater. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00157/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00157/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachdem sich eindeutig herausgestellt hat, wessen Klamotten regenfest waren behelfen sich die anderen mit Müllsäcken, deswegen sieht unsere Gruppe aus wie die Überlebenden aus dem MadMax-Filmen, die sich durch eine postapokalyptische Landschaft einfach um Wanderungswillen fortbewegt. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00159/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00159/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nach der Wanderung am Kraterrand steigen wir in Dimmuborgir runter, die dunkle Burg, eine Märchenlandschaft aus Lavafeld mit Vegitation, mit tausenden Verstecken für Trolle. Angeblich leben dort auch die 13 Brüdertrolle, die in Sommer schlafen und erst zu Weihnachten aktiv werden (wie gesagt, Logik ist nicht die Stärke der &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;isländischen Märchen). &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00163/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00163/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Am Ausgang erhebt sich ein Stargate, ein Loch im Felsen, das bestimmt wärend der Sonnenwendfeier Eintritt in die andere Dimension bietet.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 10: Ein Ausflug zu der Kontinentalspalte zwischen euroasiatischen und amerikanschen Kontinentalplatten. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00166/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00166/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Die Kontinentalplatten bewegen sich momentan 2 cm/Jahr auseinander, noch kann man bequem mit einem Fuss auf Europa, mit dem anderen Fuss auf Amerika stehen. Die Gerüchte, dass man auf der amerikanischen Seite sofort Kaugummi zu kauen anfängt und Hey Baby zu jeder Frau sagt, haben sich teilweise bestätigt.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachmittags lese ich Haldor Laxness, einen der letzten Nationaldichter weltweit (ist bereits verstorben), Nobelpreisträger für Literatur. Das Buch heisst Islandsglocke, die Handlung spielt um 1700, als die Dänen Island unter sich hatten und (zumindest laut Laxness) ihren Wohlstand aus der Plünderung der Naturressourcen und der Bevölkerung Islands sicherten (das ist wichtig, um die heutigen Diskussionen zu verstehen, dazu später mehr). Die anderen versuchen sich am Reiten mit den Islandpferden (PFERDEN, nicht Ponys), kommen recht abgekämpft zurück mit Muskelschmerzen, wo sie nicht mal wussten, dass sie dort Muskel haben.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Abends schliesslich der kulinarische Höhepunkt der Reise, 24 Stunden gebackenes Brot (eher gekocht in dem heissen unterirdischen Dampf), geräucherter Lachs, isländischer Branntwein und Gammelhai. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00172/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00172/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Letzterer wird in der Erde vergraben, wo er einige Wochen vor sich herfermentiert. Der Hai hat keine Ausscheidungsorgane, alles wird durch die Haut ausgeschwitzt, deswegen schmeckt das Fleisch nach Amoniak und stinkt wahrscheinlich ähnlich (wir waren auf der frischen Luft deswegen haben wir nichts davon bemerkt). &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00174/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00174/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Mit eiskühlem Branntwein geht es aber gut runter.  &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wieder in das Abwasser eines Geotermalkraftwerks und abends sahen wir tatsächlich Polarlichter am Himmel, photografieren leider unmöglich.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 11: Whalewatching in Husavik. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00176/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00176/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachdem uns Hardy das Segelschiff schmackhaft gemacht hat, schmeissen wir uns in sexy Overalls und gehen frohen Mutes auf das Schiff. Vier Stunden später verlassen wir recht enttäuscht das Schiff, nicht ein einziger Wal hat sich blicken lassen. Dabei bin ich noch gut davongekommen, ein guter Drittel der Gruppe hat mit ihrem Frühstück die Fische gefüttert und einige Nasenspitzen harmonierten gut mit der Augenfarbe. Falls jemand demnächst nach Husavik kommen möchte, ich habe noch eine Freifahrt für Whalewatching übrig, als Entschädigung.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nachmittags treffen wir in Akureyri ein, einer 16.000 Seelen Stadt mit einer Uni.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00177/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00177/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Aus lauter Rachegedanken für den verlorenen Vormittag nehme ich Walgericht von der Speisekarte. War ein Zwergwal, schmeckte und sah aus wie Rindersteak mit ein bisschen Thunfischbeigeschmack. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00179/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00179/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Abends gleicht Akureyri einer deutschen Kleinstadt, obwohl die Polizei gefühlte Minute braucht, um den Stadtzentrum zu umrunden, probieren die Jugendlichen mit ihren Prollschleudern, wieviel Lärm sie beim Anfahren erzeugen können. Da helfen selbst die roten Ampelleuchten in Herzchenform nicht immer. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 12: Noch ein Open-Air Museum mit Häusern, die aus Torfziegeln gebaut wurden. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00183/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00183/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wieder auf der Hochlandpiste, unterwegs halten wir in Hveravellir an, einem Campingplatz mit einem natürlichen Hotpot, der aus heissen und kalten Quellen gespeist wird. Nichts wie rein.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Abends kommen wir in Kerlingafjöll an. Waren bei unseren bisherigen Wanderungen Gletscher und heisse Quellen streng getrennt, sehen wir beides, Dampf aus der Erde, gelbe Berge und den blau-schwarzen Gletscher obendrauf. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00185/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00185/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00187/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00187/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00194/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00194/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00196/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00196/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Hardy reklamierte das als die schönste Wanderung der ganzen Reise und ich und die Photos geben ihm recht.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 13: Der goldene Ring Islands auf dem auch die Kreuzfahrtschiff-Touris (=Kreuzfahrer) unterwegs sind. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00201/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00201/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Zuerst geht es zum Gullfoss, dem Goldenen Wasserfall, der angeblich in der Sonne golden leuchtet. Das einzige, was golden leuchtete waren die Hosen von russischen Kreuzfahrerinnen. Warum, nur warum, fallen die Amis und die Russen überall (unangenehm) auf, während die anderen Völker sich vornehm zurückhalten?&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Weiter gehts zum Geysir. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00203/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00203/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Wir lernen, dass es recht viele Faktoren zusammenkommen müssen, damit es wirklich zur Wassersäule kommt, so dass Geysiere eigentlich recht selten sind und sie alle sind nach dem isländischen Geysier genannt worden. Der ist leider nach Erdverschiebungen nach dem ersten Weltkrieg von uns gegangen, deswegen gibt es einen Nachfolger, den Strokkur, der alle 5-6 Minuten eine 20 Meter hohe heisse Wassersäule in die Luft schiesst. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00204/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00204/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Und der Nachfolger ist auch schon unterwegs.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00209/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00209/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Und schliesslich kommen wir zum Thingvellir an, einem Ort, wo den Überlieferungen nach das erste demokratische Rat weltweite tagte. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00210/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00210/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Natürlich war das eher Oligarchie, Frauen hatten nichts zu sagen und die fehlende Exekutive verhinderte die Ausführung von Beschlüssen, doch immerhin können sich die heutigen Isländer auf die demokratische Tradition in ihrer Geschichte berufen, etwas, was die anderen Völker nicht unbedingt können. Liebe russische Kinder, glaubt nicht euren Kreuzfahrertanten, die auf dem Video behaupten, dass in Thingvellir sich die Trolle treffen und Fliegenpilzsuppe brauen, es gibt dort keine Fliegenpilze.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Abends steigen wir in einem Hotel am Rande von Reykjavik ab und gehen ins Schwimmbad mit künstlichen Hotpots und gut gebauten Isländern und Isländerinnen.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 14: Zivilisation! Asphalt! Hot Dogs! SHOPPING!!! &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00212/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00212/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Ansonsten ist Reykjavik als Stadt eine Enttäuschung, ein-zwei architektonisch wertvolle Gebäude, wie das Rathaus oder die Kirchen, ansonsten haben die Leute, die nur Reykjavik kennen, von Island gar nichts gesehen. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00213/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00213/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Doch ist die 200.000-Seelen Stadt der kulturelle und politische Zentralpunkt islands deswegen eine Einführung in die Politik:&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Nach dem Finanzcrash vor zwei Jahren und dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte herrscht ein ziemmliches Durcheinander, was die politische Richtung in Island angeht. Zwei Punkte berühren ganz speziell die isländische Seele, der EU-Beitritt und die Privatisierung und Ausbau der heavy industries in Island. Bei dem EU-Beitritt geht es neben Fischereirechten, auch um Themen wie der Beitrag der Isländer an dem Aufbau der europäischen Streitkräfte, etwas was in Deutschland nur wenige interessiert, doch durchaus wichtig in Island ist, denn bisher  hat Island keine Armee und ist stolz drauf. Interessant ist dazu der O-Ton des Vertreters der EU in Island: "Während die osteuropäischen Länder alles unterschrieben haben, um an das Geld des deutschen Steuerzahlers ranzukommen, ist es mit Island schwieriger".&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Bei der wirtschaftlichen Entwicklung geht es um die Frage, ob die Naturressourcen Islands privatisiert werden dürfen. Eine besondere Rolle spielt dabei das kanadische Unternehmen Magma Energies, das mit verschiedenen Tricks die Mehrheit an dem isländischen Energieunternehmen HS Orka zusammengekauft hat, so dass das Recht an der isländischen Energieerzeugung jetzt in ausländischen Händen liegt (vergleiche die dänische Besatzung). Doch was will Magma Energies mit der isländischen Energie? Zum einen ist der Zeitpunkt nicht mehr weit, an dem es sich lohnen wird, die Energie mit Unterseekabeln nach Europa oder Amerika zu exportieren, zum anderen wird der Überschuss an billigen Energie (in Reykjavik werden sogar die Bürgersteige beheizt) für Aluminimwerke benötigt, denn die Umwandlung von Bauxit in Aluminium braucht besonders viel elektrische Energie. Die US-Firma Alcoa hat schon einige Werke auf Island, doch die Pläne sind sehr weitreichend, so dass bald noch mehr Werke aufmachen könnten, um ein 300.000 Seelen Volk zum weltgrößten Aluminiumproduzenten zu machen. Nicht wenige Isländer haben entschieden was dagegen, an die Spitze der Bewegung hat sich ausgerechnet die weltbekannte Sängering Björk gestellt. Die Argumentationhilfe wird mit dem Buch "Dreamland, A Self-Help Manual for a Frightened Nation" von Andri Snær Magnason geliefert, mit 18000 verkauften Exemplaren ein Bestseller in Island. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Beide Themen werden ausführlich in der englischsprachigen kostenlosen Zeitung &lt;a href="http://www.grapevine.is/Home/"&gt;"Grapewine"&lt;/a&gt; beleuchtet, über den EU-Beitritt schreibt der Bürgermeister von Rejkayvik, dass die finnischen Trolle ihn davon überzeugt hätten, dass der Beitritt gut für Island wäre.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Doch genug der Hintergrundsberichte, es geht hoch in die Luft mit einer zweimotorigen Cesna, zwei Piloten und sechs mutigen Touris.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 18.0px; font: 12.0px Verdana"&gt;&lt;a href="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00215/web.jpg"&gt;&lt;img src="http://gallery.me.com/kloty/100289/DSC00215/medium.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Drei Luftlöcher und eingeschlagene Köpfe später wird es auch mir mulmig in der Magengegend, doch wir sehen nochmal die Stationen unserer Reise aus der Luft, fliegen über  den Krater von Eyjafjallajökull, in dem sich ein See gebildet hat und immer noch Dampf aufsteigt. Wir fliegen über die komplett überbevölkerten Vestmannaeyjar (=Westman Islands) und über Surtsey, eine Insel, die erst in den 50-ern Jahren entstanden ist und die Biologen für sich beanspruchen, weil sie beobachten wollen, wie das Leben auf einem neuentstanden Stück Land sich herausbildet. Angeblich wurde da schon ein Regenwurm gefunden. &lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Abends finden wir uns in einem recht teuerem Restaurant wieder und gehen danach durchs nächtliche Reykjavik, um das berühmte Nachtleben, das in dem Film Reykjavik 101 dargestellt wird, uns anzuschauen. Mein Verdacht ist, dass der Film etwas zu dick aufträgt, denn ein Alkoholiker in Island zu sein, ist ein Luxusproblem, ungefähr mit den Klagen eines deutschen Rolls-Roys Fahrers zu vergleichen, dass sein Gefährt zu viel Benzin schlucken würde.&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica; min-height: 14.0px"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Helvetica"&gt;Tag 15: Es geht's an den Lavafeldern vorbei zum Flughafen von Keflavik. Nach zwei Wochen ohne Zeitung und Internet wird im Flugzeug fleissig Die Zeit gelesen, doch die Welt ist zwei Wochen ohne mich ganz gut ausgekommen. Berlin Hermanplatz schlägt einem tief in die Magengrube, 3 Millionen-Monster nach dem leeren Island. Will wieder zurück. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-2639367358663586171?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/2639367358663586171/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=2639367358663586171' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/2639367358663586171'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/2639367358663586171'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2010/09/can-you-say-ay-uh-fyat-luh-yoe-kuutl-uh.html' title='Can you say AY-uh-fyat-luh-YOE-kuutl-uh?'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-8857148934498853161</id><published>2010-01-20T07:15:00.000-08:00</published><updated>2010-01-20T07:18:00.549-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><title type='text'>RE: Als das Geld vom Himmel fiel</title><content type='html'>Ein Leserbrief an Die Zeit, Artikel "Als das Geld vom Himmel fiel" Dossier vom 14.01.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrte Redaktion der "Zeit",&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vielen Dank für diesen Artikel, der sehr plausibel erklärt, was für ein Fehler es war Geld vom EZB den Banken direkt zu geben, ohne weitere Auflagen, was mit dem Geld geschehen soll. Es zeigt sich wieder der Konstruktionsfehler bei der Gestaltung der europäischen Wirtschaftspolitik, dass die Wirtschaft viel weiter ist, als die Politik, so dass keine Vorgaben gemacht werden können (ein anderes Beispiel in diesem Kontext ist die Ohnmacht der EU-Politik Griechenland gegenüber, wie in ihrem anderen Artikel in dieser Ausgabe gut veranschaulicht wurde). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schreiben auch, dass eines der Hauptprobleme der Weltwirtschaft das Vermögen der Superreichen ist, das aus dem Wirtschaftskreislauf herausgelöst wurde und nicht zum Konsumieren verwendet wird, sondern nur in Finanzprodukte investiert wird, ohne Mehrwert zu erzeugen. Das ist sicherlich eine der Quellen für derartiges Kapital, doch gibt es noch eine weitere Quelle, die in der letzten Zeit erstaunlich selten erwähnt wird. Ich rede über Pensionsfonds und private Rentenversicherungen. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Rentenversicherungen wird das Geld nicht sofort ausgegeben, sondern für die Laufzeit der Versicherung angelegt und erst mit dem Eintritt des Versicherten ins Rentenalter ausbezahlt. Der Unterschied zu Sparbuch oder anderen Kapitalanlagen ist der, dass das angelegte Geld dauerhaft gebunden ist, d.h. man kann es nicht zum Konsumieren verwenden, da man kein Zugriff (oder mit erheblichen finanziellen Einbusen, wegen Gebühren, die in den ersten Jahren fällig werden) darauf hat und was noch schlimmer ist, die Sparraten in der Regel in Krisenzeiten nicht verändert werden können. Erstens kann das Geld, das man monatlich einzahlt, nicht stattdessen verkonsumiert werden und zweitens sind die Investmentverwalter gezwungen dieses Geld in Fonds zu investieren, auch wenn die Kurse fallen. Das bedeutet, dass die monatlichen Beiträge in Zeiten der fallenden Kurse sinnlos verheizt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch dieses System wird gewaltiger Geldfluss monatlich in das Finanzsystem gepumpt, das Geld, das irgendwo angelegt werden will. In den Jahren vor der Krise gab es mehrere Artikel, unter anderem auch in der "Zeit", wo die Herrscher der Pensionsfonds als heimliche Macht dargestellt wurde, die jede größere Transaktion auf dem Markt abnicken müssen. In der Zwischenzeit müsste ihre Macht noch angewachsen sein, denn trotz gewaltiger Verluste der Fonds müssen sie investieren, das bedeutet, dass die Anteile an den Firmen billig zusammengekauft werden müssen, womit sich das Mitspracherecht erhöht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wäre denn der Ausweg aus diesem Dilemma? Hier ist wieder eine länderübergreifende Regulierung der privaten Rentenversicherungen gefragt. In Zeiten der Krise muss der Geldfluss von den Versicherten zu den Versicherungen unterbrochen werden, das Geld wird für Konsum viel mehr gebraucht als für Investitionen in fallende Kurse.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-8857148934498853161?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/8857148934498853161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=8857148934498853161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/8857148934498853161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/8857148934498853161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2010/01/re-als-das-geld-vom-himmel-fiel.html' title='RE: Als das Geld vom Himmel fiel'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-1298275124571992861</id><published>2009-12-31T01:30:00.000-08:00</published><updated>2009-12-31T01:32:31.899-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Google'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><title type='text'>Internet vergisst sehr wohl</title><content type='html'>dieser Artikel ist eine Entgegnung auf den Artikel im Spiegel &lt;a href=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,667027,00.html&gt;"Vergiss es"&lt;/a&gt;, der darum handelte, dass im Internet nichts verloren geht und das Netz alles speichert. Die geforderte Konequenz ist ein Verfallsdatum für Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Internet vergisst nicht. Diese Feststellung kann nur jemand machen, der noch nie eine 404-Meldung gesehen hat: "Diese Seite existiert nicht mehr", diese Menschen hatten keine Webseite auf Geocities und keinen Account bei Combots oder UndDu, sie haben noch nie genau die eine Webseite gesucht, die man schon mal gesehen hat und unbedingt nochmal braucht, aber die Adresse nicht mehr weiss. Oder man weiss die Adresse, aber die Webseite sieht plötzlich ganz anders aus, weil der Domainbesitzer sich geändert hat. Die einfache Wahrheit bei Internet ist, dass es kaum etwas dynamischeres gibt als das Netz der Netze und das geht in beide Richtungen, sowohl bei der Weiterentwicklung, als auch bei Veränderung des Bestehenden. Ganze Provider werden abgeschaltet, Domains werden umregistriert, soziale Netzwerke wegen Unrentabilität geschlossen, all diese Daten verschwinden aus dem Netz. Und wenn sie nicht verschwinden, so gehen sie in der gewaltigen Datenmenge verloren. Jede Seite wird nach Wichtigkeit bewertet und die Wichtigkeit wird danach bemessen, wieviele Links auf diese Seite zeigen. Falls also Webseiten aus dem Netz verschwinden, verschwinden auch die Links, so dass eine ehemals gut verlinkte Seite auf einmal nur noch wenige Querverbindungen besitzt und im Ranking absteigt. Man muss schon sehr gute Abfragen formulieren, um die Seite wiederzufinden. Dabei funktioniert eine Internet-Abfrage nicht viel anders, als ein Dialog mit einem alten Freund:&lt;br /&gt;- Erinnerst Du Dich noch an die Katrin?&lt;br /&gt;   (Ab jetzt sind 2 Varianten möglich)&lt;br /&gt;   Variante 1: Ja klar, Katrin ist meine Ehefrau&lt;br /&gt;   Veriante 2: Nein, welche Katrin?&lt;br /&gt;                - Na die Blonde aus der Schule&lt;br /&gt;       - da gab es so viele Blonde in der Schule&lt;br /&gt;       - die in der 11. Klasse sich mit zu kurzem Rock fotografieren lies und deren Foto danach in der Abi-Zeitung war&lt;br /&gt;      - Ach die Katrin, ja doch, ich erinnere mich noch dunkel, habe die Abi-Zeitung noch irgendwo &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Variante 1 ist die Katrin sofort präsent, denn die Beziehung ist immer noch sehr stark. In der Variante 2 brauchte man einige Zusatzinforationen, die normalerweise nur eingeweihte Personen haben, um die entsprechende Erinnerung aufzurufen. Deswegen müssen die langliegenden Jugendsünden schon sehr genau spezifiziert sein, um an sie noch ranzukommen, oder sie muss so aussergewöhnlich oder prominent gewesen sein, dass sie bis heute noch gut verlinkt ist und sofort abrufbar ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Personaler über derart spezielles Wissen verfügt, um die privaten Details einer bestimmten Person abzufragen, ist eher gering. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entwicklung läuft zur Zeit eher in umgekehrter Richtung. Viel schlimmer als im Internet zu sein, wird es, im Internet nicht zu sein, denn was im Internet nicht dokumentiert ist, das hat es nicht gegeben. Also wird sich jeder künftiger Personaler mit Recht fragen, warum finde ich die Informationen über die Ereignisse nicht, die der Bewerber im Lebenslauf von sich behauptet? Tue Gutes und rede darüber, hiess es früher, tue irgendwas und sorge, dass es auch im Internet erscheint, wird das Motto der Zukunft sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Szenario der Lebenslaufüberprüfung im Internet ist ein Verfallsdatum eher hinderlich. Ausserdem, wie soll es technisch bewerkstelligt werden? Wer wird entscheiden, welche Daten wichtig sind und welche nicht? Für jeden ist die Wichtigkeit der Daten verschieden. Was der eine möglichst schnell vergessen möchte, ist für jemand anderen eine Erinnerung, die zum Teil seines Lebens gehört und nicht missen möchte. Ein einheitliches Verfallsdatum ist weder möglich noch wünschenswert.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Gedanke ist, dass die Leute gar nicht kontrollieren können wo die Daten über sie veröffentlicht werden, d.h selbst wenn sie ein Verfallsdatum für ihre Daten bestimmen könnten, andere Informationsquellen könnten ganz anderes Verfallsdatum haben. Durch unterschiedliche Suchmaschinen findet man ganz verschiedene Daten über eine Person, so dass die Informationsverbeitung unkontrollierbar ist. Daraus können zwei Folgen abgeleitet werden, erstens dürfte kaum jemand kann ein absolut sauberes Profil im Netz haben, was zu gewissen Waffengleichheit führt, die Bigotterie in dieser Frage dürfte erheblich abnehmen und zweitens muss jeder einzelne lernen zu seinen Schwächen zu stehen. Andererseits muss die Gesellschaft lernen (Staat und Unternehmen ausdrücklich eingeschlossen) die Privatsphäre des einzelnen zu achten und nicht zu missbrauchen, auch wenn sie für jedermann offen im Netz nachzulesen ist. Da sind einige Gerichtsurteile nötig, die darauf abzielen, dass nicht jede verfügbare Information gegen die Person auch verwendet werden darf. Doch Eric Schmidt, der CEO von Google hat sehr recht wenn er sagt, dass falls Sie Dinge tun wollen, von denen niemand was erfahren, soll, dann sollte man diese Dinge vielleicht nicht tun. Google, oder eine andere Suchmaschine wird diese Dinge rausfinden und die Kontrolle darüber ist kaum möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist nun aber mit den Leuten, die gerne die Information, die ihnen unangenehm ist, möglichst aus dem Netz haben wollen, um bspw. ein neues Leben anzufangen? Nun, in der Vergangenheit war es genauso wenig möglich, falls die Person oder die Tat prominent war. Jede Zeitschrift hat eine Rubrik "Vor x Jahren", oder "Was macht eigentlich x". Sollte man solche Rubriken auch verbieten, die Kalender nicht mehr verkaufen, die zu jedem Tag die historischen Eregnisse, die an diesem Tag passiert sind, abdrucken, oder die Ausgaben der Bild-Zeitung einziehen, die berichten, wie ehmalige RAF-Terroristen das Gefängnis verlassen, mit Photo und vollem Namen? Hier gilt das vorher gesagte, nicht prominentes bleibt auch im Internet-Gedächtnis nicht hängen, Prominentes, woran sich die Leute erinnern und immer noch darüber schreiben, wird auch im Internet immer aufzufinden sein. Was eventuell möglich ist, wäre die unangenehme Information mit möglichst vielen positiven Einträgen zu relativieren, es gibt bereits Agenturen, die sich darauf spezialisieren, es dürfte ein breiteres Geschäftsfeld in der Zukunft werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-1298275124571992861?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/1298275124571992861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=1298275124571992861' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/1298275124571992861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/1298275124571992861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/12/internet-vergisst-sehr-wohl.html' title='Internet vergisst sehr wohl'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-6848014049615554200</id><published>2009-11-16T14:57:00.000-08:00</published><updated>2009-11-16T14:58:19.800-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='IT'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Google'/><title type='text'>Warum ich Google mag und fürchte</title><content type='html'>Hier sind die Schlagzeilen der IT-Nachrichten der letzten Woche:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; - Google übernimmt AdMob - ein Werbedienst für mobile Bannerwerbung&lt;br /&gt; - Google veröffentlicht eine neue Sprache Go&lt;br /&gt; - Google veröffentlicht ein neues Protokoll als Ergänzung zum HTTP: SPDY&lt;br /&gt; - Google übernimmt Gizmo5 - ein VoIP Provider in USA&lt;br /&gt; - Google legt ein Kompromissvorschlag zum Einscannen von Büchern dem US-Gericht vor, um sich mit Verlagen zu einigen&lt;br /&gt; - Google veröffentlicht den Quellcode von Android 2.0&lt;br /&gt; - Google führt als einer der ersten Anbieter auf Youtube Full-HD Videos vor, ausserdem fangen sie an mit vorgeschalteten Werbung zu experimentieren an&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Nachrichten habe ich nur aus dem Gedächtnis zusammengesammelt, es gibt bestimmt noch mehr. Jede dieser Nachrichten hat das Potential zu einem Next Big Thing zu werden, besonders wenn man überlegt, zu was für einem Riesen Google geworden ist, so dass die neu vorgeschlagenen Standarte auch durchgedrückt werden können. Die Geschwindigkeit mit der Google Innovationen auf die IT-Welt entlässt, ist atemberaubend, keine andere Firma, sei es Microsoft, Apple, IBM, HP können sich auch nur annähernd damit messen. Und während die nicht IT-Profis Angst vor Google bekommen, weil Google so viel über sie weiss, sind die ITler absolut fasziniert über die Lösungen, die aus den Google-Labors ihnen größtenteils kostenlos und meistens von hoher Qualität angeboten werden. Mit absoluten Unglauben schauen sie sich Videos von Google Navigation an, die alle anderen Navigationslösungen wie aus der Steinzeit aussehen lässt. Google kopiert nicht, Google erfindet und öffnet neue Möglichkeiten. Selbst die eingekauften Firmen sind wegen dem fehlenden Puzzle-Stein in dem Technologie-Baukasten gekauft worden, die Technologie wird verbessert und zu einer neuen, meistens unerwarteten Lösung geschnürt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was macht denn Google anders, als andere Firmen? An den Erklärungsversuchen mangelt es nicht, doch immer mehr Stimmen meinen, dass Google Ingenieur-gesteuert ist und im seltenen Fall von Google die Wünsche des Marketings, der Finance-Abteilung und der Techniker zusammenfallen. Das erklärte Ziel von Google ist es das Internet möglichst benutzerfreundlich zu machen, damit immer mehr Leute Internet benutzen und dementsprechend bei Google suchen und die bezahlten Links anklicken. Deswegen sind sämtliche technische Lösungen, auch wenn sie nicht primär auf die Steigerung des unmittelbaren Profits abzielen bei Google hochwillkommen und werden den Entwicklern kostenlos zur Verfügung gestellt, die sie dankbar annehmen. Deswegen ist auch jede aufsehns-erregende und markterfindende Endbenutzer-Lösung willkommen, die mehr Internet-Verkehr generiert, weil die Leute sie ausprobieren wollen. Basierend auf dem Grundgedanken, dass mehr Internetverkehr mehr Profit bei Google verursacht, werden bei Google auch Entwicklungen finanziert, die keine unmittelbare Monetärisierung für Google bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch sind es auch andere Faktoren, die Google zum beliebtesten Arbeitgebern unter den IT-Absolventen machen. Zum ersten sind es die Geek-freundlichen Einstellungstests, die nicht darauf abzielen, ob man den Mitbewerber im Assesment-Zenter niederbrüllen kann, sondern auf die Intelligenz und technisches Verständnis der Bewerber abzielen. Slideshows von Arbeitsräumen bei Google werden im Internet rumgeschickt und das Kantinenessen ist legendär. Ein Traum für jeden Techie ist die 20% Regelung, die bedeutet, dass ungefähr einen Tag in der Woche die Entwickler ihren Seitenprojekten sich widmen können. Angeblich sind solche aufsehenerregende Entwicklungen wie Google Earth aus solchen Seitenprojekten hervorgegangen. Summer of Code ist unter Entwicklern ein allgemein-verständlicher Begriff, für Google ist das eine höchst effektive Requitierungsmassnahme, aber auch für exotische OpenSource Projekte ist das eine willkommene Geld und Ressourcenspritze. All das bedeutet, dass die besten verfügbaren Köpfe dieses Planeten in Google einen Arbeitgeber sehen, was Google nur recht sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Geek-Zentrismus sorgt natürlich für Unmut bei anderen Berufsgruppen. Mit kalten technischen Präzision dringt Google in Märkte ein, wo gesunde Konkurrenz herrschte und macht aufgrund meistens besseren technischen Lösung und schierer Marktgröße die Konkurrenz platt. Aus der Sicht des Technikers ist das der Beweis der Überlegenheit der Google-Lösung und der Niedergang der Konkurrenz nur logisch und wenn nicht begrüssenswert, doch unaufhaltsam. Doch geraten die sorgsam austarierte Gleichgewichte und Geschäftsmodelle durcheinander, denn die Google-Lösung beachtet dies nicht. Der beste Beispiel ist GoogleNews-Dienst, der die News der verschiedenen Zeitungen aggregiert. Dadurch verlieren die Zeitungen ihre Geschäftsgrundlage, die auf Bannerwerbung basiert und dadurch schadet sich Google im Endeffekt selbst, denn keine hochwertig (da teuer) aufbereitete News bedeutet viel Mist im Newsaggregator, doch diese Implikation scheint es Google nicht bewusst zu sein. Dasselbe Problem ist bei der Digitalisierung von Büchern, denn falls die Urheber ihre Geschäftsgrundlage verlieren und die Bücher frei zugänglich sein werden, wird es im Endeffekt weniger gute Bücher geben. Und nein, freiwillig arbeitende Blogger können einen guten Redakteur oder Schriftsteller nicht ersetzen. Im Endeffekt wird Google hochwertiges Content selbst generieren müssen, um das Ziel, also das Locken der Kunden ins Internet weiterhin zu verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was ist mit dem Argument von Datenkrake Google? Noch kann man sich mit etwas Vorsicht recht gut mit mehreren Profilen im Internet bewegen, und zumindest für Google nicht zu einem Gesamtprofil zusammenführbar zu sein. Wenn man meinen Realnamen in Google eingibt, ist es nicht möglich meine sämtliche Profile bei sämtlichen Netzwerken zu finden und daraus ein Gesamtprofil zu erstellen. Wenn man kloty in Google eingibt, kann man mit etwas Glück meinen Realnamen finden (da habe ich paarmal nicht aufgepasst). Google bastelt allerdings an einer Lösung, die als Webservices für soziale Netzwerke beschrieben werden kann, das bedeutet, dass Benutzerprofile verschiedener sozialen Netzwerke einer Person zugeordnet werden können, was in vielen Fällen nicht erwünscht ist. Allerdings stellt sich langsam die Frage, was schlimmer ist, von Google gefunden zu werden, oder von Google nicht gefunden zu werden. Das klassische Beispiel von Personalabteilung, die während des Vorstellungsgesprächs den Bewerber mit unbequemen Fakten konfrontiert, die man bei einer Google-Suche erfahren hat ist leider nach wie vor aktuell. Doch wer meint, dass völlige Anonymität und das Nichtauftauchen bei Google gut seien, liegen bereits jetzt schon falsch, denn, wenn man im Lebenslauf gewisse Stationen erwähnt hat, sie aber in Google nicht auftauchen, wirft das die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Bewerbung auf. Doch auch derjenige, der meint die Informationen, die über einen im Internet erscheinen, kontrollieren zu können, liegt genauso falsch. Informationen und auch die Wirkung, die diese Informationen auf den Empfänger ausüben sind nicht kontrollierbar und nicht beherrschbar. Dieselbe Information kann auf verschiedene Art und Weise interpretiert und zu Gunsten und Ungunsten des Bewerbers ausgelegt werden. Und da ist Google nur der Bote.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Zukunft lässt sich kaum vorhersagen, welche Ideen den Google-Ingenieuren noch einfallen werden. Die IT-Welt wartet gespannt auf ChromeOS, ein Betriebssystem für Netbooks von Google, sehr interessant ist weitere Entwicklung von Android, für mich völlig unerwartet war der Hype um Android bei den Embedded-Systems Firmen, die das OS auch für komplett andere Systeme, als für Handies benutzen wollen und selbstständig auf andere Prozessorarchitekturen portieren. Ebenso spannend ist die Akzeptanz von Google Navigation, die kostenlose Navigationslösung, die immer mit Internet verfügbar ist. Allein diese Entwicklung war zwar für mittelbare Zukunft absehbar, doch zu solchen Radikalität, die wahrscheinlich auch funktionieren wird ist momentan nur Google imstande. Die Geschwindigkeit, mit der Google die Welt umkrempelt erinnert an transhumanistische &lt;a href=http://www-rohan.sdsu.edu/faculty/vinge/misc/singularity.html&gt;Singularität&lt;/a&gt;. Was ich Google wünschen kann, dass die Firma sich bei der Anzahl der parallel laufenden Projekte nicht verzettelt und nicht den roten Faden verliert. Und don't become evil.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-6848014049615554200?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/6848014049615554200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=6848014049615554200' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6848014049615554200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6848014049615554200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/11/warum-ich-google-mag-und-furchte.html' title='Warum ich Google mag und fürchte'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-6577135306125722172</id><published>2009-11-06T17:08:00.000-08:00</published><updated>2009-11-22T15:26:47.841-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Programmierung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='MDC09'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Handy'/><title type='text'>MDC09</title><content type='html'>Dieser Artikel fällt etwas aus dem Rahmen als was ich hier wie üblich veröffentlichte, denn zum ersten Mal schreibe ich was für Cash, es gibt ein Atom-Netbook zu &lt;a href=http://www.software-dev-blog.de/mdc09-alle-wichtigen-fakten-auf-einen-blick/10/2009/&gt;gewinnen&lt;/a&gt;, also strenge ich mich etwas an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam ist es auch für die Leser dieses Blogs kein Geheimnis mehr, dass ich mich für das Programmieren von mobilen Geräten interessiere. Ich schreibe gerade an einer Software, die verschiedene spar-Angebote im Umfeld des Handy-Benutzers lokalisiert und auf der Karte anzeigt (Code-Name der App ist spar-radar). Doch gehörte ich bislang keiner Community an, hatte mein Wissen aus Büchern, Webseiten und Heise-Zeitschriften-Artikeln geschöpft, ohne je einen lebenden Handy-Programmierer (der womöglich sogar Geld damit verdient) aus der Nähe gesehen zu haben. Ich bin auch ein bekennender Nicht-Twitterer (so, das wars jetzt mit dem Preis). Von MDC hatte ich keinen blassen Schimmer, Fachkonferenzen assozierte ich  als extrem teuere und nur für exklusive Teilnehmer zugängliche Veranstaltungen. Doch wie erfuhr ich überhaupt von MDC und kam dann überhaupt rein? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am schönen Samstag-Morgen auf dem Rückweg vom Feldkirchener Bahnhof fiel mein Blick auf unmotiviert rumhängende Wegweiser auf DIN-A4 Papier mit der interessanten Überschift mobiledevcamp09. Ohne eine Ahnung zu haben, was das überhaupt ist, folgte ich den Schildern, bis ich vor dem Intel-Gebäude stand, das mich schon seit Jahren magisch anzog. Tief luftholend trat ich ein und scheiterte beinahe an der Empfangsdame, doch dann kam ein Intel-Mitarbeiter, dessen Namen ich leider nicht weiss, dem ich aber sehr verbunden bin und machte mich mit Kerstin bekannt, die mir die Spielregeln kurz erklärte. Sie waren auch sehr einfach, hier der Pinboard mit Veranstaltungen, wenn man einen Vortrag halten möchte, ist man herzlich willkommen dies zu tun, ansonsten einfach hingehen, zuhören und wenn möglich aktiv beteiligen, simple as that.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst war ich in einer VentureCapital-Session. Hier wurde zum ersten Mal wirklich Tacheles zum Thema Finanzierung  (bei diesem Thema überhaupt keine Selbstverständlichkeit) geredet. Geführt durch die Session hat &lt;a href=https://www.xing.com/profile/Klaus_Wiedemann&gt;Klaus Wiedemann&lt;/a&gt;. Klaus war schon auf beiden Seiten, sowohl als Unternehmer, als auch als VC-Geber und kannte sich entsprechend gut aus. Seine Aussagen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- HighTech Gründer Fonds macht 70% aller Gründerfinanzierungen&lt;br /&gt;- Machte auf &lt;a href=http://www.foerderdatenbank.de/&gt;www.foerderdatenbank.de&lt;/a&gt; aufmerksam, ausserdem gibt es &lt;a href=http://www.bvdfb.de/&gt;www.bvdfb.de&lt;/a&gt; ein Bundesverband der Foerderberater&lt;br /&gt;- es ist zur Zeit wahnsinnig schwierig Finanzierung über die Banken zu bekommen&lt;br /&gt;- Keiner Finanzierungszusage glauben bis Unterschrift da ist und Geld aufs Konto überwiesen wurde&lt;br /&gt;- Für einen VC wird das Unternehmen erst in folgenden Fällen interessant:&lt;br /&gt;       - Beteiligung ab 1 Mio&lt;br /&gt;       - das Verfahren patentierbar / vermarktbar, denn im Falle der Pleite des Unternehmens kann man immer noch die Technologie verkaufen&lt;br /&gt;       - 1 Mlrd Euro weltweiter Markt&lt;br /&gt;       - ein Umsatz von 50 Mio im Jahr 5 !!!!! Unter 10 Mio braucht man erst gar nicht anzukommen !!!!&lt;br /&gt;- Das Model mit VCs sieht normalerweise so aus: eine GmbH mit VCs als KG angehängt&lt;br /&gt;- Bei VCs aufpassen wegen Verteilung von Unternehmensanteilen, es gibt Fälle da haben die Gründer nur noch 15% des Unternehmens.&lt;br /&gt;- Empfohlen wird die regionale Förderungen zu nutzen, im Extremfall sogar den Gründungsort danach auswählen, wo es die besten Fördermöglichkeiten gibt, momentan ist Berlin ein ganz heisser Tip&lt;br /&gt;- Ganz paranoid bei Cashflow sein! Geld holen wo es nur geht, d.h. wenn man Seitenprojekte tun muss, die Geld bringen, tut man die Seitenprojekte. Im Businessplan nennt man sowas opportunistische Finanzierung, sobald die Möglichkeit sich auftut zu finanzieren, diese Möglichkeit auch nutzen, auch wenn es mit dem Ziel der Firma nichts zu tun hat. Kontostand immer auswendig kennen!&lt;br /&gt;- Immer Exit-Strategien bereithalten, Plan A, PlanB und PlanC vorbereitet haben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt eine sehr interessante Session, vielen Dank, Klaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach habe ich &lt;a href=https://www.xing.com/profile/Wolfram_Herzog&gt;Wolfram Herzog&lt;/a&gt; von &lt;a href=http://www.sic-software.com&gt;SIC-Software&lt;/a&gt; kennengelernt. Er programmiert schon seit 1988!! (überlegt euch das mal) an mobilen Geräten, hat also schon alles gesehen, was es in diesem Bereich gibt. Er hat eine sehr interessante Session über Programmierbarkeit verschiedenen Plattformen gemacht und präsentierte viele wichtige Kennziffern, die jeder Programmierer wissen sollte, wenn er sich für eine Plattform entscheidet  (Whitepaper gibt es auf Anfrage). Aber eine sehr aussagekräftige Zahl möchte ich jetzt schon nennen: 99% der Android-User, 98% der iPhone-User, 72% der Blackberry-User haben eine Datenflatrate, dagegen sind es 7% der JavaMe-User. Nachdem 1MB an Datenübertragung in Deutschland bis zu 18EUR kostet, ist es eigentlich klar für welche Plattformen man datenintensive Dienste entwickelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschliessend war ich in der Session eines Navibetriebssystems-Herstellers elektrobit. Sie machen z.B. Navisoftware für Medion-Navis, die momentan auf Platz 1 der Verkaufscharts in Deutschland sind. Der Vortragende hat eine Diskussion angestossen, was ein Navi der Zukunft können sollte und es wurde ihm sofort die neueste Navi-Software von Google unter die Nase gehalten, die mit dem neuen Android 2.0 kostenlos verfügbar ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="560" height="340"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tGXK4jKN_jY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/tGXK4jKN_jY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ist dieser Dienst nur in USA verfügbar, doch es ist eine Zeitfrage bis es nach Deutschland kommt und auch für iPhone verfügbar sein wird.  Von so was habe ich nicht mal geträumt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach war ich in der Session über JavaScript und HTML5. HTML5 ist neuer Standard und da ist wirklich im Standard festgeschrieben, dass der Browser location-based services anbieten muss, das heisst mit HTML5 braucht man keine native Application mehr! HTML5 wird schon von Safari-Browser in iPhone und Android Browser verstanden, d.h eigentlich braucht man für diese Plattformen keinen eigenen Client zu entwickeln. Es wurde allerdings eine interessante Studie zitiert als die Zeitschrift Stern mobiles Content zur Verfügung gestellt hat. Als sie nur mobile Webpage hatten, hatten sie 22000 pageviews / Monat, als sie eine Application veröffentlicht haben, hatten sie 250000 Zugriffe / Monat. Erklärt wurde es damit, dass es immer noch grosser Unterschied in Zugriffszeit gibt , zwischen Browseraufruf und laden und rendern der Webseite und starten einer Application. Auf jeden Fall HTML5 lohnt sich genauer &lt;a href= http://barcampmunich.mixxt.de/networks/wiki/index.html5_demos&gt;anzuschauen&lt;/a&gt;. Hoffentlich können Opera Mini und Mobile auch bald HTML5, dann kann ich mir die JavaME-Entwicklung sparen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also für mich persönlich war das ein sehr interessanter Tag, habe viele neue Bekanntschafte gemacht und per XING besiegelt, über viele neue Entwicklungen gehört, viel Gehirnfutter für neue Ideen bekommen. An dieser Stelle vielen Dank an die Sponsoren, an Intel-Leute, die ja eigentlich die Veranstaltung gemacht haben, um ihre neue mobile Plattform Moblin unter den Entwicklern bekannt zu machen, was IMHO der richtige Weg ist. Kein Entwickler läßt sich vom Marketing widerspruchslos irgendwas erzählen, aber mit einem Developer-zu-Developer Gespräch, kann man das Interesse viel besser und schneller wecken. Also liebe Marketing-Leute, nimmt euch Beispiel an Intel und Acer, ladet Developer ein und dann erzählen sie ihrem Chef, was für tolle Sachen sie bei Intel gesehen haben. Das Freibier bei Fliegerbräu war noch das i-Tüpfelchen, dann war man wunschlos glücklich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-6577135306125722172?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/6577135306125722172/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=6577135306125722172' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6577135306125722172'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6577135306125722172'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/11/mdc09.html' title='MDC09'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-6385654139592207348</id><published>2009-10-17T02:59:00.000-07:00</published><updated>2009-10-17T03:10:46.969-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rügen'/><title type='text'>Sechs Tage Rügen</title><content type='html'>Anreise: Im Nachtzug hört man doch die besten Geschichten. Wie zum Beispiel vom Bayer Erwin, der der Liebe wegen nach Dänemark gezogen ist, dort zwei unerzogene Töchter als Ziehvater hat und sich wundert, wenn die Dänen ihn mit Sarkasmus auf den Arm nehmen, wenn sie zeigen wollen, dass sie ihn gern haben. Erwin weiss, dass sein Dänisch immer einen bayerischen Akzent haben wird, hat aber gerne Berge gegen das Meer eingetauscht. Romantik pur. Seufz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hamburger Bahnhof um 5 Uhr morgens im 24-Stunden McDonalds ist wie anderswo auch eine Versammlung von ganz bunten Vögeln. Hamburger Fashion auf der Skala von bürgerlich-grosskotzig (München) zu arm-aber-sexy (Berlin), nimmt der Zeiger eine dritte Dimension ein, nicht umsonst kommen die coolen Leute der deutschen Musikszene aus Hamburg. Hamburg ist wieder eine Stadt mit ganz eigenem Flair, mit nichts zu vergleichen. Mit nichts (ausser mit Regional-Express) ist auch der IC Hamburg - Ostseebad Binz zu vergleichen, der kriechend langsam sich durch die norddeutsche Prärie schleicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Tag: Nach ein paar Kilometer Strandlaufen, stossen wir auf Prora. Prora war das größenwahnsinnige (wie eigentlich alles im 3. Reich) Projekt die weltgrößte Herberge für Badegäste zu errichten. Acht Gebäudeblöcke, je 500 Meter lang macht 4 Kilometer-Komplex, auf jeden Fall ein Kandidat für den längsten Gebäudekomplex der Welt. In nur drei Jahren aus dem sandigen Boden hochgezogen, für 20000 Gäste geplant, wegen des Krieges nicht fertiggestellt und in der DDR-Zeit als Kaserne genutzt, während der Wilde-Osten-Zeit ohne eine einzige nicht-zerbrochene Fensterscheibe stehengelassen, gibt es erst jetzt grosse Umbaupläne für den Komplex. In der Stimme des Rundführers schwingt Ehrfurcht mit, was man in der kurzen Zeit des dritten Reiches mit einem einzigen Baukranen hochgezogen hat und wie generalstabsmäßig der Urlaub des Ehepaars Müller aus Saarland geplant wurde. Aus der heutigen Sicht komplett unvorstellbar wäre man im Urlaub militärisch rumkommandiert, mit Lautsprecher um 5.30 aufgeweckt, zum Frühsport geschickt, in einem 100x400m grossen Schwimmbecken wäre man geschwommen, dann auf die Minute genau sonnengebadet, zum Essen hätte es nur Eintopf gegeben, aber dafür hätte das Vergnügen 3 EUR / Tag gekostet. Individualismus ist halt teuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00011/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00011/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Prora in Wirklichkeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00014/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00014/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und als Modell&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Tag: Grosse Wanderung nach Sellin. Erfahrung, dass ein Rügenkilometer grob zwei Alpenkilometer sind. Überall begegnet man Leuten mit Rassehunden, die zwar eine Herde Hirsche aufscheuchen können, aber zu fett sind um hinterher zu laufen. Die Badeorte an der Ostküste sind sehr gepflegt, mit sehr schönen weissen Villen. Das alles ist zwar noch nicht so gehoben wie auf Sylt (zumindest wie ich mir Sylt vorstelle), aber Tendenzen gibt es durchaus. Sollte eines Tages Sylt endgültig weggespült werden, ist Rügen eine sichere Investition für die Zukunft, so schnell geht die Insel nicht unter. Auf dem Weg nach Sellin kommt man an einem Jagdschloss vorbei, das der gute Malte zu Putbus erbaut hat (später dazu mehr). Am Rand von Binz angekommen, geht es zu der nächsten Fischräucherei, um sich ein Fischbröttchen zu holen und mit dem dunklen Störtebecker-Bier "Das Bier der Gerechten" hinterher zu spülen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00017/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00017/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Seebrücke in Sellin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00018/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00018/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Jagdschlösschen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Tag: Mit dem Schiffchen nach Sassnitz. Sassnitz wurde von der Monetia, der Muse der Investoren noch nicht richtig wachgeküßt, viele mehrstöckige Häuser (keine Platte) für die Mitarbeiter des Fährhafens. Fähr-Verbindungen gibt es nach Schweden, was aber die Stadt nicht veranlasst hat zum Saufparadies alá Tallinn zu werden. Schweden fahren zwar gerne zum Einkaufen, allerdings wird palettenweise Joghurt?! aus dem örtlichen Aldi zusammengekauft. Sassnitz wird aber auch aus einem anderen Grund  demnächst recht häufig in Nachrichten auftauchen, hier nämlich geht die Nordstream-Gaspipeline ins Wasser, um in der Nähe von St.Petersburg wieder aufzutauchen. Am Güterbahnhof von Sassnitz stapeln sich auch schon tausende von Röhren, die alle verlegt werden möchten. Es sieht überhaupt nicht danach aus, als ob sie jemand wieder abtransportieren wird, also darf man gespannt sein mit welchem Honigkuchen und Peitsche die deutsche und die russische Regierungen Druck auf die Balten ausüben werden, damit durch ihr Gewässer das Rohr verlegt werden darf. Das naheliegendste wäre ein Versprechen in Estland Euro einzuführen, obwohl die Beitrittskriterien nicht erfüllt werden, denn das ist das einzige, was die jetzige Regierung noch retten kann. Die Polen bezeichnen das Projekt zwar schon als den zweiten Molotov-Ribbentrop Pakt, viel dagegen tun können sie wohl nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Tag: Mit den Bussen zum Cap Arkona. Als Nordkap Deutschlands beworben, war das der nördlichste Flecken der DDR, in dem vereinigten Deutschland kommt Sylt die Ehre zu den nördlichsten deutschen Zipfel zu besitzen. Mit den sehr guten Busverbindungen erreicht man recht schnell die Endhaltestelle wird fleissig mit Sanddorn (die Zitrone des Nordens) und Bernstein beshoppt und marschiert munter ein Rügenkilometer zu den drei Leuchttürmen, eines davon vom Schenkel erbaut und als Standesamt beliebt. Gleich daneben haben die &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Ranen&gt;Ranen&lt;/a&gt; (ein slawisches Volk) die Festung &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Jaromarsburg&gt;Jaromarsburg&lt;/a&gt; errichtet, die zwar einem viergesichtigen Gott &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Svantevit&gt;Svantevit&lt;/a&gt; gewidmet war, was die Schweden mit ihrem kriegerischen Bischoff Absalon (früher liefen Bischöfe mit Schwertern durch die Gegend) nicht störte die Festung plattzumachen und die Ranen zu christianisieren, woraufhin sie recht schnell ausstarben, bzw. sich unter andere Völker mischten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00034/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00034/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Frische Briese&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Tag: Was pfeift denn da durch nach und Wind, es ist der Roland, er fährt geschwind. Der Rasende Roland ist eine Schmallspureisenbahn, ein Schnauferl würde ein Bayer sagen, und eine feste Institution auf Rügen. Die Insel kann keine Wölfe haben, sie hätten alle haben das Pfeifen von Roland als Liebesgeheul interpretiert und sich unter die Räder geworfen. Das Schnauferl verbindet Putbus, wo der Malte der Erste zu Putbus regierte und Göhren, ein weiteres Badeort an der Ostküste. Malte hatte das Pech auf einer recht armen Insel zu regieren, aber als ein aufgeklärter Herrscher wollte er doch auch ein Schlösschen und ein klassizistisches Rondell und ein Marstall und eine Orangerie und einen englischen Garten und ein Jagdschloss haben. Das bekam er auch alles, nur halt nach Möglichkeiten, die nun einmal nicht besonders gross waren. Aber er hat sich bemüht und er ist der einzige Herrscher an den man sich bis heute auf Rügen erinnert, auch wenn die DDR-Apparatschiks sein Schloss in die Luft gejagt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00027/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00027/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Schfauferl bei der Anfahrt nach Binz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00032/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00032/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn man den Bildausschnitt richtig wählt, sieht Roland recht eindrucksvoll aus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00030/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00030/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Maltes Denkmal von der liebenden Ehefrau&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Tag: Darf ich vorstellen, der Kreidefelsen. Doch bevor man den Königsstuhl betreten darf, zahlt man erstmal 8 EUR Eintritt, darf ein dämliches Werbevideo anschauen, Zitat "Oh, so viel Kreide!" und darf dann neben den leise vor sich hin zeternden Rentnern, Zitat "Letzte Woche hatten wir in Bremen halbe Stunde Hafenfahrt für 5 EUR" zu einer Absperrung gehen, um 10 Min die sogenannte Viktoria-Sicht zu geniessen und danach Erklärungen zu Casper David Friedrich-Bild durchlesen. Das wars. Wenn man das Gelände verlässt, kann man dann zum Meer runtergehen, Kreidestücke suchen, Steine mit zähneputzenden Krokodilen bemalen, das stürmische Meer geniessen und Mitleid mit den Passagieren des Ausflugschiffchens haben, die gerade vor dem Felsen halb untergehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00033/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00033/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und endlich mal die Kreideküste&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00019/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100227/DSC00019/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Soo viel Kreide&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rückfahrt: Nach einem kurzem Aufenthalt in Stralsund (kleine hanseatische Stadt mit einem riesigen Dom), geht es nach Berlin. Nach einer Woche Ruhe, Abgeschiedenheit, Baden bei Kerzenschein und Geigenspielerin, überzieht einen der hässlich-herbstliche Berlin mit einer Keule über den Schädel. Gewusel von armen-und-nicht-mal-sexy Menschenmassen, Regen-Kälte-Dunkelheit Gespann, Verkehr, all das was es auf Rügen nicht gibt. Man ergibt sich dem Schicksal und wartet auf bessere Zeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-6385654139592207348?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/6385654139592207348/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=6385654139592207348' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6385654139592207348'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6385654139592207348'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/10/sechs-tage-rugen.html' title='Sechs Tage Rügen'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-7768865796796622524</id><published>2009-08-23T03:41:00.000-07:00</published><updated>2009-08-23T03:47:39.537-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leserbrief'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Christiania'/><title type='text'>Mail an Spiegel-Onine</title><content type='html'>Heute morgen öffne ich Spiegel-Online Seite und freue mich ein &lt;a href=http://www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,644473,00.html&gt;Bericht&lt;/a&gt; über Christiania von Hendryk M. Bröder zu lesen, wo ich dieses Jahr gewesen bin. Nach dem Durchlesen des Artikels, konnte ich nicht anders, als einen erbosten Brief an den Autor zu schicken, der offenbar überhaupt nicht verstanden hat, um was es bei Christiania geht. Diesen Brief stelle ich auch hier online:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrter Herr Bröder,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich war dieses Jahr auch zum ersten Mal in Christiania und meine Eindrücke stehen komplett diametral zu Ihren Erlebnissen. Vielleicht hätten Sie eine Führung besuchen sollen, die täglich angeboten wird, dann würden Sie etwas qualifiziertere Artikel schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotografierverbot gilt nur in der Einkaufsstrasse und zwar nur, weil die Polizei so oft reinmarschiert und Haschisch-Händler anhand der Photos identifizieren und festnehmen möchte. Sie haben sicherlich neben der Einkaufmeile eine Bar gesehen, die als sicherster Ort der Welt propagiert wird, so oft wurden da schon Razzien durchgeführt. Ausserhalb der Einkaufsstrasse können Sie fotografieren so viel sie möchten. Die harten Drogen sind übrigens in Christiania genauso verboten, wie in ganz Dänemark, weil die Bewohner entschieden haben, dass harte Drogen ihre Gemeinschaft zerstören würden, also wurden die Dealer verjagt und die Süchtigen auf Entzug geschickt. Sobald sie wieder clean waren, durften sie nach Christiania wiederkommen. Was Haschisch angeht, nun die Hippies von damals haben beschlossen, dass das Haschisch-Rauchen zu ihrer Kultur gehört und deswegen die Händler (oder Dealer, wie sie möchten) gewähren lassen. Falls Sie das stört, ich habe eine Neuigkeit für Sie, in ganz Niederlanden ist Haschisch-Konsum legal, vielleicht ist es ein Grund für Sie nicht mehr hinzufahren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die unklare Anzahl der Bewohner von Christiania angeht, das ist nicht wahr. Seit das Gelände unter Verwaltung des Finanzministeriums steht, wurde jeglicher Zuzug von neuen Bewohnern untersagt (Ausnahme Familienmitglieder, deswegen sind die jungen, unverheirateten in Christiania lebenden Frauen, Nachkommen der alten Hippies, sehr begehrt). Es ist auch untersagt, neue Gebäude zu errichten und grosse bauliche Veränderungen an den existierenden Gebäuden durchzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aussage, dass Kopenhagener das Gebiet eher meiden würden, stimmt genausowenig. Prinz Frederic mit seiner Frau waren schon auf einem Red Hot Chilly Peppers Konzert in der Konzerthalle von Christiania, die überwältigende Mehrheit der Kopenhagenern steht Christiania positiv gegenüber. Zu Kriminalitätsbrennpunkten zählt Christiania eher nicht, schon eher Viertel mit rivalisierenden Jugendgangs, die Drogenhandel in anderen Teilen der Stadt verkaufen möchten und um die Herrschaft über jeweilige Stadtbezirke aneinander geraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch von einem rechtslosen Raum würde ich nicht sprechen: bei ganz schlimmen Fällen (Raub, Mord), werden die Rechtsbrecher nach dem Beschluss der Vollversammlung an die dänische Polizei übergeben, bei weniger schlimmen Verbrechen kann eine Strafe aufgedrückt werden, die Höchststrafe ist lebenslange Verbannung aus Christiania. Das wird tatsächlich basisdemokratisch entschieden. Wenn Sie das stört, habe ich noch eine unbequeme Neuigkeit für Sie, in der Schweiz wird auch vieles basisdemokratisch entschieden, vielleicht möchten Sie Schweiz ab sofort auch meiden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie das Aussehen der alteingesessenen Christiania-Bewohner stört, das Leben, dass sie führen ist viel unbequemer, als das Leben anderer komfort-gewöhnten Europäer. Ausserdem muss ihr sozialer Hintergrund vor Augen geführt werden, aus welchen Milieu sie ursprünglich stammten. Mein Rundführer lebt seit Jahrzehnten schon in einem ehmaligen Bunker, in dem Schiesspulver aufbewahrt wurde, ursprünglich ohne Fenster, ohne Fliessendwasser, ohne Toilette, ohne Heizung. Das hat er selbst alles organisieren und bauen müssen.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es tut mir leid, dass ihre schöne, funkelnde Nikon zertrümmert wurde und sie erborst darüber sind, dass die dänische Polizei ihnen nicht helfen kann, aber ein Grund Artikel zu schreiben, der sich hauptsächlich auf Wikipedia-Recherche basiert, ist es noch lange nicht. Ihre andere Artikel sind doch auch nicht so unreflektiert, oder täusche ich mich da?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Erfahrung mit Christiana war sehr positiv. Es ist ein einzigartiger Flecken in Europa, ein soziales Experiment, das schon seit Jahrzehnten läuft und falls das dänische Finanzministerium nicht Recht bekommt, eine solide Grundlage hat, weiterzuexistieren. Es ist ein Stück gelebter Anarchie, mit Leuten, die eine andere Lebensart haben und sie trotz unbequemen Lebens nicht mehr missen möchten. Sie haben ganz andere Lebenserfahrung, sind offen für andere Religionen (vielleicht hatten sie die Gelegenheit verschiedene Tempel zu besichtigen und zu fotografieren) und sind auch bereit diese Lebensweise anderen zu zeigen, um zu beweisen, dass anarchistische, antiautoritäre Strukturen zumindest im Kleinen durchaus funktionieren können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit nicht sehr freundlichen Gruessen,&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-7768865796796622524?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/7768865796796622524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=7768865796796622524' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/7768865796796622524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/7768865796796622524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/08/mail-spiegel-onine.html' title='Mail an Spiegel-Onine'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-1111497904805876110</id><published>2009-08-16T16:00:00.000-07:00</published><updated>2009-08-16T16:22:48.600-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Soziale Netzwerke'/><title type='text'>Ein paar Worte über soziale Netzwerke</title><content type='html'>Ein paar Worte zu virtuellen Reisen in die Welt der sozialen Netzwerke. Ich habe mich in vielen Jahren schon bei einigen von diesen Diensten angemeldet, für manche bin ich sogar zahlender Kunde und nutze sie mehr oder weniger fleissig, deswegen mache ich eine kleine Übersicht, für was man welche Netzwerke benutzen kann und wie brauchbar sie eigentlich sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. &lt;a href=http://www.xing.com&gt;XING&lt;/a&gt; ist das erste soziale Netzwerk in Deutschland mit einem hohen Bekanntschaftsgrad. Ist ein Dienst für die Schlippsträger, um Kontakte zu sammeln, und voller Hoffnung zu sein irgendwann von einem Headhunter angeschrieben zu werden, dem das Profil aus irgendwelchen Gründen zusagt. Die wirklichen Freidenker erkennt man daran, dass sie keinen Schlips auf dem Photo haben und irgendeinen Blödsinn bei "ich suche" und "ich biete" schreiben. XING ist ganz praktisch entfernte Bekannte, die über ganz Deutschland verstreut sind in Überblck zu behalten, zumindest hat man das Gefühl Bescheid zu wissen, wie man eine Person kontaktieren kann, was man doch nicht tut, auch wenn man vom Geburtstag dieser Person informiert wird oder Weihnnachten vor der Tür steht. Mehr Kommunikation über XING als die Bestätigung des Kontaktes kommt selten zustande, allerdings ist es interessant zu beobachten, wer denn alles meine Seite besucht hat. Und die Job-Market Seite ist ganz gut, die Angebote passen zu der Profilbeschreibung. Bin zahlender Mitglied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;a href=http://www.linkedin.com&gt;LinkedIn&lt;/a&gt; ist die Entsprechung von XING in Rest der Welt. Interessant ausschliesslich für Business-Kontakte "Hey it's nothing but just business". Ganz praktisch sind viele Gruppen, in die man sich eintragen kann und eine übersichtliche Anzahl der Beiträge, die man per Mail bekommt, manchmal sind interessante Infos drin. Für unsere arme Entlassene schreibt der Chef Empfehlungen ins Profil, vielleicht nutzt es ja was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. &lt;a href=http://www.stayfriends.com&gt;StayFriends&lt;/a&gt; ist die Seite für die ehmaligen Klassenkameraden. Ist mäßig erfolgreich, macht aber so kräftig Werbung auf Spiegel Online und anderen bekannten Webseiten, dass der Bekanntheitsgrad recht hoch ist. Ausserdem wird man recht weit oben bei Google angezeigt, wenn man sein Profil freigibt. Schwer nervend ist die Email-Werbung, dass man automatisch generierte Nachrichten in seinem Postfach hat, die man erst aufmachen kann, wenn man das die Webseite besucht und mir komplett unbekannte Personen, die ständig mir vorgeschlagen werden, ob ich sie kennen könnte. Wenn ich sie vor 3 Jahren nicht angeklickt habe, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie immer noch nicht kenne doch recht hoch. Musste zahlender Mitglied werden, um Nachrichten an andere Mitglieder zu schreiben, als ich ein Klassentreffen organisiert habe und bin zu faul, die Kündigung für die nächsten drei Jahre zu schreiben, denn erst dann brauche ich es wieder, Jahrestreffen findet alle fünf Jahre statt. Ganz witzig ist noch die Möglichkeit alte Klassenfotos einzuschicken und Namen den Gesichtern auf dem Photo zuzuordnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. &lt;a href=http://www.odnoklassniki.ru&gt;Odnoklassniki&lt;/a&gt; ist das bekannteste russisch-sprachige Netzwerk. Übrigens las ich mal über eine Studie, dass die Russen die weltweit fleissigsten Nutzer von sozialen Netzwerken sind, da sie sehr weit verstreut leben und auf diese Weise Kontakte zueinander halten können. Was odnoklassniki angeht, trifft es vollkommen zu. Ich habe Leute gefunden, von denen ich seit 20 Jahren nichts mehr gehört habe, zuletzt eine Klassenkameradin, von der ich zwar wusste, dass sie in Stuttgart-Ulm Gegend lebt, aber sonst keine Möglichkeit hatte sie zu kontaktieren. Viele Russen in Deutschland sind ebenso Mitglieder, es gibt mehrere München-Gruppen, die Kalinka-Besitzerin Nastja hat ihr schönstes Lächeln auf dem Photo parat und eigentlich ist dieser Dienst entweder eine riesige Datenbank des russischen Geheimdienstes oder eine Partnerbörse, vielleicht aber auch beides. Auf jeden Fall gibt es inzwischen bei mir Personen, deren Profile ich lieber nicht besuche, damit da keine Missverständnisse aufkommen, was dieser Besuch bedeuten könnte. Sehr viel Kindergarten dabei, habe schon von Odnoklassniki-Parties gehört, wo ein Weiberrudel stundenlang nichts anderes tut, als Seiten von Bekannten/Konkurrentinen besucht und über die Fotos ablästert, auch werden für die wenigen gutaussehenden Russenmänner gemeinsam erdachte Anmachenachrichten getextet. Die Konkurrenzseiten heissen sobutylniki.ru (Gemeinschaft der Schnapscousens) und odnokamerniki.ru (Gemeinschaft der ehmaligen Gefängniskammerinsassen). So was verbindet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. &lt;a href=http://www.verwandt.de&gt;verwandt.de&lt;/a&gt; ein Netzwerk für die bucklige Verwandschaft. Sehr schöne Möglichkeit ein Stammbaum zu erstellen, aber kaum Möglichkeiten die noch lebenden Mitglieder des Stammbaumes zu kontaktieren, man sollte schon ihre E-Mail Adressen kennen und sie erkennbare Lust zeigen, sich zu engagieren, was bei meiner Verwandschaft nicht der Fall ist. Aber zumindest ist es gut, um das Wissen der Omi abzuschöpfen und in ein System zu bringen, um zu verstehen von welcher Rosa oder Jakob sie gerade spricht und um wieviele Ecken man mit der Person verwandt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. &lt;a href=www.blogger.com&gt;Blogger.com&lt;/a&gt; ist kein soziales Netz im eigentlichen Sinne, eher ein Blogger-Netzwerk. Betreibe dort zwei Blogs und habe wohl einen festen Leserstamm (Hallo Stefan). Habe keine Ahnung, wieviele Leute sich mein Geschreibsel durchlesen (interessiert mich auch nicht besonders), bei den angemeldeten Kommentatoren kann man zumindest aufs Profil klicken, um ein bisschen was über sie zu erfahren. Die Artikel von einzelnen Bloggern stehen im Mittelpunkt, die Blogger schreiben für die Allgemeinheit, normalerweise unter Pseudonymen, so dass die Artikel lesbar sind, auch wenn man den Autor nicht persönlich kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. &lt;a href=www.livejournal.com&gt;livejournal.com&lt;/a&gt; oder жж für Живой Журнал, wie der Dienst in Russland genannt wird, ist ein sehr verbreiteter Dienst in russisch-sprachigen Blogosphere. Quasi alle Leute, die als kreativ gelten möchten, haben ein Journal. Es werden seriöse Artikel von Journalisten, Historikern, Politikern, Ökonomen geschrieben, kurze Bemerkungen über das Leben, es wird über den Moment geschrieben, die Gefühle, die einen übermanen, selbstgemachte Photosessions (auch von Profi-Photografen), Kleinanzeigen, Fragen, es ist ein riesiges schwarzes Brett. Geschrieben wird für die Allgemeinheit, allerdings kann man Freunde eintragen und auf einer Extra-Seite sind alle Beiträge versammelt, die die Freunde in der letzten Zeit gepostet haben. Es gibt aber auch die Möglichkeit, private Einträge zu machen, die nur von den Freunden gelesen werden können oder sogar nur für sich. Weniger schön ist es, wenn das Account von einem beleidigten Ex-Lover gehackt wird und alle privaten Nachrichten plötzlich öffentlich werden, wie einer Freundin bei mir passiert ist. Da hilft nur ganz schnell ganz viele Emais an Abuse-Team zu schicken, damit der Journal schnellstmöglichst gelöscht wird.  Sehr beliebt sind auch Communities, in die Mitglieder posten dürfen, die gesamten Beiträge auch auf der Freundeseite angezeigt werden, wenn man sich als Leser der Community angemeldet hat. DIe meisten meiner Informationen über Estland und Russland habe ich aus der Community &lt;a http://community.livejournal.com/tonismagi/&gt; Tonismagi&lt;/a&gt;, die sich mit allen Problemen der russisch-sprachigen Minderheit in Estland beschäftigt. Mindestens einmal pro Tag werden alle relevanten Online-Artikel von Freiwilligen aus verschiedenen Massenmedien zusammengetragen. Aber der Salz in der Suppe sind die Kommentare, es gilt als guter Ton möglichst viel und oft zu kommentieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. &lt;a href=www.aka-aki.de&gt;aka-aki&lt;/a&gt; ist ein location-based soziales Netzwerk, das in Berlin erdacht wurde und langsam in Deutschland und erstaunlicherweise in Frankreich populär wird. Die Idee ist, dass man die Nutzer des Dienstes in seiner Nähe lokalisieren kann und wenn man feststellt, dass man gemeinsame Interessen hat, diese Person auch kennenlernt. Der Dienst ist ganz pfiffig gemacht, hat eine sehr schöne Oberfläche und läuft perfekt auf meinem Handy und iPod Touch. Ich habe mehrmals versucht zu verstehen, ob dieser Dienst nützlich ist. Ich habe die Applikation geladen, ich habe sie mehrere Male zu Hause gestartet, in den Münchener und Mannheimer Fussgängerzonen, in Cafes, auf Open-Air Festivals. Jedes Mal sehe ich andere User, die sich in der "Umgebung" befinden, Umgebung ist natürlich äusserst relativer Begriff, die irgendwelche Statusanzeigen hatten, alá "Freut sich auf die Sonne", "Bin totmüde", "Endlich Wochenende". Auf dem Fingernagel-grossem Photo sahen einige Frauen mehr oder weniger schnuckelig aus. Und jetzt? Schreibt mal eine Mail: "Hey Baby, ich sehe, dass Du in der Nähe bist und französische Filme magst. Lass uns doch in Coco Channel Story gehen und danach vernasche ich Dich wie in Chockolat"? Reichen oberflächliche gemeinsame Interessen und lokale Nähe aus, um eine Bekanntschaft zu machen? Haben die Schüchternen unter uns endlich ein Thema, um andere Menschen anzuquatschen? Fragen über Fragen, auf die ich keine Antwort habe und deswegen den Nutzen des Dienstes nicht abschätzen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. &lt;a href=http//www.secondlife.com&gt;Second Life&lt;/a&gt; war der Hype vor zwei Jahren. Eine ganz gut gemachte 3D-Welt im Internet in der es kaum Begrenzungen gibt und alle Gegenstände, Figuren, Gelände und Gebäude von den Bewohnern erstellt werden. Nachdem die Journalisten einander im Second Life interviewt haben und Politiker in den SL-Chats Frage und Antwort feuerspeienden Drachen und halbnackten Kriegern geben mussten und dabei von Himmel fallenden Penissen ausweichten, wurde es sehr still um das Vorzeigeprojekt von Web2.0. Doch die Community ist da und äusserst aktiv. Sehr beeindruckend ist z.B. die München-Parzelle, deren Bewohner mit Photo-Kameras ausgestattet die ganze Münchener Innenstadt abfotografiert und in SL nachgebaut haben, inklusive der fahrenden S-Bahn. Man kann Mitglied von verschiedenen Communities werden und mehr oder weniger aktiv am Leben dieser Communities teilnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. &lt;a href=http://www.youtube.com&gt;YouTube&lt;/a&gt; ist der populärste Videodienst, bei dem man sich anmelden muss, um seine Videos hochladen zu können. Es gibt zwei Arten von Community-Beteiligung, die absolut (nein, nicht größtenteils, sondern absolut) idiotischen Kommentare zu Videos und Videoantworten, die (sofern sie selbstgemacht sind) größtenteils sehr kreativ oder passend sind. Anstatt "sag es mit Blumen", heisst es hier "sag es mit Videoclip". Youtube ist derartiger Standard für Internetvideos, dass viele einfache Videoschnittprogramme inziwschen einen direkten Upload auf Youtube erlauben. Endlich haben Kurzfilmer eine Plattform, um ihre Werke der Öffentlichkeit abseits von Filmfestivalen vorstellen zu können. Second Life, Blogger und YouTube sind die Plattformen bei denen die Kreativität der Benutzer am ehesten zum Ausdruck kommen kann.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11. &lt;a href=http://www.facebook.com&gt;Facebook&lt;/a&gt;ist ein welweit wohl am schnellsten wachsendes soziales Netzwerk. Ich habe mich lange dagegen gestreubt Mitglied von Facebook zu werden, mich hat die Grosskotzigkeit vom Mark Zuckerberg, dem Gründer von Facebook gestört, der von Medien als Wunderkind alá Bill Gates-Reinkarnation gefeiert wird, die Milliarden, die von Microsoft und anderen Firmen investiert werden, ohne dass es klar ist, wie sie jemals wieder auf ihre Kosten kommen, auch die Forderung, mich anzumelden, wenn mir ein Facebook-Mitglied Fotos geschickt hat und ich sie mir anschauen wollte. Irgendwann kamen so viele Einladungen, dass ich in einem schwachen Augenblick nicht mehr nein sagen konnte und mich doch angemeldet habe. Zuerst wurde mir eine Liste von Leuten präsentiert, die ich kennen könnte und ich konnte über die Treffsicherheit nur Staunen, die meisten Anzeigen waren richtig (eat this Stayfriend). Die Frage ist woher Facebook das weiss, die Leute auf der Liste hatten nichts miteinander zu tun. Dann war ich angemeldet, hatte meine Freunde in der Liste und wusste nicht, was ich jetzt weiter machen soll. Dieselbe Leute habe ich schon längst im XING oder in ICQ kontaktiert, lange Texte zu schreiben kann ich nicht, was geht sind nur kürzere Messages an Freunde oder Gruppe von Freunden, in denen ich mitteilen kan, was ich gerade mache. Aber wenn interessiert das eigentlich ausser ausgewiesene Voyeure? Bei Livejournal kann ich auch Musik angeben, die ich gerade höre und in welcher Stimmung ich gerade bin, aber das ist eine Ergänzung für die eigentliche Nachticht, aber keine Nachricht an sich. Dementsprechend trivial sind die Statusanzeigen der Freunde, also aka-aki auf einem grossen Bildschirm. Zusammen wird es eine perfekte Symbiose. Mit einem Wort, einer hier ist blöd, entweder ich, oder Facebook, aber ich sehe den Sinn dieses Dienstes nicht. Ach ja, der Layout ist hässlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genausowenig übrigens wie den Sinn von MySpace (ausser den Promotionmöglchkeiten von Bands) und Twitter. Studi-VZ, Lokalisten und Wer-kennt-Wen habe ich nicht ausprobiert, denn mein Mitteilungs- und Kontaktbedürfnis hat auch gewisse Grenzen und ich sehe nicht den Sinn ein- und dieselbe Personen auf x-Netzwerken zu kontakieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mir persönlich Unbehagen bereitet, ist der Versuch von Google Schnittstellen zwischen den Diensten zu etablieren und das Wissen über die Mitglieder austauschen. Bisher war die Abschottung ganz gut, die kreativen Seiten waren durch Verwendung von Pseudonymen gut getrennt von Seiten, die den Realnamen erfordern, die auch nicht miteinaner verknüpft waren. Das könnte bald vorbei sein, dann fügt sich das Puzzle zusammen und es wird das Versprechen eingelöst, das die Personensuchmaschinen wie &lt;a href=http://www.yasni.de&gt;www.yasni.de&lt;/a&gt; oder &lt;a href=http://www.123people.de&gt;www.123people.de&lt;/a&gt; geben, aber nicht erfüllen können, nämlich zweifelsfreie Verknüpfung aller Daten aus allen zur Verfügung stehender Quellen zu einem Gesamtbild. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sage ich den Leuten, die kein soziales Netzwerk benutzen, weil sie ihre Daten nicht weitergeben wollen und mir vorwerfen exibitionistisch veranlagt zu sein? Die Gesellschaft fängt gerade an zu begreifen und abzuschätzen, was für Nutzen oder Gefahren die neuen Möglichkeiten mit der Preisgabe der persönlichen Daten sich bieten. Wir sind auf jeden Fall offener, als in den 80er Jahren, als es riesige Proteste gegen die Volkszählung gab. Doch erzählt man sich hinter vorgehaltenen Hand Geschichten was diese Offenheiten bedeuten kann und wie sie missbraucht wird. Klassisch ist die Geschichte von Personalabteilungen, die jeden Bewerber erstmal in Google suchen und schauen, was interessantes über ihn zu erfahren gibt. Und es soll welche gegeben haben, die den nervösen Bewerber auf seine Party- und Strandfotos angesprochen haben sollen. Oder es gab Versuch eines Skandals, als die Photos vom jetzigen Generaldirektor des britischen Geheimdienstes MI6 in Schwimmhosen auf der Facebook-Seite seiner Frau aufgetaucht sind. Doch die Reaktion seines Vorgesetzten war die einzig richtige: "Es ist kein Staatsgeheimnis, dass er eine Speedo-Badehose trägt", sagte der britische Außenminister David Miliband. "Lasst uns endlich erwachsen werden."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-1111497904805876110?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/1111497904805876110/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=1111497904805876110' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/1111497904805876110'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/1111497904805876110'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/08/ein-paar-worte-uber-soziale-netzwerke.html' title='Ein paar Worte über soziale Netzwerke'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-5075030709121762806</id><published>2009-07-20T16:01:00.001-07:00</published><updated>2009-07-20T16:01:50.153-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kopenhagen'/><title type='text'>Das kleine Kopenhagen-ABC</title><content type='html'>Nach letztjährigen Geburtstagsfeier in &lt;a href=http://klotys-welt.blogspot.com/2008/07/amsterdam-eindrcke-eines-ber-30-jhrigen.html&gt;Amsterdam&lt;/a&gt; habe ich dieses Jahr in Kopenhagen mein Geburtstag gefeiert. Da ich nur knapp 4 Tage dort verbracht habe, gab es nicht genügend Eindrücke für ein vollständiges ABC, deswegen mal ein kleines:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alkohol: Wie zeigt man in Dänemark, dass man ein reicher Sack ist? Man wird zum  Alkoholiker.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Christiania: Ist ein Stadtviertel von Kopenhagen, das sich als ein Gebiet ausserhalb der EU begreift. 1971 besetzten ein paar Hippies ein ehemaliges Militärgelände in der Nähe von Kopenhagen und handelten mit dem Verteidigungsministerium ein Deal aus, dass sie die Pflege der Gebäude aus dem 19. Jh übernehmen, die auf dem Gelände stehen und dafür dort frei wohnen können. Dem Verteidigungsministerium war das Recht und so entstand ein wohl in Europa einzigartiges Zentrum an alternativen Kultur, dass sich nicht nur dadurch ausdrückt, dass man frei Haschisch verkaufen kann, sondern auch im Verhältnis zum Eigentum, gemeinsame Arbeitseinsätze zur Pflege des Stadtviertels, gemeinschaftlich gefällte Beschlüsse, eigenen Begriff von Recht und Ordnung, also eine autonome Republik inmitten der Wogen von liberalen Neokonservatismus, wie er in Dänemark von der heutigen Regierung gepflegt wird. Natürlich ist der jetzigen Regierung Christiania ein Dorn im Auge, also übergab man das Gelände 2004 an das Finanzministerium, das ganz andere Pläne hat. Zur Zeit wird vor Gerichten gestritten, aber die Althippies können trotz ihrer Peace &amp; Flower Power Attitüde auf eine Armee aus Sympathisanten zurückgreifen, die nicht so friedlich eingestellt sind, was die Krawallen vor zwei Jahr bei der Schliessung eines Jugendhauses bewiesen haben. Doch ohne den Teufel auf die Wand malen zu wollen, es wäre extrem schade, wenn so ein Experiment wegen der Geldgier und Intoleranz der jetzigen Regierung abgeschafft würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00006/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00006/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiania von oben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00015/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00015/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Willkommen nach Christiania&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Design: Auch wenn man über Dänemark und Kopenhagen nichts weiss, man kennt bestimmt dänische Design-Firmen, die sündhaft-teure, gut aussehende und nicht immer praktische Produkte (siehe MP3-Player von Bang&amp;Olufsen) herstellen. Was in Finnland Nokia ist, das ist in Dänemark ihr Design, ein Differentiator sozusagen, die Nische, das Erkennungsmerkmal. Durchdesigned ist alles, vom Hotel, bis zum Flohmarkt. Grosse Designer-Shops in der Fussgängerzone verleiten zum Geldausgeben für Sachen, die man entweder schon in der Küche stehen hat, oder noch nie gebraucht hat und wahrscheinlich nie wieder brauchen wird. Es ist ein bisschen wie bei IKEA auf den letzten Metern, wo allerlei Kleinigkeiten verkauft werden mit dem Unterschied, dass hier auch Kleinigkeiten eine Kleinigkeit an Geld kosten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fähnchen: Bevor man in einem dänischen Park sich zum Picknicken hinsetzt, wird der Claim mit dänischen Fähnchen abgesteckt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geld: Das lustigste Geld, dass ich jemals ausgegeben habe. Viele &lt;a href=http://www.nationalbanken.dk/DNUK/NotesAndCoins.nsf/side/5krone_coin_!OpenDocument&gt;Münzen&lt;/a&gt; haben einen Loch in der Mitte und sind vom Design her durchaus geeignet als Halskette getragen zu werden. Die Banknoten sind auch mit allerlei lustigem &lt;a href=http://www.nationalbanken.dk/DNUK/NotesAndCoins.nsf/side/Denmarks_banknote_series!OpenDocument&gt;Getier&lt;/a&gt; verziehrt. Allein wegen dem Geld sollten Dänen ihre Krone behalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hackenkreuze: Ist ein normales Element der dänischen Architektur, ist bei den Elefanten im Tor der Carlsberg-Brauerei auf der Seite zu finden, ebenso an der Aussenwand der Glyptothek. Wahrscheinlich ist es wie bei der Bundeswehr, als sie sich nicht ihren Georgen-Kreuz hat wegnehmen lassen, obwohl es im 3. Reich auch ein Symbol missbraucht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hitze: Wir haben wohl zwei heisseste Tage im Jahr, wenn nicht im Jahrzehnt erwischt. De Temperaturanzeige konnte nicht mehr als 30 Grad anzeigen. Viele dänische Frauen boten ungeahnte Ansichten, als sie trotz kürzesten Miniröcke nicht davon abzubringen waren, mit dem Fahrrad zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00010/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00010/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Stadt hat Fieber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hot Dog: Die dänische Nationalspeise. Häufig ist die Wurst dicker als das Brötchen, davon muss man sich nicht entmutigen lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kanäle: Ganz Kopenhagen ist von Kanälen durchzogen, in die man springen kann, auch von der Brücke, wenn es einem danach ist, um sich abzukühlen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00004/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00004/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00003/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00003/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blick auf die Kanäle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleine Meerjungfrau: Harrt tapfer den gierigen Blicken der asiatischen Photografen aus und denkt mit Grausen, wie es ihr wohl in Schanghai ergehen wird, wohin sie nächstes Jahr transportiert wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lego: Kommt zwar aus Dänemark, habe ich kein einzigen Laden gesehen, obwohl Kinderläden auf Schritt und Tritt waren. Vielleicht ist Lego nicht durchdesignt genug, man kann immer noch was daran ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Margarete: Die dänische Königin stammt von der ältesten Königsdynastie in Europa ab. Nachdem die Eltern mal keinen Sohn bekommen haben, den sie Christian oder Frederik nennen konnten, war Margarete eine Remissenz an die wohl berühmteste dänische Königin Margarete, die es einst geschafft hat ganz Skandinavien unter sich zu vereinen. Leider ist die jetzige Margarete dieser Aufgabe nicht gewachsen, auch ihre Kinder denken nicht daran eheliche Bündnisse mit anderen skandinavischen Königshäusern anzugehen, stattdessen werden lieber ehemalige Strassenmädchen, Ranch-Besitzerinnen und (oh Graus, Viktoria, wie konntest Du nur) Fitness-Trainer geehelicht. So bleibt der jetzigen Margarete die Pflicht die Familiengeschichte in den beiden Königsschlössern zu erhalten. Jeder der zahlreichen Frederiks und Christians hat ein eigenes Arbeitszimmer übriggelassen, das in Originalunordnung gelassen wurde, so dass man eine Vorstellung hat, wie so ein Arbeitstag von einem König aussieht. Wenn mal weniger zu tun ist, kann der König ein Besuch in die Schatzkammer abstatten, wo eine Weinsammlung aus dem 17.Jahrhundert auf ihn wartet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Malmö: Wenn man über die Öresund-Brücke fährt, ist man in Schweden, in Malmö. Zu Malmö, zu Stockholm und zu Schweden stelle ich immer eine Frage: Womit beschäftigen die Schweden sich eigentlich? Alkohol und Rauchen sind teuer,  Restaurants nicht billig, an jeder Bar und Disko steht ein bulliger Türsteher, der nur über 23-jährige reinlässt, für stürmische Politiker sind die Schweden nicht bekannt, Prostitution ist verboten, die Winter sind lang... Also bleiben nur Sport und Mainstream-Lieder trällern, wobei seit ABBA (ABBA ist die grosse Ausnahme) alles nur Kopien von englischen Bands sind, musikalisch ganz gut, aber eben nichts originelles. Verständlich, dass viele Auslandsstudenten-Schweden in Mannheim eigentlich nur im besoffenen Zustand, mit Snuss zwischen den Zähnen, mit einem hübschen Mädel in einem Arm und einer Bierflasche im anderen Arm anzutreffen waren. Zu Hause werden dann Fotos von vollen Bierpaletten gezeigt, so was kennt man in Schweden gar nicht. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00019/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00019/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohnen in Malmö&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00020/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00020/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schöner Kinderspielplatz in Malmö&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Springbrunnen: Überall in der Stadt gibt es lustige Springbrunnen mit allerlei Getier&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00007/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00007/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Springbrunnen in der Fussgängerzone&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teuer: Laut der neusten Untersuchung ist Dänemark das teuerste Land unter den EU-Ländern und das kann ich nur bestätigen. Wie es aussieht, muss die dänische Wirtschaft brummen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Dänemark abgewertet hat im Gegensatz zu Schweden. Zum Geburtstag haben wir mit 2 Dosen Cidre angestossen, 10 Euro für Glas Wein will man einfach nicht ausgeben. Früher war ich dem naiven Glauben verfallen, dass Schweden und Norvegen nach Dänemark fahren, um zu saufen und Spass zu haben, jetzt ist es eher umgekehrt. Die Hotelpreise waren OK, wenn man berücksichtigt, dass es unangekündigt Halbpension war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tivoli: Ist ein Freizeitpark inmitten der Stadt, quasi die Hauptattraktion. Ist ständig brechend voll, man kriegt auch was geboten, wenn man nicht nur Achterbahn &amp; Co fahren möchte. Feuerwerk wurde leider eingespart und die Lasershow fängt um 00:30 an und nicht um 23:45, wie es einem weissgemacht wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00011/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00011/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Biergarten in Tivoli, ich will gar nicht wissen, was hier eine Mass kostet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00013/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100203/DSC00013/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chinesischer Garten in Tivoli&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wachwechsel: Gibt es bei den Königsschlössern. Jeder Engländer oder Russen fällt vor Lachen um, denn das einzige was die dänischen Wachposten beim Wechsel nicht machen, ist ein High Five. Sonst marschiert (schlappt) man mit einem Wasserglas, unterhält sich über das Wetter und gähnt vor sich hin. Eine lockere Mannschaft sozusagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Züge: Sind öfters mal kaputt, wenn sie nicht kaputt sind, schwimmen sie mit auf der Fähre und gehen dann kaputt. Und wenn sie mal kaputt sind, dauert es ca. 2 Stunden bis ein nicht kaputter Ersatzzug angefahren kommt. Da muss man beten, dass er früher da ist, als er auch kaputt geht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-5075030709121762806?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/5075030709121762806/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=5075030709121762806' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/5075030709121762806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/5075030709121762806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/07/das-kleine-kopenhagen-abc.html' title='Das kleine Kopenhagen-ABC'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-7191915434245351644</id><published>2009-04-19T09:31:00.000-07:00</published><updated>2009-04-19T10:35:00.733-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Moskau'/><title type='text'>Ein paar Notizen über Moskau</title><content type='html'>nach vier Jahren war ich 10 Tage geschäftlich in Moskau und obwohl ich zuerst gedacht habe, dass ich kaum was darüber schreiben kann (war recht stressige Zeit), kamen doch ein paar Fotos und Erlebnisse zusammen, die ich aufschreiben möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Entgegen allen Befürchtungen hat ein Aeroflot-Flug durchaus seine Reize. Wenn man die geistige Reife hat, das Essen einfach abzulehnen, dann kann man sehr interessante Leute kennenlernen. Auf dem Hinflug sass ich neben einem 14-jährigen Jungen, dessen Eltern wohl reiche Russen waren, die auf Rubljowka hausen und in Moskwa-City ein Büro haben. Aus irgendeinem Grund wollte er wissen, ob ich katholisch wäre und erzählte mir über die Moskauer Metro wo Goths und Emos rumlaufen und Skins auf die Dagestaner eindreschen (habe nichts davon gesehen). Auf dem Rückflug flog ich mit der russischen Eishockeymannschaft, jeder von denen war in den Sportteil einer Zeitung vertieft, ich habe mich nicht getraut nach einem Autogram zu fragen. Vor der Einreise nach Russland, muss man ein Immigrationsschein ausfüllen. Den gibt es an einem grauen, durch nichts gekennzeichneten Tisch, der unscheinbar in der Ecke steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Moskau und St.Petersburg sind Antipode in jeder Hinsicht. Moskau als Stadt mit langer Geschichte, tief in Russland, chaotisch gewachsen, kaum als Aushängeschild für den Westen gedacht und St.Petersburg, am Reisbrett entworfen, an der Ostsee, also am Rand des russischen Imperiums gelegen, mit westlicher Architektur und kaum Traditionen. Sowenig die Einwohner der beiden Städte sich mögen, so unterschiedlich präsentieren sich die Städte für die Touristen. Während der gemeine Tourist in St.Petersburg Tage nur an dem Nevski Prospekt und der Neva verbringen kann und sich die Prachtbauten anschauen, ohne viel den Reiseführer durchlesen zu müssen, ist es in Moskau ganz anders. Die Tourizeitschrift listet genau vier Sehenswürdigkeiten auf: Kreml, Alexandergärten im Kreml, die Einkaufsmeile Arbat (wobei ich mich ernsthaft frage, was denn daran sehenswürdiges ist) und die Gemäldegalerie Tretjakowskaja. Das wars. Für alles andere braucht der gemeine Touri Spezialkenntnisse, die er in Spezialreiseführern nachlesen kann, ausserdem muss er sich darauf gefasst machen, viele Kilometer unter der Erde von einem Metrobahnhof zum anderen zurückzulegen, denn kaum etwas ist in Moskau in Fussmarschnähe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00047/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00047/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00048/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00048/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00051/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00051/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moskau, wie man es aus dem Fernsehen kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Wenn man denkt, dass man Bekannte in Moskau hat, die einem was zeigen können, irrt man sich gewaltig. Bestenfalls zeigt man einem ein paar Kneipen mit solchen Namen wie Der letzte Tropfen oder Porutchnik Rzhevskij (der Held vieler nicht jugendfreien Witze), und eine Aussicht von den Vorobjevy-Hügeln auf Moskau. Ausserdem bekommt man gesagt, dass man im Sommer wiederkommen soll, im Winter ist es zu kalt für die Parks und für die Ausflüge ausserhalb der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Doch mit einem Spezialreiseführer bekommt man Tips für interessante Museen, die man unbedingt besuchen sollte. Das GULAG-Museum in der Nähe des Innenministeriums und KGB-Gebäudes vermittelt viel besser den Schrecken der Stalin-Zeit, der Repressionen, der Erschiessungen und der Arbeitslager, als es das Okkupationsmuseum in Tallinn jemals vermochte. Am meisten begeisterte mich das Majakowski-Museum (für diejenigen, die es nicht wissen, Majakowski war ein Dichter, der sich ganz in den Dienst der Revolution gestellt hat und nebenbei als Erfinder der postmodernistischen Dichtung gilt). Noch nie habe ich gesehen, dass ein Museum so sehr die Gedankenwelt der Person abbildet, der es gewidmet ist. Das gesamte Museum ist ein postmodernistisches Kunstwerk an sich, es gibt keine gerade Wand, alles ist gebogen, steht in verschiedenen Winkeln zum Betrachter, überladene Symbolik, die man vermutlich auch nach vielen Besuchen nicht komplett erfassen und verstehen kann. Jeder Raum ist einem anderen Lebensabschnitt des Dichters gewidmet, ist in einer anderen Farbe gehalten und offenbart dem Betrachter viel mehr über die Denkweise und den Geist Majakowskis, als alle trockenen Fakten über sein Leben und sein Schaffen zusammen. Unbedingt hingehen und anschauen, auch wenn man Majakowski gar nicht kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Eine Geschmacksache ist ein Museum (wobei ich es eher ein atomares Disneyland getauft habe), der sich in einem ehemaligen atomsicheren Bunker befindet, wo früher die Kommandozentrale der Streitkräfte sich befunden hat. In einer unscheinbaren Einfahrt wird man von einem uniformierten Führer begrüßt, bekommt ein Ausweis mit persönlichen Foto und darf 18 Stockwerke runtergehen. Dort bekommt man ein propagandistisches Film vorgeführt mit ein bisschen Geschichte über den Kalten Krieg, vielen Atompilzen unterlegt mit Vivaldi und der Feststellung, dass Gorbatschjev, der Mistkerl, den Kalten Krieg verloren hat (kurzer Blickaustausch mit paar Amis unter den Besuchern). Danach darf man sich mit Kalaschnikov und Gasmaske fotografieren lassen, den Platz des Kommandeurs einnehmen, am Kurbel des Feldtelefons drehen... Irgendwann geht das Licht aus, Sirenengeheule, rotes Blinklicht und eine ernste Stimme sagt, dass der Gegner atomaren Erstschlag ausgeführt hat, ganz Moskau ist radioaktiv verseucht und man bereitet eine entsprechende Antwort vor. Wer's mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00052/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00052/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warten auf den Erstschlag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00054/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00054/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie die Reaktion wohl aussehen wird?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Sehr zu empfehlen sind Moskauer Buchläden. Es gibt den Dom Knigi (Haus des Buches) und viele andere sehr gut sortierte Geschäfte, für die man mehrere Stunden einplanen muss. Bevor man die Gesamtausgabe der Werke eines Schriftstellers kauft, sollte man sich vorher überlegen, wieviel Platz und Gewicht im Koffer noch übriggeblieben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Wer sich für moderne Kunst interessiert, dem sind alte Fabrikhallen empfohlen, wo neue Galerien entstehen. In den ehemaligen Hallen der Konfektfabrik "Der Rote Oktober" gegenüber von Kreml auf der anderen Seite des Flusses findet man mehrere Galerien und auch in der ehemaligen Weinfabrik kocht das künstlerische Treiben mit Ausstellungen von ausländischen und russischen Künstlern. Die Qualität der Ausstellungen ist nicht überall hoch (selbst wenn dort Eintrittspreise verlangt werden), aber einige Perlen finden sich durchaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00059/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00059/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kreativitätswerkstatt für Kinder auf dem Gelände von Weinfabrik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00060/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00060/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Gebäude der Weinfabrik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. Was Eintrittspreise und sonstige Kosten angeht, von dem Status der teuersten Stadt der Welt ist Moskau erheblich abgekommen. Moskau ist nicht billig, aber für einen Eurozoner durchaus zu leisten. Die Moskauer schimpfen natürlich, dass alles für sie teuerer geworden ist und interessieren sich sehr, wie Europa mit der Wirtschaftskrise zurechtkommt. Jubel kommt auf, wenn ich über die Abwrackprämie erzähle. Es wird auch über die eigene Regierung geschimpft, die nichts anderes tue, als kanninschen-vor-der-schlange-artig auf den Stabilitätsfond zu schauen, ob er bis zum Ende der Krise ausreicht oder nicht. Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist, dass es durchaus gut war, den Rubel abzuwerten, damit eigene Produktion angekurbelt wird, denn es kann nicht sein, dass ein Land wie Russland sich nicht selbst versorgen kann und vieles importieren muss. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;9. Eine der größten Zeitvertreibs eines Moskauers mit Auto ist es im Stau zu stehen. Inzwischen hat man sich mit der Lage abgefunden und versucht die verlorene Zeit möglichst angenehm zu gestalten. Nur in Moskau habe ich Fernseher für den Fahrer gesehen, mit eingebautem DVD-Player. Für eine Fahrt in die Stadtmitte muss man mindestens eineinhalb Stunden einplanen und am Ende bittet man doch den Fahrer zu der nächsten Metro-Station zu fahren. Eine eigene Geschichte sind die Parkplätze. Riesige 20-stöckige Plattenbauten, die in wenigen Monaten aus dem Boden gestampft werden, haben keine Parkplätze vorgesehen, weil der Grund so teuer ist. Selbst für den Business-Zenter Moskwa-City, wo Leute arbeiten, die eher ein grosses Auto haben, sind zu wenige Parkplätze vorgesehen. Habe meinem Taxi-Fahrer empfohlen auf Hubschrauberpilot umzuschulen, ein sicherer Job für die Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00022/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00022/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00027/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00027/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00034/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00034/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moskwa-City, das Business-Herz Moskaus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. Russisches Fernsehen hat ein Niveau erreicht, wo selbst deutsches Unterschichtsfernsehen weit drüber steht. In einer Reality-TV Show werden in der Privatwohnung von Privatdetektiven Kameras installiert, um den Ehepartner in flagranti zu erwischen, anschliessend stürmt der/die Betrogene rein und verhaut den Ehebrecher/in. Alles wird gefilmt und gezeigt. In der anderen Sendung namens "Nackig und Lustig" wird in der Öffentlichkeit gestrippt und die Reaktion der meist männlichen Passanten gezeigt. Sehr lustig, gäähn. Andererseits werden schon Filme im Free-TV gezeigt, die im deutschen Kino gerade mal angelaufen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11. Alle Russen sind Rassisten. Mehr ist dem wenig hinzuzufügen. Angefangen von einfachen Moskauer, der mich in Metro vollgeschwätzt hat, bis zu gebildeten Leuten in hohen Positionen, alle sprechen von Überfremdung, von Horden von Kaukasiern und Tataren, die Moskau überschwemmen, wie gefährlich es nachts auf der Strasse geworden ist, dass man was unternehmen müsse, dass die Fremden zu zehnt sich die Wohnung teilen und entweder am meisten Geld haben, oder mit so wenig Lohn sich zufriedengeben, dass ein angestammter Moskauer da nicht konkurrenzfähig ist, usw, usf. Die meisten Kaukasier habe ich auf der Baustelle von Moskwa-City gesehen, wie sie in Barracken hausen und sofort von der Polizei kontrolliert werden, sobald sie sich der Metro-Station nähern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00043/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00043/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob ohne Ausländer das Hochhaus jemals fertiggestellt wird?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12. Eigentlich ist Moskau ein gewaltiger Moloch, den viele verlassen möchten, doch kaum jemand kann den Absprung schaffen und wieder in die russische Provinz zurückkehren. Ja, Moskauer Luft ist dreckig, Moskaus Strassen gefährlich, die Wohnungen teuer, viele Millionen (wieviele Millionen weiss keiner so genau) teilen sich recht wenig Platz, verstopfen die Strassen, drängen sich in die Metro. Doch nur in Moskau ist das grosse Geld, gibt es Niederlassungen aller ausländischen Firmen, die in Russland investieren, ist die Regierung am nächsten und alle wichtigsten Leute erreichbar. Moskau ist und bleibt das Herz Russlands. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00031/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100157/DSC00031/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-7191915434245351644?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/7191915434245351644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=7191915434245351644' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/7191915434245351644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/7191915434245351644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/04/ein-paar-notizen-uber-moskau.html' title='Ein paar Notizen über Moskau'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-605328089797718974</id><published>2009-01-26T13:43:00.001-08:00</published><updated>2009-01-26T13:47:50.832-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='malta'/><title type='text'>Das Malta-ABC</title><content type='html'>A - Arabisch: Es ist ein von der Werbung für die Englisch-Sprachschulen eingeimpftes Vorurteil, dass auf Malta alle Einwohner native Englisch-Speaker wären, oder die Sprache zumindest gut beherrschen würden. Die nackte Wahrheit ist, dass nur für 30% der Malteser Englisch die Muttersprache ist, für den Rest ist es Maltesisch, eine schwer erlernbare Sprache mit arabischen (aber auch italienischen, phönizischen und anderen) Wurzeln, die für die Aussenstehenden kaum zu verstehen ist. Angeblich ist es die einzige arabische Sprache, die mit lateinischem Alphabet auskommt. Das bedeutet, dass 70% der Malteser die zweite Staatssprache Englisch zwar sprechen, aber von Oxford oder Cambridge-Aussprache weit entfernt sind.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;B - Bevölkerung: Quasi die ganze Zeit ist Malta von irgendjemandem besetzt, von Johannitern, von Franzosen, von Engländern, von Touristen. Gelegentlich wird in Geschichtsbüchern auch von der einheimischen Bevölkerung gesprochen, die es auch gibt, die aber nie viel zu sagen hatte. Die ganze Geschichte Maltas war immer fremdbestimmt, alle Kriege aus höheren, strategisch wichtigen Gründen geführt, alle Festungen nicht zum Schutz der Insel, sondern zum Schutz Europas gebaut. Die Insulaner haben sich eingewöhnt nur die Dinge von den Besatzern zu übernehmen, die ihnen gepasst haben (englische Party-Kultur, aber nicht die Religion oder Kochkünste) und hielten sich sonst aus der Politik raus. Nur in einem Akt der Verzweiflung, als die Engländer sich ernsthaft gefragt haben, was sie mit der Insel eigentlich sollen, hat Malta sich für die Unabhängigkeit entschieden, um gleich Chinesen, Libyer und Sowjets zu fragen, ob sie sie übernehmen möchten. Nachdem diese Staaten dankend abgelehnt haben, war die EU der rettender Anker mit den Massen an Touristen, die auch eigene Unsitten einführen möchten (bspw. Nacktbaden am 1.Januar), die jedoch auch nicht übernommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01139/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01139/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01138/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01138/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01327/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01327/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Busse: Eine Attraktion auf Malta sind die uralte (aber sehr gut instandgehaltene) Busse, die auf holprigsten Strassen einen sehr günstig (47 Cent für die Zone, die die halbe Insel umfasst) überall hinbringen. Ein Problem ist, dass alle Busse in Valetta starten und auch enden, so dass man ein Dorf, dass 2km mit anderen über eine Querstrasse verbunden ist, mit dem Bus nur erreicht, indem man nach Valetta fährt und wieder zurück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01318/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01318/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01319/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01319/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01253/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01253/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;C - Cribs (engl. Krippe): Überall stehen während der Weihnachtszeit Krippen rum. Manchmal sind es spezielle Fenster in Häusern, manchmal nur im Profil (Schattenkrippe) auf der Strasse, manchmal gibt es auch Variationen, wie Darstellung einer Kneipe in der St.John Cathedral (zentrale Kirche des Landes), die wie im erläuternden Text daneben steht, mit der Weihnachtsgeschichte nichts zu tun hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;D - Deutsche: haben die Insel nie richtig besetzt (wobei es viele Deutsche unter den Johannitern und Touristen gibt, so dass man von einer teilweisen Okkupation sprechen kann). Während des zweiten Weltkrieges verdienten sich die Insulaner einen St.George-Orden, weil sie der heftigen Bombardierung durch die Deutschen standgehalten haben, den sie jetzt stolz in ihrer Fahne führen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;E - England: Aus der englischen Besatzungszeit wurde folgendes übernommen: Binge-Drinking während des New Year Eve, breite Gürtel als Röcke auch wenn es sehr unvorteilhaft aussieht, Schuluniformen, Klamotten-Läden, Frühstück-Menü, Krankenversicherung, Immobilienblase, Gedudel, Linksverkehr, einsamer Marks &amp; Spencers in Valetta.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F - Feuerwerk: kein, zumindest nicht während des New Year Eve. Angeblich im Sommer, um die zahlreichen Heiligen zu feiern. Das bombastische Feuerwerk 2004, als Teil der Beitrittsfeier zu EU, war ein perfide Touristenfalle für die nachfolgende Silvstertouristen, in die wir auch reingetappt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;G - Gedudel: Auf der Republic-Street, also auf der Hauptstrasse sind auf jeder Strassenlaterne Lautsprecher angebracht, die den ganzen Tag schlimmstes englisch-sprachiges Gedudel produzieren. Die Insulaner scheinen es zu mögen, zumindest haben die Fischer ihre kleine Kassettenrekorder dabei aus denen das gleiche Gedudel tönt und im Hotel werden im Speisesaal englische, französische und bayerische Weihnachtslieder hoch- und runtergedudelt.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;H - Hasen: Die einzigen Fleischlieferanten auf der Insel. Da jeder Tourist unbedingt was landspezifisches probieren möchte, muss jedes Restaurant eine Hasenspeise in der Menüauswahl haben. Da es gar nicht möglich ist, dass so viele Hasen auf die kleine Insel passen, um alle hungrigen Touristen zufriedenzustellen, wurden wahrscheinlich harte Regelungen eingeführt, um einen Mindestbesand an Hasen zu bewahren. Die Quote besteht wohl aus einem Hasen pro Tag für die ganze Insel, deswegen wird jedes Fleischfetzen verwendet, es gibt Spagetti mit Hasensauce, Tortellini mit Hasenfüllung, Hasenstew, aber nirgends einen Hasen am Stück, so dass die ursprüngliche Form noch geblieben ist. Dasselbe gilt für die armen Ziegen von der Nachbarinsel, aus deren Milch berühmtes Ziegenkäse produziert wird. Schätze, es werden Vakuumpumpen benutzt, um den letzten Tropfen Milch auszusaugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I - Islam: Früher von Johannitern aufs heftigste bekämpft, heute reicht es zu einer Palästinenserdemo gegen den Krieg im Gaza-Streifen. Es gibt auch eine Moschee, die von Libyern gespendet wurde, wäre sie nicht angenommen worden, hätten die Malteser heute Energieprobleme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;J - Johanniter: Nachdem sie aus Jerusalem vertrieben worden waren und nicht im kalten Schloss zu Hause leben wollten, bot der spanische König den Johannitern Malta an. Nach dem anfänglichen Entsetzen über den Mangel an Bespassungsmöglichkeiten (da die Engländer noch nicht da waren, gab es kein Binge-Drinking und keine Gürtel-Röcke), änderte sich die Sachlage grundlegend, als die Türken in Europa einfallen wollten und Malta ihnen im Weg stand. Es began die erste grosse Belagerung durch die überlegene türkische Flotte und blutrünstige Janitscharen. Doch der Angriff wurde abgewehrt, Europa bedankte sich mit sackweise voll Geld, das zum Bau von noch mehr Festungen, der Stadt Valetta, Hospitälern und Kirchen verwendet werden konnte. Jeder Grossmeister badete in Erinnerung an dieses grossartige Sieg und stellte sich als der größte Kriegsherr aller Zeiten dar (was etwas peinlich ist, wenn in der Heraldik Birnen das herausragende Element darstellen). Wie auch immer, die grosse Zeit der Johanniter endete schlagartig, als Napoleon, der leider Gottes getauft war, sich der Insel bemächtigte. Denn der Kampf gegen Christen war Johannitern verboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01238/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01238/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;K - Kirchen: ja, viele. An Weihnachten werden die Innenwände von mit purpurnen Stoffen überzogen. Sehr interessant sind auch die farbenfrohen marmornen Grabplatten, die die Kirchenböden verzieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01324/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01324/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01325/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01325/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katakomben - Recht gruselige unterirdische Gänge gebaut zu Frühzeiten des Christentums in Rabatt. Viele Gänge sind verschüttet, in vielen Gräben liegen noch Skelette. Angeblich wurden Gräber nur innerhalb eines Tages angelegt, was schwer vorstellbar erscheint, angesichts der Größe der Gänge und der Gräber selbst. Doch die unterschiedliche Größe der aus dem Stein gehauenen Gräber beweist, dass hier auf Bestellung gearbeitet wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kinnie - Die Nationallimonade. Schmeckt wie mit Mineralwasser verdünnter Jägermeister, aber alkoholfrei. Nach einigem Schnuttenziehen doch recht geniessbar. Den Gaststättenschildern nach zu urteilen, viel beliebter als jedes Bier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;L - Lada: Das erste Mal, dass ich eine Lada mit der Lenkung auf der rechten Seite gesehen habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M - Malteser Falken: 1) Bezahlung der Johanniter an den spanischen König für die Nutzung der Insel, es ist mir schleierhaft, wo sie ihn hergenommen haben. 2) Ein Kultfilm mit Humphrey Bogard, der auf Malta spielt (noch nicht gesehen). Hat eine Menge von Filmemachern auf die Insel gelockt, die alle möglichen Sandalenfilme hier gedreht haben (Gladiator, Troja)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01227/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01227/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Medina: Frühere Hauptstadt, jetzt fast komplett verlassen, da einen ganzen Palast zu bewohnen und zu unterhalten, nicht jedermanns Sache ist.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;N - New Year Eve: kein Feuerwerk, keine Knaller, keine Leute auf den Strassen. Bis zuletzt wurde gehofft, dass das Kreuzschiff Aida für Party sorgen wird, doch selbst das wurde den enttäuschten Touristen nicht gegönnt. Ein paar anliegende Schiffe hatten Mitleid und tüteten ein paar Mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01222/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01222/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;O - Orangenbäume: Wunderbare Möglichkeit mal eine natürlich gereifte Orange vom Baum abzureissen und in den Mund zu stopfen. Vorsicht: Eine natürlich gereifte Orange hat mehr von Fanta-Geschmack, also komplett süß, als eine Orange aus dem deutschen Supermarkt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P - Präsident: Trockener Kommentar unserer Fremdenführerin zu der Fahne am Präsidentenpalast: Ist der Lappen oben, ist der Lumpen drinnen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Q -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;R - Rabatt: Die lebende Stadt neben Medina. Berühmt für die Katakomben und eine tolle Bäckerei mit gebackenen Anis-Mohn-Ringen und anderen süßen Backerzeugnissen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;S - Strassen: Holprig wie eh und je, die EU-Mitgliedschaft hat hier noch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet, nur der Strassenstreifen vom Flughafen in die Stadt ist einigermassen eben, aber nicht der Streifen zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;T - Touristen: Sind zu jeder Jahreszeit und an jedem Fleckchen der Insel anzutreffen. Werden mit stoischer Gleichgültigkeit von der Bevölkerung behandelt und als notwendiges Übel akzeptiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01148/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01148/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;U - Urbevölkerung: Es gab auch eine Urbevölkerung, die schon vor Ägyptern und Erbauern von Stonehenge beeindruckende Tempel und Frauenfiguren in Stein haute, Gebäude sogar mehrstöckig, was die heutige Bevölkerung praktischerweise übernommen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;V - Vögel: keine; nicht eine einzige Möwe, keine Ente, kein Storch. Im Reiseführer steht, dass es ein Volkssport ist, alles was fliegen kann, abzuschiessen (zum Glück keine Flugzeuge). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01143/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01143/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01140/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01140/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01142/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01142/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;W - Weihnachtsbeleuchtung: Als Ergänzung zu dem Gedudel und den Krippen sind die Strassen mit vielfältiger Weihnachtsbeleuchtung vollgehängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;X -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01303/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01303/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y - Yachten: Wegen angeblich so günstigen Anlegegebühren überwintern in Maltas Häfen viele Yachten, die im Sommer normalerweise vor St.Tropez oder St.Petersburg cruisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01136/web.jpg&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100127/DSC01136/medium.jpg&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Z - Zugebaut: Quasi die gesamte Nordküste und die Mitte der Insel sind eine einzige Stadt, die offiziell aus mehreren besteht, die aber fliessend ineinander übergehen. Malta hat mit die dichteste Bevölkerung in ganz EU und sie braucht nun mal Platz. Alles ist voll mit mehrstöckigen Gebäuden, andererseits stehen viele Gebäude leer, die innendrin komplett abgewohnt wurden, doch da sie aus massiven Stein bestehen, werden sie nicht abgerissen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-605328089797718974?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/605328089797718974/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=605328089797718974' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/605328089797718974'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/605328089797718974'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2009/01/das-malta-abc.html' title='Das Malta-ABC'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-4854270266909182951</id><published>2008-07-14T14:39:00.000-07:00</published><updated>2008-07-14T16:33:15.057-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='amsterdam'/><title type='text'>Amsterdam - Eindrücke eines über 30-jährigen</title><content type='html'>Допе, Хаш, Марихуана - Вам привет из Амстердама (Dope, Hasch, Marihuana - Grüße aus Amsterdam), mit diesem &lt;a href=http://www.believe.de/test.mp3&gt;Liedchen&lt;/a&gt; auf den Lippen stieg ich in den Nachtzug München-Amsterdam ein, um dort meinen Geburtstag zu feiern. Ich war bisher zwei Mal in Amsterdam, einmal als unschuldiger Elftklässler, der keine Ahnung hatte, was ihn dort erwartet, und der sich unvermittelt mitten im Rotlichtviertel wiederfand und einmal mit ein paar Studienfreunden, als wir komplett verpeilt dort auftauchten, irgendwie an ein Hotel rankamen, ich war viel zu nervös was zu rauchen, weil ich mit dem Auto zurückfahren musste. Beide Male habe ich zwar gemerkt, dass Amsterdam eine wunderschöne Stadt ist, doch viel von der Stadt behalten habe ich nicht. Diesmal wollte ich das ändern, also vorher Hotel gebucht, genug Zeit mitgebracht, ausserdem war meine Freundin dabei, um rational auf mich einzuwirken. Nachfolgend ein paar Eindrücke:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00447/web.jpg?ver=12160752630001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00447/medium.jpg?ver=12160752630001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der erste Eindruck am Bahnhof&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Meine Erinnerung hat mich nicht getäuscht. Amsterdam ist wirklich wunderschön. Die riesige Altstadt aus dem 17. Jahrhundert, der "goldenen" Zeit Hollands ist sehr gut erhalten, man kann tagelang an den Grachten entlang spazieren gehen und sich in den alten Zeiten wiederfinden. Die Häuser haben sich erstaunlich gut an die moderne Zeit angepasst, viele haben unten kleine Lädchen, es gibt kaum verfallene Häuser (kein Wunder bei den Wohnpreisen dort), selbst moderne Häusern haben Flaschenzüge an den Dächern, ob zu Dekoration oder aus Gewohnheit weiss ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00445/web.jpg?ver=12160752780001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00445/medium.jpg?ver=12160752780001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kinotheater im schönsten Jugendstil&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Bekleidungstechnisch sind alle deutsche Städte (vielleicht mit Ausnahme von Häckischen Höfen in Berlin) stinklangweilig., Egal welche Innenstadt man anschaut, es ist immer das gleiche Bild: H&amp;M, Zero, Benetton, C&amp;A, P&amp;C, Brigdit Bijou und ein paar andere immergleiche Marken. Was für ein Unterschied sind dagegen die Einkaufsstrassen in Madrid, Tel Aviv, Buenos Aires und Amsterdam! Duzende von Lädchen mit komplett unbekannten Modemarken, oder gleich mit eigenem Designer, aber dafür mit so vielen Ideen und Vielfalt. Dagegen wirken in  deutschen Läden die Kleider wie Uniformen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Das Gerücht, dass die Holländer keine Vorhänge haben stimmt teilweise, sie haben keine Vorhänge dort, wo sie was vorzuzeigen haben. Bei den Spaziergängen an den Grachten entlang, kann man hin und wieder einen Blick in die Zimmer werfen und was man dort sieht schafft mühelos (selbst ohne vorheriges Aufräumen) auf das Titelbild von "Schöner Wohnen". Riesige Bibliotheken, Designküchen, Kronleuchter, alles mit viel Geschmack eingerichtet, man wird ganz schön neidisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00446/web.jpg?ver=12160752850001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00446/medium.jpg?ver=12160752850001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wohnen im Hausboot&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Amsterdam hat kaum Kirchen oder Paläste, die man von innen anschauen kann, es wird kaum Werbung dafür gemacht, den Eingang der Kirche sucht man erstmal und dann ist sie entweder geschlossen oder der Eintritt so teuer, dass da niemand freiwillig reingeht. Die einzige Kirche, die wir besucht haben, war eine katholische Kirche auf dem Dachboden eines Hauses eines Kaufmanns, der auf die Art und Weise den Katholizismus-Verbot umgehen wollte. Ich denke das resultiert aus der Geschichte Amsterdams, die schon immer eine Bürgerstadt war, nach den Erfahrungen mit der spanischen Inquisition war das Verlangen nach Religion nie besonders stark und die Monarchie hatte auch nie viel zu sagen. Die Stadtväter waren immer liberal und pragmatisch und hatten nie viel Geld für Herrschaftssymbole übrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Dieser Pragmatismus ist bis heute übriggeblieben, dadurch resultiert sich die Haltung der Amsterdamer zu weichen Drogen und Prostitution. Wenn festgestellt wird, dass ein grosser Teil der Bevölkerung sich nicht an die Verbote hält und es keinen gesundheitlichen oder zivilgesellschaftlichen Grund gibt ein Verbot aufrechtzuerhalten, wird er abgeschafft und Geld daraus gemacht, weil andere Länder aus historischen, religiösen oder was auch immer für Gründen den Verbot aufrechterhalten. So wurde beschlossen die Kiffer und die Prostituierten nicht zu kriminalisieren, seitdem gilt zwar Amsterdam als die verruchteste Stadt auf Erden, zieht dafür jede Menge an jungen Touristen an, die diese Art von Weltanschauung teilen. Die Prostituierten haben eine Gewerkschaft, zahlen Steuern und sind in einer Krankenkasse versichert. Die Kiffer rauchen ruhig in boomenden Kaffeeshops ihr Joint zu Ende und bereichern das Stadtbild. Sieht wie eine win-win Situation aus, wenn man überholte Moralvorstellungen zur Seite legt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Trotz fehlenden Kirchen und Palästen kann man auch als nichtrauchenden und nicht sexsüchtiger Tourist eine Menge anschauen. Es gibt die ausgefallensten Museen, angefangen mit Tee- und Kaffeemuseum, bis Schmuckmuseum für Tiere. Wir waren in van Gogh Museum, eines der wenigen Museen, die behaupten können eine Kollektion aus allen Schaffensperioden eines Ausnahmekünstlers zu besitzen. Nur selten kann man die Entwicklung eines Künstlers so genau beobachten, angefangen von typisch holländischen dunklen Bauernbildern, über der Nachahmungen von Pariser Impressionisten, bis zum Finden des eigenen Stils, der van Gogh weltberühmt machte. Das andere Pflichtmuseum war das Haus der Anne Frank, allerdings sollte man vorher das Buch gelesen haben, um die gesamte Geschichte zu verstehen, die sich in diesen Zimmern ereignet hat. Sehr interessant ist Besuch am Samenmarkt, wo die Samen und Zwiebeln aller möglichen Pflanzen verkauft werden. Ich hätte nie gedacht, dass Tulpen so grosse Zwiebeln haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00449/web.jpg?ver=12160752380001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00449/medium.jpg?ver=12160752380001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vitrine des Tee- und Kaffeemuseums, der gleichzeitig ein Laden ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Kulinarisch sind die Holländer für den Käse berühmt, ein typisch holländisches Gericht sind Bitterballs, das sind eine Art runde Kroketten, die man mit den Händen in den Senf tunkt und zum Bier isst. Eine größere Variation von Kroketten mit allen möglichen Füllungen gibt es bei FEBO, wo man seine Krokette aus einem Automaten ziehen kann, was für die nächste halbe Stunde den Heisshunger abmildert. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit Hollands gibt es eine Menge indonesischer und surinamischer Restaurants, leider mit recht gepfefferten Preisen und Speisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00448/web.jpg?ver=12160752500001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100010/DSC00448/medium.jpg?ver=12160752500001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Qual der Wahl bei FEBO&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Wort wäre es äussert Ungerecht Amsterdam auf Kiffer und Sexparadies zu reduzieren. Die Stadt bietet viel, viel mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-4854270266909182951?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/4854270266909182951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=4854270266909182951' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/4854270266909182951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/4854270266909182951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2008/07/amsterdam-eindrcke-eines-ber-30-jhrigen.html' title='Amsterdam - Eindrücke eines über 30-jährigen'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-6622177490980338633</id><published>2008-06-22T14:13:00.000-07:00</published><updated>2008-06-24T23:10:46.094-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Balkan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Russendisko'/><title type='text'>Endlich Musik...</title><content type='html'>lautete ein Kommentar auf amazon.de auf der Seite der CD Russendisko. Was seit einigen Jahren Europa überrollt, hat meiner Ansicht nach das Zeug zu einer ähnlichen Welle zu werden wie damals als Anfang der 90er aus einer Stadt namens Seattle Grunge seinen Ursprung hatte. Nur heisst die Stadt heute Berlin, die Musiker kommen aus Osteuropa, auf der Bühne gibt es ausser E-Gitarre, Bass und Schlagzeug noch Trompete, Geige und Akkordeon und die Stars heissen nicht Kurt, Eddie und Scott, sondern Oleg, Emir und Kolja. Doch so unterschiedlich die beiden Musikrichtungen auch sein mögen, beide haben Leben und unbändige Energie in die siechende Musikszene gebracht, es macht wieder Spass auf Konzerte zu gehen, mit Gleichgesinnten fachsimpeln, in Plattenläden nach noch unbekannten Bands zu suchen und Kompilations des Genres zu kaufen, um die Perlen abzugreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei gibt es nicht mal einen richtigen Namen für diese Welle. Wenn man eine CD einlegt, zeigt iTunes meistens als Musikrichtung "World" an. Nun, Weltmusik das ist auch Buena Vista Social Club, Manu Ciao und Youssou N'Dour und Hubert von Goisern und Khaled mit seiner Aischa, da denkt man eher an afrikanische Trommeln, arabische Gesänge, entspanntes Tanzen mit Haschschwaden in der Luft, aber nicht an wildes Springen und Pogo und die rohe Kraft einer Bläserkapelle. Wenn die Bands in den Booklets genauer beschrieben sollen, da hagelt es mit Begriffen wie Balkanbeats, Zigeunerpunk, Sovjetabilly, Ska, Neues Klezmer, Folk Rock usw, usf. Vielleicht ist auch nicht ganz einfach da einen Label zu finden, denn so gut wie jede Band hat eigene Geschichte, eigene Einflüsse, mal sind es Klezmer-Melodien, mal Songs komplett vergessener Völker wie Hutsulen, mal Zigeuner-Rhythmen, mal Sowjetpop oder Gangsterromancen der 20er Jahre, das alles gemischt und mit Ska, Jazz, Elektro, Hardcore und Dance gekreuzt, eine wichtige Zutat ist immer Punk, im vollen explodierenden Sinne dieses Worts, Piff, Paff, Punk, ein Konzert bei dem die Zuhörer auf den Stühlen sitzen bleiben und nicht etwa drauftrampeln, braucht gar nicht gespielt zu werden, die aufgenommenen CDs ist nur ein schwaches Abbild davon, wie es ist, sich in die Menge zu stürzen und wild zu tanzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie hat es denn angefangen? Da kann ich nur aus meiner eigenen Perspektive berichten, jeder, der sich mit der Szene besser auskennt, wird mich sofort eines besseren belehren, wie es denn wirklich anfing, deswegen stelle ich erst gar nicht den Anspruch die allgemeingültige Geschichte zu erzählen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor ca. 8 Jahren vergaß mein polnischer Freund Arek die Kassette &lt;a href=http://www.amazon.de/Kayah-Bregovic-Goran/dp/B00004DTOH/ref=pd_sim_m_1&gt;Kayah &amp; Bregovic&lt;/a&gt; bei mir mit dem Lied Prawy do lewego, das auf polnischen Hochzeiten zu wildesten Tanzausbrüchen führt. &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Goran_Bregović&gt;Goran Bregović&lt;/a&gt;, der sich als Jugoslave bezeichnet, wurde in Europa als Filmmusiker für Filme von Emir Kusturica (über ihn etwas später) und die Bartholomäumnacht berühmt, doch geht er auch als Musiker mit einem 50-köpfigen Wedding and Funeral Orchester auf Tourneen. Seine Musik ist die Musik des Balkans, mit viel zigeunereschen Kompositionen, mit neuen Arrangements, doch ohne viel Vermischung mit westlicher Musik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange Zeit später bekam ich von meinem bosnischen Kollegen Dario CD Emir Kusturicas &amp; The No Smoking Orchestra &lt;a href=http://http://www.amazon.de/Unza-Time-Emir-Smoking-Kusturica/dp/B00004U5AU/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1214157285&amp;sr=1-2&gt;Unza Unza Time&lt;/a&gt;. Punk trifft Polka trifft wieder Zigeuner-Rhythmen, gesungen wird auf Deutsch, Englisch, Serbokroatisch, ein Getrauert-und-Gestorben-wird-später Meisterwerk, jetzt wird es erstmal heftigst getanzt. &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Emir_Kusturica&gt;Kusturica&lt;/a&gt;, wuchs in Sarajevo auf, studierte auf Prager Filmhochschule und drehte ein paar berühmte Filme (von denen wie ich zu meiner Schande gestehen muss, noch keinen einzigen gesehen habe). Seine Musik ist rockig, auf der Bühne erklärt er schon mal, dass nach dem ersten Lied die Band keine Lust mehr hat, ernsthaft zu spielen und ab jetzt nur noch Blödsinn gemacht wird, was den aufgedrehten Zuschauern auch recht ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der dritte im Bunde der berühmten Jugoslaven ist der King of the Serbian Trumpet &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Boban_Marković&gt;Boban Marković&lt;/a&gt;. Seine Truppe besteht fast ausschliesslich aus Blasinstrumenten, die Musik spielen, die man auf den Namen Balkan Brass getauft hat. Boban und sein Sohn Marko sind noch die traditionellsten Musiker, die die alten Melodien neu arrangieren und virtuos spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorhin habe ich geschrieben, dass die Hauptstadt der neuen Musik Berlin sei, doch haben die drei Musiker mit Berlin nicht viel zu tun. Dafür lebt dort &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Kaminer&gt;Wladimir Kaminer&lt;/a&gt;, der 1990 aus Russland nach Berlin kam, ohne einen Pfennig in der Tasche und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen (so die von ihm selbst erzählte Legende).  Er tat sich mit Yurij Gurzhy zusammen und veranstaltete in Berliner Club Kaffee Burger eine Partyreihe genannt &lt;a href=http://www.russendisko.de&gt;Russendisko&lt;/a&gt;. Bald gab es ein Buch Russendisko, das im Still Kishon trifft auf sowjetische Humoristen geschrieben ist und eine Kompilations-CD auch &lt;a href=http://www.amazon.de/Russendisko-Hits-Various/dp/B00007EBAE/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1214160118&amp;sr=8-6&gt;Russendisko Hits&lt;/a&gt; genannt. Von keiner der 16 Bands auf der CD hat man vorher was im Westen gehört und alle haben einen Feuer gezündet, wie man es schon lange nicht mehr gespürt hat. Viele der Bands sind original aus Russland, einige haben sich erst im Ausland zusammengefunden, als die grosse Ausreisewelle in den 90ern viel Intelligenz aus Russland mitnahm. Es folgten Kompilation-CDs Russensoul und Russendisko &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Fall von &lt;a href=http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,501768,00.html&gt;Shantel&lt;/a&gt; war es anders, er hat seine kulturellen Wurzeln erst auf der Reise durch die Länder seiner Vorfahren Bukovina (heute Teil von Rumänien) entdeckt, und daheim in Frankfurt angekommen erfand er den &lt;a href=http://www.bucovina.de&gt;Bucovina Club&lt;/a&gt; in Frankfurt, eine Partyreihe, bei der eine Mischung aus Dance und Balkansound gespielt wurde. Doch hatte Berlin bald die Nase vorn, in &lt;a href:=http://www.balkanbeats.de&gt;Mudd Club&lt;/a&gt; wurden die Balkan Beats gespielt, die auch schon bei der &lt;a href=http://www.amazon.de/Balkanbeats-3-Various/dp/B0017IYW0S/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1214161896&amp;sr=8-1&gt;dritten Kompilations-CD&lt;/a&gt; angelangt sind, wo das ganze Europa Mikro in die Hand nimmt, denn das Phänomen schwappte längst aus Deutschland wieder zurück auf Balkan und fand auch in Frankreich und Russland zahlreiche Anhänger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachfolgend noch ein paar Bands, die ich vorstellen möchte und deren Konzerte immer ein Besuch wert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. &lt;a href=http://www.zdob-si-zdub.com/&gt;Zdob Si Zdub&lt;/a&gt; kommen aus Moldawien und haben etwas vielleicht etwas viel MTV geguckt und zwar Alternative Nation. Haben mit Hardcore angefangen, bis sie sich des musikalischen Schatzes ihres Landes bewusst wurden und Trompeten einsetzten. Klingen wie Rage Against the Machine beim Zigeunertabor. Haben bei der Eurovision teilgenommen und einen der vorderen Plätze belegt. Sind absolute Superstars in Russland, Rumänien und Moldawien. Die beste Textzeile bis dahin: Mister Gorbatchow you should drink some wine, meet Gagarin in the space of time. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;2. &lt;a href=http://en.wikipedia.org/wiki/Leningrad_(band)&gt;Leningrad&lt;/a&gt; ist eine Ska-Punk-Band aus St.Petersburg, die für ihre anrüchige Texte (die Interviews des Sängers Schnur sind dafür erstaunlich jugendfrei) und einen fetten Aufpasser auf der Bühne bekannt ist. In dem bekanntesten Lied der Band besingt sie ihre eigene Internetadresse &lt;a href=http://www.leningradspb.ru/&gt;www.leningradspb.ru&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. &lt;a href=http://www.dobranotch.spb.ru&gt;Dobranotch&lt;/a&gt; aus St.Petersburg spielen Instrumentals aus Klezmer und serbisch-moldauischen-ukrainischen traditionellen Melodien, die sich als sehr tanzbar herausstellen, sogar verwöhnten Münchener waren irgendwann mal alle auf den Beinen und forderten mindestens 4 Mal Zugabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4.  &lt;a href=http://www.la-minor.narod.ru/&gt;La Minor&lt;/a&gt; kommen auch aus St.Petersburg und sind häufig in München anzutreffen. Sie singen Verbrecherballaden aus den 20-30er Jahren des letzten Jahrhunderts auf eine unwiderstehliche Art, so dass man sofort das Tanzbein schwingen möchte, obwohl die Texte alle recht tragisch enden, aber zum Glück verstehen das in Deutschland die wenigsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5.  &lt;a href=http://www.myspace.com/oydivision&gt;Oy Division&lt;/a&gt; aus Tel Aviv spielen herzergreifenden Klezmer, aber mit Punk-Energie auf der Bühne. Singen auf Jiddisch und Russisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. &lt;a href=http://www.myspace.com/russkaja&gt;RusSKAja&lt;/a&gt; aus Wien (daher einheitliche roten KuK-Uniformen) haben das Publikum in Griff, wie ich es noch nie gesehen habe. Die Musik ist Ska, mit etwas russischen Pop/Rock-Import, aber die Konzerte selbst sind viel interessanter als die Musik an sich. Die Geigerin Antoschka ist süß anzusehen, der Schlagzeuger bittet vor dem Konzert um die Würdigung des Glücksgefühls, das uns überschwemmen wird (womit er absolut Recht hat) und spätestens nachdem die deutsche Menge headbangt und "Za-po-ro-zhez" brüllt (der kleine häßliche Bruder von Trabbi), wird es klar, dass diese Band sich richtig viel Gedanken um die Show gemacht hat. In diesem Sinne "Dajte mne zvuki druzja" - "Jaaaa!!!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. &lt;a href=http://www.myspace.com/bloodykalinka&gt;Bloody Kalinka&lt;/a&gt; ist eine typische Band aus der Multi-Kulti-Stadt Berlin. Die Sängerin Lenotchka arbeitet tagsüber bei dem BKA und bekennt sich abends der Liebe schuldig. Der Kopf/das Herz der Gruppe Kolja Bajan kommt aus St.Petersburg, spielt Akkordeon und hat mit seiner anderen Band Dr.Bajan über die Russendisko einige Bekanntschaft erlangt. Der Schlagzeug kommt aus Polen, der Rest der Gruppe ist auch sehr bunt gemischt. Entsprechend ist das Repertuar, russische Romancen mit Punk-Speed vorgespielt, bekannte russische Lieder neu arrangiert, der Hit ist übrigens ein Lied namens "Schönhausener Allee"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. &lt;a href=http://www.youtube.com/watch?v=8tS4OWiozmw&gt;Socalled&lt;/a&gt; aus Kanada ist für seine seltsamen Videos bekannt. Benutzt Klezmer für Samples für seine E-Musik, die irgendwo zwischen HipHop und Pop liegt. Hört sich alles sehr ungewohnt an, war leider noch auf keinem Konzert. Beste Zeile: My god gonna kick your god's ass&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. &lt;a href=http://de.wikipedia.org/wiki/Gogol_Bordello&gt;Gogol Bordello&lt;/a&gt; kommen aus New York, sind Busenfreunde von Madonna und spielen sehr rockige Zigeunerrhythmen auf Englisch mit übelstem Akzent. Die Musik ist nicht ganz mein Fall, treibt den Puls auf jeden Fall gehörig in die Höhe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. &lt;a href=http://www.myspace.com/mkunst&gt;Markscheider Kunst&lt;/a&gt; aus St.Petersburg hörten wohl mal auf den Ratschlag des DJ Jannik, als er gedankenversunken zwischen zwei Jointzügen meinte sinngemäß : "Das wichtigste an der Musik ist Rhythmus und die Kubaner haben ihn erfunden". Markscheider Kunst spielen unschuldige Tanzmusik, mischt Ska mit Latino, singen entspannt auf Russisch und sind häufig in Europa anzutreffen. Vor den Konzerten am besten einen Tanzkurs besuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt noch viele andere Bands wie Vopli Vodoplyasova mit ihrem charismatischen Sänger Oleg Skripka, Distemper mit dreckigen Riffs und Bandmitglied, der mit einem Hundekopf in die Zuschauermenge reinspringt, 5Nizza, die russisches Reggae zum besten geben, der Exzentriker von Magnifico und viele mehr. Also viele CDs anzuhören, viele Konzerte zu besuchen, viel zu entdecken. Es bleibt spannend.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-6622177490980338633?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/6622177490980338633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=6622177490980338633' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6622177490980338633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/6622177490980338633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2008/06/endlich-musik.html' title='Endlich Musik...'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4101161180464739711.post-4201509193269454430</id><published>2008-06-16T16:35:00.000-07:00</published><updated>2008-11-16T12:56:27.437-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='israel'/><title type='text'>Ein Besuch bei den Irren von Zion*</title><content type='html'>Nachdem meine Freundin mich von der Idee den Urlaub in Albanien oder Nordzypern erfolgreich abbringen konnte, entscheiden wir uns für Israel. Auch schon exotisch genug, zumindest den Reaktionen meiner Kollegen nach zu entscheiden. Hier kommt der Reisebericht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Tag: Hetze zum Flughafen Schönefeld. Wir wurden schon vor El-Al (der israelischen Fluggesellschaft) gewarnt, doch nach dem Ende der getrennten Befragung, in der man sich wie in einer Partnertherapie vorkam (wie lange sind sie schon zusammen, wie oft sehen sie sich, wie oft telefonieren sie, wo haben sie sich kennengelernt, alle unmoralischen Antworten wurden mit ungläubigen Kopfschütteln begleitet), waren wir mit den Nerven leicht fertig. Nach diesen paranoiden Sicherheitskontrollen und dem Spielchen "Finde den bewaffneten Flugscheriff" war es etwas seltsam Essbesteck aus Stahl zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angekommen am sehr schönen Ben Gurion Flughafen fühlte ich mich zum ersten Mal etwas hilflos, denn ich bin zum ersten Mal in einem Land, in dem ich von der offiziellen Schrift gar nichts lesen kann, nicht einen einzigen Buchstaben.  Doch nachdem wir die Ohren gespitzt haben, stellten wir fest, dass man mit Russisch doch sehr gut vorankommt. Im Taxi zum Hotel kommen russische Nachrichten über Israel. Die Nachrichten über Inland decken sich recht genau mit den Nachrichten in Deutschland über Ausland, es wird einem bewusst, welchen Stellenwert Israel in Deutschland einnimmt. Der Abend verbrachten wir im Mittelmeer. Sehr feiner Sand, sehr klares Wasser, sehr gut gepflegte kostenlose Strände&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Tag: Tel Aviv bei Tag ist ein Mittelding zwischen Badeort (Strand), Geschäftszentrum Israels (Wolkenkratzer) und historischem Ort (arabischer Teil Jaffa). Nur von der Partystadt und den schönsten Mädchen der Welt ist nicht viel zu sehen, die Männer sind viel interessanter. Um etwas interessanter auszusehen, besonders wenn es der wichtigste Tag im Leben ist, werden auf der Diezengoff-Strasse die wahnsinnigsten Brautkleider verkauft, manchmal halbdurchsichtig, auf jeden Fall 2 Meter im Durchmesser am Rockboden. 300 Leute auf der Hochzeit gelten als die Untergrenze, bei 500 ist man Mittelmass, ab 1000 gilt man dann als reich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00296/web.jpg?ver=12267459710001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00296/medium.jpg?ver=12267459710001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tel Aviv von Asrael Tower fotografiert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis es aber so weit ist mit der Hochzeit, muss jeder Israeli (ausser man ist ganz besonders gläubig) zu Militär, Jungs für ganze drei Jahre, Mädels für zwei. Die Armee ist absolute Alltagserscheinung in Israel, der Einkaufszentrum in der Nähe des Verteidigungsministeriums ist voll von jungen Soldaten in Uniform mit ihren schweren M16-Gewehren, Mädels mit Sandalen und Damentäschchen, trotz meines Uniformfetisches, so toll sieht es nicht aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends treffen wir uns mit Guy, der uns in das teuerste Restaurant Tel Avivs führt, wo wir die einzige nichtkoschere Speise der gesamten Reise bekommen (Meeresfrüchte, da sie keine Kiemen haben, sind nicht koscher). Die unvorsichtige Frage des Abends war, ob er schon mal in Beirut war und wie es dort aussieht. Er zwar nicht, aber sein Bruder ist da schon mal einmarschiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Tag: Umzug in das Hotel Marina, das wie ein riesiges Schiff aussieht, einen winzigen Schwimming-Pool hat, der aber trotzdem von einem Lifeguard bewacht werden muss, und deswegen nur bis 6 Uhr offen hat (wie alle anderen Schwimmingpools übrigens auch). Erstes Beschnuppern mit den anderen Mitgliedern der Reisegruppe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Paar Worte zum Essen. Koscher Essen bedeutet zimmliche Einschränkung in der Küche, Pizza-Salami, vergiss es. Es gibt sehr viele Salate mit Humus und sehr viele Methoden das Fehlen von Mayonese und Joghurt am Abend zu kaschieren. Wurst zum Frühstück ist natürlich auch nicht drin. Viele Rezepte könnte man auf jeden Fall nachkochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Tag: Fahrt über Caesarea mit römischen Trümmern, über Haifa mit einer islamischen Sekte, deren Ziel es ist einen perfekten Garten anzulegen, mit einem Zwischenstopp in Akko, wo die geizigen bestimmt schwäbischen Kreuzritter lieber einen langen Tunnel graben, um die Durchgangsgebühren bei den genuisischen Kaufleuten nicht zu zahlen, bis zu einem Mittagessen bei einer drusischen Familie, die im Handumdrehen 40 Touris satt kriegt und auch noch das prächtige Haus zeigt, und danach bis zum Kibbuz Lavi. Das religiöse Kibbuz hat einen perfekten Garten mit Hängematten und musikalischen Untermalung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00307/web.jpg?ver=12267459810001&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00307/medium.jpg?ver=12267459810001&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Trümmertour durch Caesarea&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Tag: Fahrt an die syrische Grenze an Übungen der israelischen Armee vorbei. Erste Diskussion mit der Reiseleiterin über die Lage der Palästinenser, argumentiert wird mit Sprüchen aus dem Neuen Testament. Danach fahren wir über Jordan zum See Genesareth, gleich zu dem Fischerdorf, wo angeblich Jesus seine Jüngeren getroffen hat und wo er seine Lehren zum ersten Mal der Allgemeinheit beibrachte. Man sieht ein ausgegrabenes Dorf, viele kleine Räume und einen größeren Gemeinschaftsraum, wo dann wohl alles begann. Über dem Raum steht wie ein gigantisches UFO die Kirche auf Stelzen, innen ist sie um das Loch im Boden gebaut, das genau über diesem Versammlungsraum ist. Nach mehrfachen Wiederholung der Feststellung "Jesus war Jude" und Lesen in der Bibel, schnell einen Petrus-Fisch aus dem See gegessen und zu der Brotvermehrungskirche gefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00327/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00327/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;UFO über Fischerdorf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Brotvermehrungskirche war eine Gruppe russischer Touristen, die sich dicht vor dem Altar versammelt hat, der mit einem "Do not cross"-Plastikband abgesperrt war. Unter dem Altar war der Stein, auf dem angeblich die Brotvermehrung stattfand. Und über den Stein bückte eine Frau, die ich erst für eine Putze gehalten habe, doch dann blitzte ein Photoapparat und ich habe verstanden, dass die Frau zu der russischen Gruppe gehörte, über den Absperrband geklettert ist, unter den Altar kroch und sich auf dem heiligen Stein es sich gemütlich machte. Die Deutschen neben mir hat es vor gerechtem Zorn geschüttelt. Gleich danach kletterte schon ein Mann unter die Absperrung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss mit einem Jesus-Boot über den See Genesareth getuckert und zurück ins Kibbuz gefahren, wo uns eine alte Gründerin über die Anfänge erzählte, über ihre naiven kommunistischen Vorstellungen in London und hartem Leben zwischen arabischen Dörfern mit rationiertem Wasser in israelischen Wüste. Aber es ist schon sehr beeindruckend was man aus einem Stück vertrocknetem Land mit nötigem Idealismus machen kann. Idealismus, den die arabischen Dörfer nicht hatten. Wieviel von dem Idealismus noch geblieben ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00331/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00331/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ob Jesus auch schon ein Boot mit Dieselmotor hatte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00352/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00352/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich war mal ein Stück Wüste&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Tag: Besuch in Nazareth in der Kirche, wo Josefs Haus gestanden haben soll, mit fremdaussehenden fernöstlichen Madonnen, noch mehr römische Trümmer und Einreise nach Jerusalem. Unser cooler Busfahrer Bambi (kein Scherz), Teilnehmer des 6-Tage Krieges, Vater von 8 Kindern und Grossvater von 13 Enkeln, ehmaliger Ambulanzfahrer, erhob bei voller Fahrt Hände zum Himmel, brüllte "Jeruschaleim" und war ganz seelig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00338/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00338/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00339/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00339/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00341/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00341/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer sagt, dass Madonna europäisch aussehen muss?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Ölberg versuchen kleine arabische Kinder Postkarten und Olivenzweige zu verkaufen und amerikanische Studentinen Teelichter zu verschenken. Die deutschen Touristen sind so verschüchtert, dass sie beides nicht annehmen und grosse Enttäuschung bei den Amerikanerinen hervorrufen: "They don't even want them for free". Zwei wunderschöne Kirchen werden besichtigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00354/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00354/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jerusalem vom Ölberg aus gesehen, zuerst jüdischer Friedhof, dann moslemischer (um den auferstanden Juden den Weg zum Tempelberg zu versperren), Tempelberg mit Felsendom, ganz hinten Hotels für latschfreudige Touristen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz der versteckten Warnung der Reiseleiterin: "Jerusalem an Sabbat ist ganz langweilig, bleibt im Hotel", haben wir uns sofort nach Einbruch der Dunkelheit in die Altstadt aufgemacht und fanden uns in einer anderen Welt wieder. Hunderte schwarzbekleidete mit Pelzmützen, oder breiten Hüten ausgestatteten frommen Juden gingen eiligen Fusses durch die Gässchen der Altstadt, achteten auf nichts und auf niemanden. Ein Batallion von Soldaten Gewehr im Anschlag rannte an uns vorbei den Tempelberg hoch. Andere Strässchen waren komplett leer. Das war dann doch zu befremdlich, so dass wir uns schnell ins Hotel verkrochen. Auf dem Weg dorthin war der einzige geöffnete Laden brechend voll, junge amerikanische Juden kauften sämtliche Alkoholvorräte auf, um durch Sabbat zu kommen. Muss wohl eine Schulklasse gewesen sein, denn daneben stand einer mit einem archaischen Gewehr und bewachte sie (jede Schulklasse in Israel muss einen Bewaffneten und Sanitäter dabeihaben). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00364/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00364/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Durst ist schlimmer als Heimweh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Tag: Spaziergang auf der Via Dolorosa. Wer einen spirituellen Spaziergang auf dem Leideweg Christi erwartet, wird furchtbar enttäuscht sein. Ein Grossteil des Weges verläuft im arabischen Viertel der Altstadt, so dass es ein einziges orientalisches Bazar ist. Ich denke, es ist besser so, denn zu Zeiten von Jesus war es bestimmt auch nicht anders, es war Pessah-Fest, Tausende Leute in der Stadt, die Händler machen die Geschäfte des Jahres, durch die Massen peitschen sich die römischen Soldaten durch und ein armer Teufel, blutend zieht seinen Kreuz. Ob sie ihm überhaupt Beachtung schenken? Ob sie wissen, dass dieser Armer Sohn Gottes ist? So gesehen ist Veronika die einzige gute Seele in der ganzen Menge, die IHM ein Tuch reicht, um Blut, Schweiss und Tränen abzuwischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00367/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00367/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00370/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00370/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00371/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00371/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Drei Ansichten des letzten Weges Christi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grabeskirche ist ein Kapitel für sich. Es gibt naturgemäß zwei Orte, wo sich sämtliche christliche Kirchen versammeln müssen, es ist der Geburtsort und der Sterbensort von Christus. Und natürlich gibt es auch an diesen heiligen Orten Riesenstreit, wer was darf. Als Auswüchse dieses Streites leben ägyptischen Mönche auf dem Dach der Kirche, weil sie keine Kapelle in der Kirche selbst beansprucht haben. Im Augenblick der Vernunft wurden die Schlüssel der Kirche an eine muslimische Familie übergeben, die schon seit Jahrhunderten die Öffnungszeiten der Kirche bestimmt. Und nachdem alle sich heillos zerstritten haben, wurde beschlossen ab sofort keine baulichen Veränderungen an der Kirche mehr durchzuführen. Das ging soweit, dass die Alu-Leiter, die angelehnt am Empfang steht, nicht mehr berührt werden darf, denn das wäre eine bauliche Veränderung. Wenigstens Strom hat man bis dahin schon verlegt und Glühbirne wird man noch wechseln dürfen. In der Kirche selbst gibt es einen Stein, auf den Jesus nach der Kreuzigung gelegt wurde, jetzt werden alle möglichen Gegenstände darauf abgelegt, damit sie geweiht werden, sogar das Butterbrotpapier habe ich gesichtet. Die Mönche sind ganz heiser vom Anbrüllen der russischen Touristen, was sie alles bedecken und was freilassen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Fahrt nach Betlehem. Der israelische Bus darf nicht durch, Bambi und Teresa bleiben zurück, wir sind in Gewalt palästinensischer Christen, die uns erstmal in einen Shop schleppen und uns nicht freilassen, eher wir christliches Klimbim gekauft haben. Danach gehts in die Geburtsgrotte und dann gleich wieder raus nach Jerusalem zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. Tag: Aufstieg auf den Tempelberg und Besuch des Felsendomes und der Al-Aqsa-Moschee (beides von aussen). Dass im Felsendom eine Platte, von der aus Prophet Mohammed seine Himmelsreise angetreten ist,  liegt, habe ich schon gewusst, aber dass aus dem Staub derselben Platte Gott Adam erschuf und Abraham Isaak dort opfern wollte, war mir nicht bekannt. Die heiligste Platte ist also nur Moslems zugänglich und ich kann wetten, dass nicht wenige Zettel an der Klagemauer ein Erdbeben wünschen, damit sowohl die Moschee, als auch der Felsendom dem Boden gleichgemacht werden und der Tempelberg in jüdischen Besitz übergehen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00376/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00376/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Solange sie sich um den Vater kümmern, werden wir mit dem Sohn schon irgendwie fertig&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00378/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00378/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Felsendom in voller Pracht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach Besuch in Yad Vashem, dem Ort des Gedenkens an die 6 Millionen getöteten Juden in Europa. Gleich das erste Photo zeigt den Konzentrationslager Klooga in Estland, so dass sofort sehr klar wird, was Genozid bedeuted und nicht was Herr Ilves, der estnische Präsident daraus macht. Es folgt eine sehr detailierte Ausstellung über die Anfänge des Antisemitismus und endet mit einem Saal mit Tausenden von Ordnern, wo jedes Opfer aufgeschrieben und somit erinnert wird. Das Gebäude ist ein liegendes Prizma und ganz am Ende schaut man auf Jerusalem als Zeichen des Lebens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. Tag: Wir verlassen Jerusalem und fahren zum Toten Meer. Unterwegs machen wir halt bei Massada, die berühmte Festung auf dem Berg, deren Verteidiger bei der Einnahme von Römern nach 4-jährigen Belagerung kollektiv Selbstmord verübt haben. Früher wurde die israelische Armee dort vereidigt mit dem Schlachtruf: "Massada soll nie wieder fallen", doch verträgt sich der Selbstmord nicht mit dem jüdischen Glauben, so dass man wieder davon Abstand genommen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00386/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00386/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Massada hoooch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00387/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00387/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und wieder runter...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ankunft am Toten Meer und gleich ins Wasser. Nach wenigen Schritten werden die Füsse von einer unsichtbaren Kraft nach oben gezogen und man liegt auf dem Rücken und weiss zunächst nicht, wie man die Beine wieder auf den Boden bekommt. Das Wasser ist 36 Grad warm, ist leicht ölig und brennt wahnsinnig, wenn man auch nur den Finger ableckt, wenn man es nicht abduscht, hat man nach einiger Zeit feine Salzkristalle am Körper. Es ist aber Wahnsinnsgefühl da zuliegen, kann man schlecht beschreiben, man fühlt sich wie Astronaut in der Schwerelosigkeit, die ganz faulen haben sich ein Gummikissen unter den Kopf gelegt und schlafen auf dem Wasser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00392/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00392/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Recht tote Hose am Toten Meer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ort mit den Hotels liegt mitten in der Wüste, dort arbeiten ausschliesslich russische Mädchen, es gibt überhaupt keine Bespassung, ausser ein paar Beduinen mit Wasserpfeifen. Ob so vielleicht neue Sabras entstehen sollen, neue Generation von Israelis? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. Tag: Ankunft nach Eilat. Das ist mal wirklich ein Ferienort. Liegt langgezogen eingequetscht zwischen Jordanien und Ägypten, wobei man einzelne Strände nur mit Taxi erreichen kann (dementsprechend viele Taxis gibt es dort). Als wir im Hotel nach dem nächsten Strand fragen, wird gleich erschrocken geguckt und mitgeteilt, dass es keine Nudistenstrände gibt, wir sind hier nicht in Deutschland. In Israel hat wohl die deutsche Pornoindustrie auch ihre Spuren hinterlassen. Wir springen gleich ins Rote Meer. Das Wasser ist auch sehr klar, aber die Strände sind nicht so toll wie in Tel Aviv. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend erleben wir die Schlacht am Büffet. Dass die Russen sich die Teller vollegen, und dann unberührt stehenlassen, daran hat man sich schon gewöhnt. Aber da gibt es noch ein Bus mit arabischen Omas aus Nazareth, die sich ihre Tische in 1001-Nacht Gelage verwandeln und nur einen Bruchteil davon essen, was sie sich angeschleppt haben. Ich stelle mir vor, dass den Rest des Tages sie am Klo sitzen und die Klospülung drücken, damit viel Wasser fliesst, denn das haben sie (oder wer auch immer) ja auch bezahlt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;11. Tag: Rotes Meer ist berühmt für die Korallenriffen, also fahren wir in ein "Observatorium", wo man in einem Turm mehrere Meter runtergehen kann und sich dann unter Wasser befindet, inmitten eines Riffs. Wir haben dort stundenlang verbracht und sich die wunderlichsten Fische angeschaut, die dort schwimmen. Sehr faszinierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00401/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00401/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Freude den Fischen im tiefen blauen Meer, Freude auch Dir und mir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12. Tag: Wir fahren nach Jordanien, nach Petra. Ich verstehe das Prinzip eines arabischen Landes: es ist alles Verhandlungssache. Kurs von jordanischen Dinar zu Dollar, Euro oder Scheckel, über alles kann man reden. Die Waren sind grunsätzlich nicht ausgezeichnet, am Grenzshop kann man jeden Zollbeamten fragen, er nennt sofort den Preis für ein Souvenier. Dafür sind Dinars wirklich schön anzuschauen. Wir fahren mit einem futuristischen chinesischen Bus durch die Wüste und werden mit den Fakten über Jordanien überschüttet. Schliesslich erreichen wir die Felsenstadt, die in einem Kanyon ist und komplett aus dem Felsen gehauen wurde. Es bedarf nur wenig Fantasie sich vorzustellen, wie ein schweizer Forscher den Beduinenlegenden gefolgt ist, sich durch die schmale Kanyonstrasse durchkämpfte und plötzlich das wunderschöne Gebäude vor sich sah, das aus dem roten Felsen rausschaute und dem die Jahrhunderte fast nichts anhaben konnten. Aber das aus Indiana Jones Filmen bekannte Gebäude ist nur ein kleiner Teil des Gesamtkomplexes, man braucht Tage, um sich alles anzuschauen. Für mich ist es auf jeden Fall ein Weltwunder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00410/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00410/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00414/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00414/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurzer Aufenthalt in Akabar, wo uns eine riesige Fahne der arabischen Revolution gezeigt wurde, die stolz von einem 120 Meter Masten weht, dass man es ja gut in Israel sehen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zurück, wurden wir wieder von der israelischen Grenzbeamten ausgefragt, diesmal hat man es uns abgenommen, dass wir ein Couple sind, der mit uns mitreisende Schwede war arm dran, denn auf seinem Passphoto hatte er einen Bart, in Wirklichkeit aber nicht mehr. oh-oh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13. Tag: Zum ersten Mal in Leben war ich Schnorcheln. Man sieht zwar nicht alles so klar, wie in dem Unterwasserturm, aber dafür schwimmt man mit den Fischen und sieht den kompletten Riff mit wunderschönen Korallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt drei Theorien warum das Rote Meer so heisst. Eine Theorie ist wegen den Bergen drumrum, eine, wegen den kleinen roten Krebsen, eine wegen den roten Algen. Ich habe meine eigene Theorie, es ist wegen den roten Rücken, die man kriegt, wenn man zu lange schnorchelt. Winetoo wäre rosa vor Neid geworden, wenn er meinen Rücken gesehen hätte. Aua.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14. Tag: Mal ein bisschen chillen, lesen, Delfine anschauen... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends auf der Promenade stolzieren die schönsten Mädchen rum (da gibt es sie wirklich). Ausserdem hörte ich zum ersten Mal so etwas wie Klezmer, als ein paar Männer in frommen Klamotten tanzten ausgelassen miteinander und mit Touris (nur männlichen). Es muss es wohl einen Rabbi in New York gegeben haben, der den Talmud derart ausgelegt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00423/web.jpg?ver=&gt;&lt;img src=http://gallery.me.com/kloty/100064/DSC00423/medium.jpg?ver=&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. Tag Ankunft nach Deutschland, es regnet, die irischen Kartofelbauern haben die EU lahmgelegt, morgen geht's in die Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*&lt;a href=http://www.amazon.de/Die-Irren-Zion-Henryk-Broder/dp/3455112420/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1213942322&amp;sr=8-2&gt;Die Irren von Zion&lt;/a&gt; von Henrik M. Broder&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4101161180464739711-4201509193269454430?l=klotys-welt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://klotys-welt.blogspot.com/feeds/4201509193269454430/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4101161180464739711&amp;postID=4201509193269454430' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/4201509193269454430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4101161180464739711/posts/default/4201509193269454430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://klotys-welt.blogspot.com/2008/06/ein-besuch-bei-den-irren-von-zion.html' title='Ein Besuch bei den Irren von Zion*'/><author><name>kloty</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12076378744512793314</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='28' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_XDmo206j4jw/SR6pkBmoj_I/AAAAAAAAAFw/Wpp81xz1F9I/S220/Bracknell_Sherlock_Holmes.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry></feed>
